Durchfall

Ohne Zweifel besteht ein direkter Zusammenhang zwischen Ernährung und Durchfall. Nicht nur, weil eine falsche Ernährung oder Lebensmittelunverträglichkeiten Durchfall auslösen können, sondern auch weil ein akuter Durchfall auch durch die richtige Nahrungsaufnahme beeinflusst und zum Teil sogar geheilt werden kann.

Stuhlroutine

Durchfall kann viele verschiedene Ursachen haben. Aus medizinischer Sicht gilt eine Häufung von mehr als drei Stuhlgängen pro Tag als Durchfall. Allerdings muss hier auch ein Bezug zur normalen Stuhlroutine hergestellt werden. Patienten, die sonst nur alle zwei bis drei Tage ihr großes Geschäft verrichtet haben, sollten bereits bei mehrfachem Stuhlgang pro Tag von Durchfall sprechen. Man unterscheidet akuten Durchfall mit heftigem Auftreten mit zum Teil sogar wässrigem Stuhlgang vom chronischen Durchfall. Dabei hält der Durchfall oft über Wochen hinweg an oder kommt regelmäßig wieder. Dies kann ein Hinweis auf eine ernsthafte Erkrankung sein und muss ärztlich abgeklärt werden.

Ursachen und Ausprägung der Erkrankung

Das Verdauungssystem reicht vom Mund bis zum Enddarm. Die Nahrung wird in Mund und Magen zerkleinert und dann alle notwendigen Bestandteile herausgelöst und hauptsächlich im Darm in den Körper aufgenommen. Die schwer verdaulichen Lebensmittel werden im Dickdarm von den Darmbakterien nachverdaut. Im Enddarm wird der Nahrungsbrei eingedickt und dann ausgeschieden. Kommt mehrfach pro Tag weicher bis wässriger Stuhl so spricht man von Durchfall. In den meisten Fällen sind dafür Viren oder Bakterien verantwortlich, welche die Darmflora aus dem Gleichgewicht gebracht haben. Auch Lebensmittelvergiftungen und verschiedene Medikamente können Durchfallerkrankungen auslösen. Ein kurzzeitiger, akuter Durchfall kann zum Austrocknen des Patienten führen und lebensbedrohlich sein. Chronischer Durchfall führt zum Nährstoffmangel.

Das richtige Ernährungskonzept

Wer an Durchfall leidet, ist auch oft appetitlos. Grundsätzlich darf während des Durchfalls auf feste Nahrung verzichtet werden, solange der Patient nichts essen möchte. Wichtig ist allerdings, dass genug getrunken wird. Am besten eignen sich Wasser oder spezielle Elektrolytlösungen. Auch Kräutertees wie Kamille mit etwas Honig sind empfehlenswert. Zusätzlich zu Flüssigkeit und Elektrolyten sollte wenn möglich etwas Zucker zugeführt werden, um den Stoffwechsel am Laufen zu halten und einem Unterzucker vorzubeugen.

Empfehlungen zu besonderen Lebensmitteln

Wer an Durchfall leidet, sollte ruhig auf die alten Hausmittel und die Kraft der Natur setzen. Bei Durchfall bewährt hat sich der mit Schale fein geriebene Apfel. Die enthaltenen Pektine schützen die Magenschleimhaut, hemmen den Durchfall und das Wachstum der schädlichen Keime. Eine gute Versorgung mit Fruchtzucker und Elektrolyten bei guter Verträglichkeit bieten zerdrückte Bananen. Hat der Durchfallpatient Appetit, so kann man eine leichte Gemüsesuppe aus gut verträglichen Gemüsesorten anbieten. Gut geeignet sind hierbei Möhren, Pastinaken, Kürbis und Kartoffeln. Wichtig ist, dass die Gemüsesorten eher etwas länger gekocht werden, um die Pflanzenzellen gut aufzubereiten und so leicht verdaulich zu machen.

Tipps und Tricks für den Alltag

Sehr beliebt ist auch die „Therapie“ mit Cola und Salzstangen. Dies wird so auch von der Weltgesundheitsorganisation empfohlen. Die Cola liefert Zucker während die Salzstangen den Elektrolythaushalt auffüllen. Allerdings sollte man es mit der Cola nicht übertreiben und lieber Wasser trinken. Ist der Durchfall überstanden und kehrt der Appetit zurück, so sollte man einige Tage lang leicht verdauliche Schonkost verzehren, bis sich der Darm wieder beruhigt hat.

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