Verstopfung

Die Verstopfung gehört zu den echten Volkskrankheiten, betrifft sie doch mehr als die Hälfte der Bevölkerung mit einer gewissen Regelmäßigkeit. Nicht immer ist die Ernährung schuld am Auftreten der Verstopfung – behandeln oder zumindest lindern lässt sie sich aber meist durch eine Ernährungsumstellung.

Volkskrankheit Verstopfung

Medizinisch wird die Stuhlverstopfung als Obstipation bezeichnet. Sie gehört zu den Zivilisationskrankheiten und ist vor allem in der westlichen Welt aufgrund der Lebens- und Ernährungsumstände weit verbreitet. Leidet man an Verstopfung ist die Darmentleerung unvollständig oder sie erfolgt zu selten. Aber auch eine erschwerte Entleerung zählt dazu. Auch wenn die Verstopfung medikamentös gut behandelbar ist, so sollten Betroffene das Auftreten als Warnsignal verstehen und ihre Ernährung sowie ihre Lebensweise überdenken. Mit einer richtigen Kost kann einer Verstopfung entgegen gewirkt werden.

Ursachen und Ausprägung der Erkrankung

Man geht davon aus, dass eine Häufigkeit von dreimal Stuhlgang pro Woche normal ist, während weniger Darmentleerungen als Verstopfung gelten. Allerdings kann auch häufigerer aber sehr harter Stuhl schon in den Symptomkomplex der Verstopfung fallen. Typisch sind eine harte Konsistenz des Stuhls bei geringem Stuhlvolumen und eine lange Verweildauer des Stuhls im Enddarm. Die Betroffenen quälen sich beim Stuhlgang und müssen stark pressen. Von einer Verstopfung können Menschen aller Altersklassen betroffen sein. Man unterscheidet eine chronische, meist ernährungsbedingte Verstopfung, eine akute Verstopfung wie sie gerne auf Reisen oder durch Medikamente auftritt und eine Pseudo-Verstopfung aufgrund geringer Darmfüllung nach Krankheiten oder Fasten.

Das richtige Ernährungskonzept

Die Ursache für eine ernährungsbedingte Verstopfung liegt meist in der ungenügenden Ballaststoffzufuhr. Obwohl der menschliche Darm eher auf viel pflanzliche Kost und einen geringen Anteil tierischer Kost ausgerichtet ist, nehmen viele Menschen vor allem Eiweiß und Fett aus tierischen Quellen zu sich. Damit fehlen dem Darm die Ballaststoffe als Füllmaterial und als wasserspeicherndes Medium. Kommt noch eine mangelnde Flüssigkeitsaufnahme hinzu, so ist die Verstopfung unvermeidlich. Die wichtigste erste Maßnahme ist deshalb eine Reduktion der tierischen Lebensmittel zugunsten der pflanzlichen, ballaststoffreichen Nahrungsmittel. Zugleich sollten Betroffene viel trinken, um den Darm mit Flüssigkeit zu versorgen.

Empfehlungen zu besonderen Lebensmitteln

Ganz wichtig für die Ernährung bei Verstopfung ist die Aufnahme einer ballaststoffreichen Nahrung. Vor allem Vollkornprodukte und Rohkost gelten als hervorragende Ballaststofflieferanten. Viele Produkte stehen heutzutage in der Vollkornvariante zur Verfügung. Dazu gehören Nudeln, Reis und natürlich auch Backwaren wie Brot und Zwieback. Statt zu Cornflakes sollte man zu Müsli und Haferflocken greifen. Einen besonders hohen Ballaststoffgehalt haben auch Schwarzwurzeln, Topinambur und Artischocke. Ebenfalls empfehlenswert sind Weizenkleie, Haferflocken, Leinsamen, Müsli und getrocknete Pflaumen. Letztere kann man wie Milchzucker, Sauerkrautsaft und Joghurt auch als mildes Hausmittel zum Lösen einer Verstopfung einsetzen.

Tipps und Tricks für den Alltag

Nicht jeder mag gesundes Müsli, getrocknetes Obst oder Haferschleim. Dennoch ist eine Ernährungsumstellung auch im kleinen Rahmen möglich und effektiv. Statt zu Eiernudeln kommen Vollkornnudeln auf den Tisch. Statt weißen Semmeln oder Croissants gibt es Vollkornbrötchen. Sogar in Kuchen kann ein Teil des Mehls unauffällig durch Vollkornmehl ersetzt werden. Suppen und Saucen lassen sich mit Kleie aufwerten. Und statt fettiger Nachspeisen schmeckt auch ein gesunder Obstsalat der ganzen Familie.

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