Wie kocht man Brokkoli?

Die von uns verzehrten Teile der Brokkoli sind nicht etwa Blätter wie bei Weiß- oder Rotkohl, sondern seine sogenannten gestauchten Infloreszenzen, also die Blütenstiele und -knospen. Statt einer geschlossenen „Blume“ wie beim Blumenkohl essen wir bei Brokkoli die meist dunkelgrünen, manchmal bläulich schimmernden Blütenknospen.

Wie kocht man Brokkoli?Brokkoli (auch Broccoli) gehört als enger Verwandter des Blumenkohls ebenfalls zur Familie der Kreuzblütler. Beim Einkauf sollte man wie beim Blumenkohl darauf achten, dass die Blüten fest geschlossen sind und die Farbe noch kräftig, der Strunk feucht ist. Tipp: Oft wird Brokkoli in Folie verpackt verkauft. Lassen Sie sie bis zur eigentlichen Verwendung ruhig drum! So hält er besser seine benötigte hohe Luftfeuchte und bleibt gleichzeitig länger frisch. Im Gemüsefach hält er sich in der Regel zwei Tage, aber ein echtes Lagergemüse ist er nicht.


Verwendet werden kann vom Brokkoli quasi alles: Die Stiele kann man schälen, in gleichmäßige Stücke teilen und ein paar Minuten vor den in gleichmäßig große Stücke zerpflückten Blütenknospen in kochendes Salzwasser geben. Gleiches gilt auch für den dicken Hauptstrunk. Beides erinnert geschmacklich übrigens an grünen Spargel, weswegen der Brokkoli auch gerne mal als Spargelkohl bezeichnet wird.

In Zeitangaben bedeutet das: Die Stiel-/Strunkstücke ins kochende Salzwasser geben, die Temperatur auf mittlere Hitze reduzieren und Deckel auflegen, dann 2-3 Minuten köcheln lassen. Dann erst die Röschen dazugeben und alles zusammen noch weiter 3-5 Minuten weiterköcheln lassen. Tipp: Probieren Sie statt Salzwasser als Kochgrundlage doch mal Gemüsebrühe. Zuletzt abgießen, solange alles noch Biss hat. Damit der Brokkoli seine kräftige dunkelgrüne Farbe behält, am besten in ein Sieb geben und ganz kurz (sonst kühlt er zu sehr aus) unter fließend kaltem Wasser abschrecken.


Beim Anrichten gehen die geschmacklichen Meinungen weit auseinander, aber jeder so, wie er mag. Der Klassiker ist das Schwenken in Butter und Überstreuen mit frisch gerösteten Mandelblättchen oder -stiften. Wem das zu aufwendig ist, aber die Kombination mit den Nussaromen behagt, der kann auch gleich zu Nussöl greifen und den Brokkoli vor dem Servieren darin schwenken. Gewürzt wird er manchmal auch gern mit Sojasauce und Sesamsamen. Eine beliebte Alternative: Brokkoli nach dem Blanchieren noch etwas in Olivenöl und klein gehacktem Knoblauch dünsten. Als Varianten kommen hier auch klein gehackte schwarze Oliven oder getrocknete Tomaten infrage.


Üblicherweise wird Brokkoli zu Braten, Geflügel oder Fisch serviert. Gleichwohl eignet er sich ideal für die vegetarische Küche.


Brokkoli ist auch eine Standardzutat des so genannten „Kaisergemüses“, wohinter sich eine Gemüsemischung verbirgt, in der auch Blumenkohlröschen sowie mit einem Buntmesser in gewellte Scheiben geschnittene Karotten enthalten sind.

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