Weinland Griechenland - griechische Weine

Die Griechen können auf eine lange Tradition zurückblicken, wenn es um Wein geht. Schon in der Antike wurden in Griechenland hervorragende Weine angebaut und heute überzeugen die Winzer in Griechenland nicht nur durch Spitzenweine, sondern auch durch eine große Vielfalt.

Die Geschichte des griechischen Weins


Weinland Griechenland - griechische WeineKein anderes Weinland hat auch nur annähernd eine solche lange Tradition wie Griechenland, wenn es um den Weinanbau geht. Schon vor 4.000 Jahren wurden dort nachweislich die ersten Rebstöcke gepflanzt. Im so genannten Goldenen Zeitalter, zwischen 500 und 300 vor Christus, war Wein nicht nur ein Kulturgut, sondern auch eine sehr begehrte Exportware, die einen wichtigen Teil der griechischen Wirtschaft ausmachte.

Die Griechen verkauften ihre Weine nach Italien und Sizilien, später auch nach Frankreich und Spanien. Noch heute sind viele italienische Rebsorten, wie zum Beispiel der Moskatelli, der Moskato oder der Greco di Tufa, griechischen Ursprungs. Alexander der Große brachte den Wein Griechenlands bis nach Asien. Zur Zeit der Kreuzzüge kamen auch andere europäische Länder zum ersten Mal mit griechischem Wein in Berührung. So wurde beispielsweise der Muskatwein einer der beliebtesten Weine in den Fürstenhöfen des 13. Jahrhunderts. Nach der Blütezeit des Byzantinischen Reichs ging es mit dem griechischen Wein langsam, aber stetig bergab.

Nur in den Klöstern wurden noch Rebsorten kultiviert. Das bitterste Kapitel in der griechischen Weingeschichte aber war das Jahr 1821, als die Griechen unabhängig vom Osmanischen Reich wurden. Weingüter wurden zerstört und Anbauflächen abgebrannt. Korinthen wurden jetzt der Exportschlager Griechenlands. Die Kriege auf dem Balkan, die beiden Weltkriege und nicht zuletzt der Bürgerkrieg in Griechenland, führten zu einem völligen Zusammenbruch des griechischen Weinhandels. Erst in den 1970er Jahren ging es wieder aufwärts.



Der griechische Wein heute


Nach dem Bürgerkrieg versuchten die Griechen ihre Jahrtausende alte Weintradition wieder aufzunehmen und produzierten zunächst nur massenhaft billigen Tafelwein. Auf diese Weine wurde Europa Mitte der 1980er Jahre mit Retsina Wein aus Griechenland förmlich überschwemmt. Aber man erkannte sehr schnell, dass nicht Masse entscheidend ist, sondern Qualität.

Die Griechen gründeten so genannte Weinschulen, in denen jeder der Interesse daran hatte, lernen konnte, wie man einen eigenen Weinberg betreibt und wie man aus den richtigen Trauben, mit Hilfe moderner Technologie, Spitzenweine machen kann. Experten aus Frankreich, Italien und Deutschland wurden ins Land geholt und diese Bemühungen haben sich ausgezahlt. Heute muss sich der griechische Wein nicht mehr an seinen Konkurrenten aus Frankreich oder Italien messen lassen, er hat vielmehr immer wieder neue Maßstäbe gesetzt.



Die besten Anbaugebiete


In Griechenland wachsen praktisch überall Reben und durch die unterschiedlichen Böden, das immer milde Klima mit heißen Sommern und nicht zu kalten Wintern, schaffen es die Griechen, über 300 verschiedene Rebsorten anzupflanzen. Im Norden des Landes wachsen die Trauben in Thrakien und weiter östlich in Thessalien und Zentralgriechenland.

Richtung Südgriechenland sind es vor allem die Inseln im Ägäischen Meer, sowie Kreta, Santorin und Rhodos, wo besonders gute Weine ihre Heimat haben. Im Südwesten liegen das Anbaugebiet der Peleponnes und die Weinberge der Ionischen Inseln. Im Westen kommen noch Epirus, wo auf Grund der schroffen Landschaft und der dünnen Besiedelung nur eine weiße Rebsorte, die Debina Traube angebaut wird und Makedonien dazu.



Die bekanntesten Rebsorten


Viele Rebsorten, die in Griechenland wachsen, wurden dort schon in der Antike angepflanzt. Griechenland baut zu gleichen Teilen weiße und rote Trauben an und neben den einheimischen Sorten findet man auch viele Klassiker. Aidani, Dafni, Moschato, Peyto und Roditis - das sind nur einige der besten Trauben, die in Griechenland für den Weißwein heranreifen. Bekannt und geschätzt sind aber auch Vilana und Viognier.

Ähnlich vielfältig sind auch die roten Trauben. Kotsifali, Negoska, Primitiva, Amorgiano und Limnio, zählen in Griechenland zu den Bestsellern unter den roten Rebsorten. Dazu kommen noch die Klassiker wie Chardonnay, Merlot, Syrah oder Gewürztraminer.

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"Einen alten Wein zu genießen, das ist wie körperliche Liebe zu einer alten Dame. Es ist möglich; es kann sogar Vergnügen bereiten, aber es erfordert ein kleines bißchen Vorstellungskraft."
André Tchelistcheff, kalifornischer Weinbauexperte