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 Natürliche Heilsalben selbst gemacht
Gegen jedes Übel ist ein Kraut gewachsen! ist das Motto von Amalia Schaffer. Aus Wald- und Wiesenpflanzen und „Un-Kräutern“ stellt die Kräuterpädagogin Salben her und gibt auch Kurse.

Verkühlungsbalsam aus „Lärchenpech“
Aus Beinwell, Ringelblumen, Arnika, Johannsikraut, Schafgarbe uvm. macht Amalia Schaffer Salben. Im Frühjahr verwendet sie dafür Blätter und Blüten, anders im Herbst: „Jetzt ist die Zeit für die Wurzeln, denn im Herbst werden die Kraftstoffe der Pflanze wieder in die Wurzeln gezogen.“

Sehr gut sei auch das „Lärchenpech“, dass man selber von den Bäumen ziehen kann. Gemischt mit ein paar einfachen Zutaten entsteht daraus, passend für die kalte Jahreszeit, ein Verkühlungsbalsam.

Schaffer will die alte Volksheilkunde wieder ins Bewusstsein bringen.

Altes Wissen soll nicht verloren gehen
Die Philosophie von Amalia Schaffer ist, Heilkräuter aus der nahen Umgebung wieder ins Gedächtnis zu rufen: „Mir ist es wichtig, die alte Volksheilkunde wieder ins Bewusstsein zu bringen, damit man vielleicht wieder lernt, sie für die kleinen Zimperlein zu gebrauchen. Das sind alles gute Naturprodukte, die man selber sammeln kann.“

Von Schweinefett bis Bienenwachs
Schweinefett, Bienenwachs und Schafwollfett sind geeignet als Salbenbasis. Die gesammelten Kräuter und Wurzeln setzt Amalia Schaffer entweder in Olivenöl an oder, so wie jetzt, lässt Wurzeln in Schweinefett ziehen.

Schaffer: „Für die Beinwellsalbe oder Zahnwurzsalbe die Wurzeln ausgraben, säubern, fein schneiden und im verflüssigten Schweinefett heiß ziehen lassen, aber nicht kochen. Dann abkühlen lassen. Das wiederholt man drei bis fünf Mal. Dann abseihen und abfüllen.“

Schweinefett als Träger sei dem Fett der menschlichen Haut ähnlich und werde gut aufgenommen, so Schaffer. Wer lieber eine andere Salben-Grundlage hat, setzt die Kräuter in Olivenöl an und mischt das Ganze mit Bienenwachs oder Schafwollfett.

Aus Arnika, Johanniskraut und Ringelblume entsteht auf diese Weise eine entzündungshemmende, beruhigende Drei-Blüten-Salbe.

Anti-Falten-Creme
Amalia Schaffer hat aber nicht nur gegen kleine Blessuren und Wehwehchen ein Rezept, auch eine Anti-Falten-Creme hat sie ausgetüfftelt: „Dazu die Ölauszüge aus Hopfenblüten und Rotkleeblüten mischen. Das ist eine wunderbare, selbst gemachte Anti-Falten-Creme.“

© ORF.at / kaernten.orf.at/magazin
 
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