Knoblauch

Die weißen Knollen haben sowohl Fans als auch Kritiker: Die einen lieben den Knoblauch für seinen einzigartigen Geschmack, die anderen verschmähen ihn wegen des anschließenden Knoblauchgeruchs. Letzterer konnte die aromatischen Zehen aber nicht von ihrem Triumphzug in die Küchen der Welt abhalten.

Allgemeines


KnoblauchNach dem Genuss von Knoblauch entsteht ein unangenehmer Geruch im Mund. Schwefelhaltige Abbauprodukte der im Knoblauch enthaltenen Stoffe werden über die Lungenbläschen an die Luft abgegeben. Allerdings wird der Geruch schwach bis gar nicht von einem selbst oder anderen Personen, die Knoblauch verzehrt haben, wahrgenommen. Der intensive Knoblauchgeruch vertreibt auch Schädlinge aus dem Nutzgarten, weshalb die Pflanze bei Gärtnern beliebt ist.


Herkunft & Saison


Ursprünglich stammt der Knoblauch wohl aus den Steppen Zentralasiens. Schon seit etwa 5000 Jahren werden die aromatischen Knollen kultiviert.

Hauptsaison hat der Knoblauch aus heimischem Anbau etwa von Juni bis September. Dank Gewächshauszüchtungen, langer Haltbarkeit und Importen sind die frischen Knollen aber das ganze Jahr über erhältlich.


Geschmack & Wirkung


Knoblauch schmeckt sehr aromatisch, leicht scharf und süßlich. Die Knollen haben einen starken, leicht stechenden und schwefelartigen Eigengeruch.

Der regelmäßige Konsum von Knoblauch kann Herz-, Kreislauf- und Gefäßerkrankungen vorbeugen, möglicherweise sogar Krebs. Die Knollen regen den Stoffwechsel an, sie wirken entschlackend und entgiftend und unterstützen damit diätische Maßnahmen. Weiterhin kann Knoblauch bei so unterschiedlichen Beschwerden wie Bluthochdruck, Asthma, Infektionen und Verdauungsbeschwerden helfen. Das Gewürz wirkt außerdem stärkend auf das Immunsystem. Seine schleimlösende Wirkung macht Knoblauch auch zu einem wichtigen Helfer bei Erkältungserkrankungen.


Verwendung in der Küche


Knoblauch ist ein unverzichtbares Gewürz der mediterranen und der asiatischen Küche. Er passt zu verschiedensten Fleisch-, Geflügel- und Fischgerichten, Suppen, Backwaren, Aufläufen, Kartoffelgerichten und vielen Gemüsesorten. Vor allem Auberginen, Zucchini, Paprika, Pilze und Tomaten harmonieren gut mit den kleinen Knollen.

Auch Saucen, Quark und Butter können mit Knoblauch verfeinert werden. Eindeutige Hauptrolle spielen die aromatischen Zehen beim klassischen Knoblauchbrot, der Knoblauchmayonnaise Aioli und dem saftigen Zitronen-Knoblauch-Huhn. In Olivenöl gebratene Knoblauchscheiben und Chilistückchen schmecken sehr gut zu Pasta. Auch in Pesto, Currypasten und Tsatsiki darf das aromatische Gewürz nicht fehlen. Weiterhin verfeinert es Suppen, Saucen und Marinaden.

Meist werden die Zehen fein gehackt, in der Knoblauchpresse gepresst oder mit Salz bestreut und mit einem Messer zerdrückt. So zerkleinert können sie ihr Aroma gleichmäßig an das Essen weitergeben. Knoblauch sollte nicht zu stark erhitzt werden, da er einen bitteren Geschmack annimmt, wenn er verbrennt. In Suppen, Ofengemüse oder Braten können auch ganze Zehen verwendet werden. Weiterhin gibt es Knoblauch als Granulat oder Pulver, eingelegt, als Püree in Tuben oder Gläsern oder gefroren.


Aufbewahrung/Haltbarkeit


Frische Knoblauchzehen sollten kühl und trocken aufbewahrt werden. Dazu eignet sich beispielsweise ein spezieller Knoblauchtopf aus Keramik. In seinem Deckel sind kleine Luftlöcher, sodass die Zehen im Dunkeln lagern und dennoch Luft bekommen. Es reicht aber auch, den Knoblauch in eine Papiertüte zu legen und an einem kühlen, trockenen Ort zu lagern. So halten sich die Knollen über mehrere Wochen. Im Kühlschrank ist es meist zu feucht für sie.

Mehrere Knoblauchknollen sollten nicht zu eng beieinander liegend aufbewahrt werden, da dies die Haltbarkeit verkürzt. Dunkle, weiche Stellen und lautes Knistern der Schale beim Anfassen sind deutliche Anzeichen dafür, dass der Knoblauch seine Haltbarkeit überschritten hat. Frischer Knoblauch hat eine gleichmäßige weiße Farbe und fühlt sich fest an.

Knoblauchpasten und in Öl eingelegter Knoblauch sind etwa für ein halbes Jahr haltbar, getrockneter Knoblauch sogar noch länger.

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