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WEIN RICHTIG DEKANTIEREN UND DEGUSTIEREN

29. Januar 2012 | von Simone | [0] Kommentare
Wein richtig dekantieren und degustieren

Für wahre Weinliebhaber sind Begriffe wie Dekantieren und Degustieren, keine Fremdwörter mehr. Sie wissen, was damit gemeint ist und sie wissen, wie wichtig es ist. Trotzdem kann man auch hier immer noch Fehler machen. Daher soll im Folgenden erklärt werden, wie der ungetrübte Weingenuss möglich ist.

Wein richtig dekantieren

Das Dekantieren ist besonders bei alten Weinen sehr wichtig. Je länger ein Wein reift, desto mehr setzen sich Farbstoffe und auch Tannin in ihm ab und bilden einen Rückstand, der Depot genannt wird. Dieser ist sehr unangenehm und kann den Eigengeschmack des Weins überdecken. Zur Vorbereitung genügt es, die Flasche am Vorabend bei Zimmertemperatur aufrecht hinzustellen. Eine Nacht ist eine ausreichende Zeit, dass sich das Depot absetzen kann.
Beim eigentlichen Dekantieren wird der Wein anschließend halbschräg in eine Karaffe umgegossen.

Dies sollte unbedingt im Licht einer schwachen Lampe oder einer Kerze geschehen, um das Depot ausreichend sehen zu können. Wichtig ist, dass das Licht nicht zu hell ist. Der Wein wird so lange vorsichtig abgegossen, bis die ersten Depotteilchen im Flaschenhals zu sehen sind. Dann muss das dekantieren sofort beendet werden. Der letzte Rest an Wein ist oft durch das Depot bereits beeinflusst und verbleibt daher in der Flasche. Sollten sich in der Flasche ein kristallartiges Depot befinden, handelt es sich um so genannten Weinstein. Dies kann geschehen, wenn der Wein Kälte ausgesetzt war. Da der Weinstein zu schwer ist, als dass er ausgegossen werden kann, brauchen derartige Flaschen nicht dekantiert zu werden.

Wein richtig degustieren

Um einen Wein vollends genießen zu können, wird zunächst auf Farbe und Mattheit geprüft. Dies sollte am besten vor einem weißen Hintergrund geschehen. Die Farbtiefe gibt als einzige Eigenschaft Aufschluss über das tatsächliche Alter des Weines.
Um das Aroma des Weines perfekt erfassen zu können, sollte das Glas beim riechen etwas geschwenkt werden. Der Duft des Weines wird beim einatmen wahrgenommen, das Aroma dagegen beim ausatmen. Daher sollte der Vorgang einige Male wiederholt werden.

Da verschiedene Bereiche der Zunge für verschiedene Geschmacksempfindungen verantwortlich sind, ist es wichtig beim kosten des Weines ihn über die ganze Zunge rollen zu lassen. Dabei darf auch geschlürft werden. Durch den Sauerstoffzufluss werden die Geschmacksstoffe intensiver wahrgenommen. Der Abgang des Weins wird an der Zeit gemessen nach der man das Aroma des Weins beim schlucken nicht mehr in der Nase hat. Nach 8 Sekunden spricht man von einem guten Abgang.

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