Magenschleimhautentzündung

Vielen Menschen schlägt Stress und Ärger auf den Magen – der reagiert mit einer Reizung, Schmerzen und Entzündungssymptomen. Ist die Magenschleimhautentzündung mal da, so sollte der Betroffene unbedingt auf eine ausgewogene Schonkost umsteigen, um die Heilung zu fördern.

Allgemeines

Die Gründe für das Eintreten einer Magenschleimhautentzündung sind unterschiedlich. Eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori ist eine mögliche Ursache und muss immer medikamentös therapiert werden. Entsteht die Magenschleimhautentzündung aufgrund von Stress oder durch Überlastung, so können verschiedene Arzneimittel zum Einsatz kommen. Medikamente bringen zwar Hilfe, sollten aber nur kurzzeitig verwendet werden. Zugleich sollte die eigene Ernährung überdacht und auch angepasst werden. Während der akuten Phase empfiehlt sich der Verzehr einer Schonkost.

Ursachen und Ausprägung der Erkrankung

Der Magen befindet sich zwischen Speiseröhre und Darm und spielt eine wesentliche Rolle in der Verdauung der aufgenommen Nahrungsmittel. Die zerkleinerten und im Mund durch Enzyme bereits angedauten Speisen verbleiben für einige Stunden im Magen und werden mit Hilfe der Magensäure weiter zerkleinert. Die Magensäure ist eine sehr starke Säure und wird von speziellen Zellen der Magenschleimhaut gebildet. Weil auch die Magenschleimhaut selber empfindlich auf die Säure reagiert, wird sie von einer schützenden Schicht bedeckt. Kommt es zu Schäden in dieser Schicht so gelangt die Magensäure zu den darunter liegenden Zellen und führt dort zu Entzündungen. Magenschleimhautentzündungen entstehen häufig aufgrund von Infektionen durch Viren und Bakterien, von Medikamenten oder psychischen Belastungen.

Das richtige Ernährungskonzept

Ziel der Ernährung bei einem empfindlichen Magen oder bei einer bereits existierenden Magenschleimhautentzündung ist es, den Magen so wenig wie möglich zu reizen. Vor allem während einer akuten Entzündung sollte eine Schonkost verzehrt werden. Dies geht mit dem Verzicht auf schwer verdauliche Lebensmittel und stark gewürzte Gerichte einher. Zusätzlich sollte jeder Betroffene sich selbst beobachten und dadurch feststellen, was er gut verträgt und was nicht. Daran kann der Speiseplan während der Schonkost ausgerichtet werden. Interessant ist, dass im Zuge der Schonkost nicht nur das Fett sondern auch der Eiweißanteil reduziert werden sollte.

Empfehlungen zu besonderen Lebensmitteln

Bei den Grundnahrungsmitteln mit hohem Eiweißanteil wie Fischrezepte, Fleisch oder Milchprodukten sollte möglichst auf die fettarmen und nicht geräucherten Varianten zurückgegriffen werden. Sie sollten generell nur selten auf den Tisch kommen. Ebenso gilt es auf schwerverträgliches Gemüse wie Hülsenfrüchte, Zwiebeln, Kohl oder Pilze zu verzichten. Gleiches ist auch bei Nüssen und Steinobst zu beachten. Am besten verzehrt man vor allem reifes Obst und Gemüse. Eier sollten lieber weich als hart gekocht auf dem Teller landen, während beim Brot eher auf altbackenes als frisches gesetzt werden darf. Getränke werden am besten ohne Kohlensäure genossen. Auch Alkohol und Kaffee sind zu meiden.

Tipps und Tricks für den Alltag

Im Allgemeinen sollten während einer Schonkost folgende Richtwerte eingehalten werden: Kohlenhydrate dürfen 50-60 Prozent der Nahrungszufuhr ausmachen. Maximal ein Drittel, besser nur ein Viertel darf auf Fett entfallen. Nur 15-20 Prozent der täglichen Kalorienzufuhr sollte aus Eiweiß bestehen. Bei der Zubereitung sind Dünsten und Garen die besten Varianten, während Braten, Frittieren und Rösten besser vermieden werden sollten. Dampfgarergeräte bereiten gesunde, gegarte Speisen für Jedermann.

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