Currypulver

Der Geschmack, der Duft, die Farbe: Currypulver ist der Inbegriff indischen Essens. Ob die Currywurst an der Imbissbude oder ein traditionelles indisches Schmorgericht: Die gelbe Gewürzmischung ist stets eine Gaumenfreude.


CurrypulverEin allgemein gültiges Rezept für Currypulver gibt es nicht. Jeder Koch stellt für jede Mahlzeit seine eigene Mischung her und auch die fertigen Currymischungen aus dem Supermarkt unterscheiden sich in der Zusammensetzung je nach Hersteller. Zu den typischen Zutaten zählen schwarzer und Cayenne-Pfeffer, Koriander, Ingwer, Kardamom, Paprika, Piment, Bockshornklee, Kreuzkümmel und Kurkuma, das für die gelbe Farbe verantwortlich ist. Auch Zimt, Nelken und Salz können enthalten sein.


Herkunft & Saison


Seit über 3000 Jahren würzen die Inder ihre Speisen mit einer Kombination aus fünf bis 50 verschiedenen Gewürzen. In Indien bezeichnet der Name "Curry" nicht die Gewürzmischung, sondern Schmorgerichte aus Gemüse, Fleisch und Fisch. Für jedes Gericht wird eine eigene, genau abgestimmte Gewürzmischung neu zusammengestellt. Diese wird in Indien "Masala" genannt. Das fertige Currypulver stammt aus der britischen Kolonialzeit im 18. Jahrhundert: Um die beliebten Currygerichte auch in Europa nachkochen zu können, wiesen die Kolonialherren ihre Köche an, eine Gewürzmischung zu kreieren, die auch Europäern schmeckt.
Currypulver und die benötigten Zutaten für eine eigene Mischung sind das ganze Jahr über erhältlich.


Geschmack & Wirkung


Currypulver gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Das "Indische Curry" beispielsweise schmeckt mild und fruchtig, aromatisch zeigt sich das "Madras Curry" während das "Bengalen Curry" scharf und pikant schmeckt. Alle Currysorten weisen das typische würzig-erdige Aroma auf.
Regelmäßiger Konsum von Currypulver soll Entzündungen hemmen und sich positiv auf den Cholesterinspiegel auswirken. Aktuelle Studien zeigen zudem Hinweise darauf, dass der Genuss von Currypulver bei Diabetes und Alzheimer helfen kann. Die Wirkungen lassen sich auf die einzelnen Bestandteile zurückführen: Der scharfe Pfeffer regt die Verdauung an; Kurkuma stärkt gesunde Zellen, beugt Krankheiten vor und kann sogar Krebszellen bekämpfen und das Tumorwachstum hemmen; Ingwer wirkt wärmend, entzündungshemmend und antibakteriell; bei Verdauungsproblemen und Stress helfen Bockshornklee, Koriander und Kreuzkümmel.


Verwendung in der Küche


Am besten enfaltet sich das Aroma, wenn das Currypulver zunächst in etwas Fett angedünstet wird. Allerdings sollte das Fett nicht zu heiß sein, da das Pulver sonst verbrennt und bitter schmeckt.
Eine Vielzahl indischer Schmorgerichte enthält Curry, wie zum Beispiel Aloo Gobi aus Blumenkohl und Kartoffeln, Kichererbsen-Spinat-Eintopf oder verschiedene Fleisch-, Geflügel- und Fischgerichte. Bekanntestes Currygericht Deutschlands ist die Currywurst, die sich auch in der hauseigenen Küche gut selbst herstellen lässt. Exotisch ist auch das Gericht Riz Casimir, das aus geschnetzeltem Kalbfleisch, Currysauce, Banane, Ananas und Reis besteht. In der asiatischen und afrikanischen Küche wird Currypulver oft in Suppen verwendet, zum Beispiel auf Kokosnussmilchbasis, oder in Hackfleischgerichten. Auch Kartoffel- , Möhren- und Kürbissuppen bekommen durch Currypulver eine interessante warme Note. An fruchtigen Chutneys und Dips darf das Gewürz ebenfalls nicht fehlen.
Knoblauch, Zwiebeln, Lorbeer, Pfeffer und Paprikapulver sind Gewürze, die das Currypulver harmonisch ergänzen.


Aufbewahrung/Haltbarkeit


Sowohl fertiges als auch frisch selbst zubereitetes Currypulver ist etwa sechs Monate haltbar, wenn es kühl, dunkel und trocken in einem luftdichten Behälter aufbewahrt wird.

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