Majoran

Häufigster Verwendungszweck von Majoran ist das Würzen von Würsten. Daher wird die Pflanze mancherorts auch "Wurstkraut" genannt. Majoran ist mit Dost und Oregano verwandt.

Allgemeines


MajoranMajoran wächst als Kleinstrauch, der ungefähr bis zu 80 Zentimeter hoch wird. In Ost- und Mitteleuropa wird er oft als einjährige Pflanze kultiviert, da er sehr kälteempfindlich ist. Die einjährigen Sorten weisen ein deutlich stärkeres Aroma auf als die, die überwintern müssen.


Herkunft & Saison


Der Majoran stammt aus Kleinasien und wurde dort besonders in Indien schon früh kultiviert. Bei den Griechen und Römern der Antike war die Pflanze bereits als Würzmittel, Glücksbringer und Aphrodisiakum bekannt. Im 16. Jahrhundert brachten Mönche das Kraut in ost- und mitteleuropäische Klostergärten. Heute wird es nicht nur in den Mittelmeerländern, sondern auch in Ost- und Mitteleuropa angebaut.

Die Ernte der Blättchen sollte vor der Blütezeit erfolgen. Die Sträucher blühen im Zeitraum von Juni bis September, Haupterntezeit ist bei uns im Juni und Juli. In den Mittelmeerländern ist eventuell eine zweite Ernte in Oktober und November möglich. Getrockneter Majoran ist das ganze Jahr über erhältlich.


Geschmack & Wirkung


Majoran schmeckt stark würzig und leicht herb, weist aber gleichzeitig eine süßliche Note auf. Das Kraut kurbelt die Verdauung an, fördert den Appetit und hilft bei Blähungen. Zudem lindert es Husten, Schnupfen und andere Erkrankungen der Atemwege.

Aufgrund seiner entkrampfenden und beruhigenden Wirkung wird Majoran zudem bei nervöser Unruhe, Migräne, Kopfschmerzen, Menstruationsbeschwerden und Schlaflosigkeit angewendet. Früher nutzten Seefahrer Majoran als Mittel gegen Seekrankheit. Das Kraut wird als Tee aufgebrüht oder als Tinktur eingenommen.
Als Salbe oder Öl hilft Majoran gegen Juckreiz, Wunden und rheumatische Schmerzen. Das Kraut wirkt nämlich antibakteriell.

In der Kosmetikindustrie wird Majoranöl gegen unreine und fettige Haut eingesetzt.


Verwendung in der Küche


Majoran wird häufig zum Würzen von Wurstwaren wie Thüringer Bratwurst, Leber- und Blutwurst verwendet. In herzhaften Leber- und Kartoffelgerichten darf das Kraut ebenfalls nicht fehlen. Auch Eintöpfe aus Bohnen, Erbsen und Linsen, Pilzgerichte, Schwein, Lamm, Ente und Gans werden mit Majoran gewürzt. Die Pflanze verfeinert außerdem Schmalz, Käsegerichte und Fleisch-, Fisch- und Wurstsalate. Sowohl die frischen als auch die getrockneten Blätter würzen sehr intensiv.


Aufbewahrung/Haltbarkeit


In einem Plastikbeutel im Kühlschrank aufbewahrt hält sich frischer Majoran einige Tage lang. Getrocknet ist er bis zu mehreren Jahren haltbar. Er sollte in einem gut verschließbaren Behälter kühl und dunkel aufbewahrt werden.

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