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 Montignac-Diät
Das Montignac-Prinzip klingt nicht unbedingt einleuchtend: "Abnehmen durch Essen". Die Montignac-Diät ist eine Diätform, bei der Genuss an erster Stelle steht. Aber wie sieht es mit der Gewichtsreduktion aus?

Montignac-DiätDie Montignac-Diät wurde vom gleichnamigen Erfinder Michael Montignac ins Leben gerufen. Er versuchte in den späten 70er Jahren sein eigenes Gewichtsproblem zu reduzieren und beschäftigte sich lange Zeit mit dem Thema Ernährung. Ähnlich wie bei der Glyx-Diät wird hier auf Lebensmittel verzichtet, die den Blutzuckerspiegel zu stark ansteigen lassen. Montignac meint, nicht die Menge des Essens sei Schuld am Übergewicht, sondern die vermehrte Ausschüttung des Hormons Insulin. Die Grundidee seines Diätprinzips ist schnell mit seinen eigenen Worten beschrieben, die auch den Titel eines seiner Bücher darstellen: "Essen gehen und dabei abnehmen".

Essen gehen und dabei abnehmen
Montignac gilt als Vater des glykämischen Diätkonzepts, obwohl sich der deutsche Arzt Hellmut Otto schon vor ihm damit beschäftigte. Er gliedert die Montignac-Diät in zwei Phasen, wobei eine der Gewichtsreduktion gilt und die andere das gewonnene Gewicht stabilisieren soll. Weiters geht er davon aus, dass die übermäßige Ausschüttung von Insulin an der raschen Gewichtszunahme bei Menschen verantwortlich ist. Und an dieser Stelle kommt der glykämische Index ins Spiel.

Montignac unterteilt Lebensmittel - je nach glykämischem Index - in die Gruppe der "sehr guten" Kohlenhydrate, in die der "guten" und "schlechten". Seiner Meinung nach führte auch die Industrialisierung zu einer Verminderung der Lebensmittelqualität. So wäre nach Montignacs Diätkonzept der ursprüngliche, indianische Mais als Nahrungsmittel vollkommen in Ordnung gewesen, der Mais im Allgemeinen zählt allerdings zu den schlechten Kohlenhydraten (zudem sollte auf Zucker, Bier, geschälten Reis und Kartoffeln verzichtet werden). Ähnlich einer Ampel, wird der glykämische Index (GI) bei der Montignac-Diät bewertet:

  • Grüne Lebensmittel (GI maximal 35): Sehr gute Kohlenhydrate; das gilt unter anderem bei Äpfel, Kirschen, rohen Karotten, Vollmilch oder Linsen. Diese Lebensmittel dürfen mit jeglichen Fetten und Eiweisen kombiniert werden.

  • Gelbe Lebensmittel (GI zwischen 35 und 50): Gute Kohlenhydrate, was beispielsweise auf folgende Lebensmittel zutrifft: Müsli ohne Zucker, Erdbeeren, Jogurt, Bohnen, Apfelsaft, Orangensaft, Tomatensaft.

  • Rote Lebensmittel (GI größer 50): Schlechte Kohlenhydrate; diese sollten überhaupt nicht gegessen werden: gebratene Kartoffeln, Weißbrot, Cornflakes, gekochte Karotten, etc.

Ausreichende Vitaminzufuhr
Montignac behält Recht damit, dass sich der glykämische Index auf unseren Stoffwechsel auswirkt. Außerdem wird der Insulinspiegel bei der Einnahme roter Lebensmittel, also schlechter Kohlenhydrate, in der Tat erhöht. Die Kombination von Obst und Gemüse ist gesund und versorgt den Körper mit genügend Vitaminen.

Andere Faktoren unberücksichtigt
Bei einer Diät geht es immer darum, weniger zu essen, als man am Tag an Energie gebrauchen würde. Nur dann kann man abnehmen. Dies ist hier nicht der Fall. Bei der Montignac-Diät tritt auch der Sport-Faktor zu kurz. Die Behauptung, Sport würde dem Körper nicht beim Abnehmen helfen, können Experten nicht mit Montignac teilen. Wegen dieser Aussage, gilt die Diät als Diät für Sportmuffel. Montignacs Diätkonzept wird auch dauerhaft vorgeschlagen, allerdings sollte man dabei die etwas aufwendigeren Rezepte und dadurch höher anfallenden Kosten bedenken.

Unser Fazit
Zum Abnehmen eignet sich diese Diät nur dann, wenn man die Portionen auch klein hält. Im Alltag ist die Umsetzung der Montignac-Diät auf Dauer zu aufwendig, spätestens dann, wenn man zum ersten Mal ein Restaurant betritt. Ausprobieren kann man sie dennoch ohne weitere Bedenken.

 
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