Heißer Stein

Gemeinsam beieinander sitzen und ein langes, entspanntes Essen genießen – das gelingt mit einem heißen Stein besonders gut. Während das Grillgut in der Mitte des Tisches vor sich hin röstet, lässt es sich gut zusammen sitzen. Aber auch draußen kann man den heißen Stein nutzen.

Kaum eine Grillart ist so vielfältig einsetzbar wie der heiße Stein. Denn er lässt sich mit vielen verschiedenen Heizarten kombinieren – vom Kaminofen über Holzkohle und Holzfeuer im Freien bis zum Gasgrill. Es gibt sogar kleine heiße Steine, die wie Teller zu nutzen sind und einmal erwärmt bei jedem Einzelnen auf dem Platz ein heißes Essvergnügen über fast eine Stunde versprechen. Traditionell am häufigsten findet der heiße Stein wohl inzwischen als eine Art Tischgrill Verwendung.


Funktionalität des heißen Steines


Heißer SteinDas Prinzip des heißen Steins ist einfach erklärt: Heiße Steine werden aus speziellen Gesteinsarten hergestellt, welche besonders gut Wärme speichern können. Ähnlich wie in einem Kachelofen nehmen diese Steine Hitze auf und geben sie dann langsam wieder nach außen ab. Dafür muss der heiße Stein zuvor erhitzt werden. Meist wird er aber während der Verwendung dauerhaft erhitzt, also wie eine Grillplatte eingesetzt. Als Hitzequelle eignet sich vieles – ob der heimische Kaminofen, wo der heiße Stein „auf Füßen“ hineingestellt werden kann, offene Feuerstellen im Garten oder der Gasgrill. Natürlich kann man auch einfach den heimischen Küchenherd nutzen! Inzwischen werden aber sehr oft Tischgeräte benutzt, die wie ein Elektrogrill funktionieren und nur statt der Metallgrillplatte einen heißen Stein tragen.


Vorteile und Nachteile


Der wohl größte Nachteil eines heißen Stein ist seine Empfindlichkeit. Wenn er herunterfällt, dann geht er kaputt. Außerdem ist er schwer und deswegen für häufigen Transport eher nicht geeignet. Abgesehen davon lässt sich ein heißer Stein sehr vielfältig einsetzen und bietet ein gesundes, weil vollkommen fettfreies Grillen. Im Gegensatz zur beschichteten Grillplatte kann auf dem heißen Stein sogar geschnitten werden. Egal ob Fleisch, Fisch, Käse oder Gemüse – der heiße Stein ist für sehr viel Grillgut geeignet. Manche heiße Steine lassen sich sogar im Backofen als Backunterlage für selbstgebackene Steinofenpizza oder Brot nutzen.


Beim Kauf zu beachten!


Die Qualitätsunterschiede bei heißen Steinen sind leider riesig. Das liegt vor allem an den verwendeten Materialien. Das Grillen und Essen vom heißen Stein macht nur Spaß, wenn er die Hitze lange halten kann und eine glatte, leicht zu pflegende Oberfläche hat. Wer ein Tischgerät kaufen möchte, dass Grillen auf dem heißen Stein direkt auf dem Tisch ermöglicht, sollte auf die maximale Temperatur, die der Stein erreichen kann, und den Stromverbrauch achten.


So grillt man richtig auf dem heißen Stein


Wer mit dem heißen Stein grillen möchte, sollte unbedingt etwas Geduld mitbringen. Um Materialschäden zu vermeiden sollte der Stein langsam erhitzt werden. Gleichzeitig ist es aber wichtig abzuwarten, bis er wirklich richtig schön heiß ist, bevor man Grillgut auflegt. Je nachdem, wo und unter welchen Umständen man grillt, kann das bis zu 2 Stunden dauern. Ist der heiße Stein einmal richtig durchgeheizt, geht es ans Auflegen. Geeignet sind nahezu alle Arten von Fleisch, Fisch und Gemüse. Sogar Obst lässt sich auf dem heißen Stein schonend Grillen. Ein besonders spannendes Ereignis ist die Verwendung von kleinen heißen Steinen auf jedem Platz. Sie ersetzen den Teller und ermöglichen es, direkt vor sich das Fleisch nach dem eigenen Geschmack zu grillen. Dazu werden erst beide Seiten angegrillt und dann kleine Stücken heruntergeschnitten und einzelnen bis zum gewünschten Garpunkt gebraten. Noch ein wenig Sauce oder Dip dazu und der Genuss kann beginnen.

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