Apfel

Der Apfel ist das beliebteste Obst der Deutschen: Pro Jahr verzehrt jeder Deutsche statistisch gesehen 30 Kilogramm frische oder verarbeitete Äpfel. Das entspricht 150 Äpfeln jährlich pro Kopf. Kein Wunder: Äpfel sind lecker, gesund und unheimlich vielseitig.

Allgemeines


ApfelÄpfel spielen seit Jahrtausenden eine wichtige Rolle im Leben der Menschen: Das geht bei Adam und Eva los und führt über Schneewittchen zu Wilhelm Tell. Der Apfel galt als Symbol für Sünde, Zwietracht und später für Macht. Heute werden Äpfel vor allem als praktischer und gesunder Snack für zwischendurch und als vielseitig zu verarbeitende Obstsorte geschätzt.


Herkunft


Der Ursprung des Apfels liegt vermutlich in Asien. Höchstwahrscheinlich gelangte er über Handelswege nach Mitteleuropa. Unser heutiger Kulturapfel entstand vermutlich aus einer Kreuzung aus asiatischen Wildäpfeln und europäischen Holz- oder Waldäpfeln, die nur so groß wie eine Walnuss waren und einen sehr sauren Geschmack hatten. Durch die Kunst des Veredelns werden seit Jahrhunderten Größe und Geschmack der Äpfel verbessert.


Saison


Äpfel habe von August bis November Saison. Aufgrund ihrer langen Haltbarkeit sind sie aber bis in den April hinein stark verfügbar. Lediglich von Mai bis Juli gibt es nur wenige Äpfel aus heimischem Anbau zu kaufen.


Geschmack


Je nach Sorte schmecken Äpfel süß, würzig oder sauer. Eine sehr süße Sorte ist zum Beispiel „Golden Delicious“, würzig und aromatisch schmecken der „Jonagold“ und der „Elstar“. Ein typischer saurer Apfel ist der „Granny Smith“.


Verwendung in der Küche


Äpfel können sowohl roh als auch gekocht verzehrt werden. Rohe Apfelspalten schmecken nicht nur in süßen Obstsalaten, sie geben auch herzhaften Salaten eine interessante fruchtige Note. Bekannt ist der Apfel im berühmten Waldorfsalat. Apfelessig verfeinert viele Salatdressings. Apfelmus, -saft und -wein sind weitere beliebte Arten, Äpfel zu verarbeiten. Apfelmus schmeckt vor allem zu frisch gebackenen Reibekuchen.

Allseits beliebt sind verschiedenste Apfelkuchen-Variationen und Apfelstrudel. Auch in Pfannkuchen schmecken Äpfel einfach wunderbar. In frischen Frühstücks-Müslis dürfen getrocknete Apfelstückchen nicht fehlen.

Eine Kartoffelpfanne erhält neuen Schwung mit einigen hinzugefügten Apfelspalten. Ein Klassiker der deutschen Küche ist das Gericht „Himmel und Erde“ mit Kartoffeln, Äpfeln und Rosinen. Unbedingt einen Versuch wert sind Äpfel mit frischem Rosmarin gebraten. Sie schmecken besonders gut zu Hähnchen oder weißem Fisch.


Aufbewahrung/Haltbarkeit


Äpfel lassen sich gut über die Wintermonate lagern. Ideal ist eine Lagerungstemperatur von 4 – 8 Grad Celsius, dann reifen die Äpfel nicht so schnell nach. Auf speziellen Apfelsteigen halten die Äpfel am längsten: Dort bekommt jeder einzelne Apfel von allen Seiten Luft und es bilden sich nicht so schnell Druckstellen. Außerdem sollte ein möglichst dunkler Lagerraum gewählt werden. So halten sich die Äpfel etwa für zwei bis sieben Monate.

Auch im Kühlschrank können Äpfel über mehrere Wochen frisch bleiben. Allerdings sollten sie getrennt von anderen Obst- und Gemüsesorten gelagert werden, da manche Sorten schneller verderben, wenn sie zusammen mit Äpfeln gelagert werden.

Wenn Äpfel zu Mus, Saft oder Wein verarbeitet werden, können sie ungeöffnet noch länger haltbar sein. Auch Trocknen ist eine tolle Konservierungsmöglichkeit für überschüssige Äpfel.

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