Bluthochdruck

Ein hoher Blutdruck gehört heutzutage zu den am häufigsten auftretenden Erkrankungen weltweit. Auch wenn der Bluthochdruck an sich dem Patienten erst einmal keine Probleme bereitet, so können die Spätfolgen doch dramatisch sein - umso wichtiger die Therapie des Bluthochdrucks auch durch eine geeignete Ernährung zu unterstützen.

Allgemeines

Kaum eine weit verbreitete Erkrankung wurde so umfangreich in klinischen Studien untersucht wie der Bluthochdruck. Dabei kommt es zu einer Schädigung des Herz-Kreislauf-Systems. In den letzten Jahrzehnten kam so eine Vielzahl von verschiedenen Tipps zur Lebensweise und Ernährung zusammen. Interessant ist, dass manche der Ratschläge durchaus gegensätzlich sind und dass einige Hinweise im Laufe der Zeit für überholt erklärt werden. Einige Regeln haben sich jedoch bewährt und sollten möglichst umgesetzt werden, um den Blutdruck auf natürliche Weise zu beeinflussen und die Menge der benötigten Medikamente zu reduzieren.

Ursachen und Ausprägung der Erkrankung

Viele Menschen entwickeln im Laufe ihres Lebens einen Bluthochdruck. Es ist unbestritten, dass eine gesunde Lebensweise mit angepasster und maßvoller Ernährung und natürlich ausreichend Bewegung das Risiko, an Bluthochdruck zu erkranken, deutlich reduziert. Der Grund liegt darin, dass einerseits durch Training Herz und Kreislauf trainiert werden und andererseits durch maßvolles Essen Übergewicht vermieden wird. Neben Rauchen und Stress gilt vor allem Übergewicht als wichtiger Risikofaktor. Basis einer gesunden Ernährung bei Bluthochdruck muss deshalb also eine gesunde Diät sein, um das Übergewicht zu senken. Bei durch Übergewicht verursachtem Bluthochdruck kann eine deutliche Gewichtsabnahme schon ausreichen, um eine medikamentöse Therapie zu vermeiden.

Das richtige Ernährungskonzept

Klar ist, dass die Ernährung bei Bluthochdruck gesund und ausgewogen sein sollte. Auch Kaffee und Alkohol sind nicht verboten, sollten aber in Maßen genossen werden. Bei der Ernährung wird seit vielen Jahren eine Reduktion von Speisesalz empfohlen. Der Effekt konnte aber nicht in allen Studien und bei allen Patienten nachgewiesen werden. Da die meisten Menschen in westlichen Ländern aber tendenziell viel zu viel Salz essen, ist eine Reduktion auf etwa 6 Gramm Kochsalz pro Tag mit Sicherheit kein Fehler. Während das im Kochsalz enthaltene Natrium möglichst reduziert werden sollte, darf und sollte der Konsum von Kalium eher erhöht werden. So verschiebt sich das Natrium-Kalium-Gleichgewicht ein wenig im Körper, was die Wasserausscheidung erhöht und damit den Blutdruck senkt.

Empfehlungen zu besonderen Lebensmitteln

Um sich natriumarm – sprich kochsalzarm – zu ernähren, empfiehlt es sich Räucherwaren und gepökelte Fleischwaren vom Speiseplan zu streichen. Auch sehr salzige Nahrungsmittel gehören nicht auf den Tisch. Hierbei sollte auch an Salzgebäck wie Salzstangen gedacht werden. Vorsichtig sollte man auch bei Fertigprodukten sein, weil diese häufig sehr stark gesalzen sind. Am besten und gesündesten ist es daher, immer frisch zu kochen und dabei beim Würzen statt auf Salz eher auf Kräuter zu setzen. Anfänglich gewöhnungsbedürftig lassen sich so ganz neue Geschmackerlebnisse machen.

Tipps und Tricks für den Alltag

Im Alltag lässt sich mit einigen einfachen Regeln eine salzarme Ernährung erreichen. Bei der heimischen Zubereitung sollte man vermehrt auf Zubereitungsarten setzen, bei welchen Röststoffe erzeugt werden. Beschichtete Pfannen, Backofen und Grill sind auch deshalb optimal geeignet, weil damit eine gesunde, fettarme Zubereitung möglich ist. Möchte man auswärts essen, so empfiehlt es sich, Salat Rezepte mit Essig-Öl-Dressing, Süßspeisen oder Kurzgebratenes zu wählen.

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