Weinland Italien - italienische Weine

Italien gehört zu den ältesten Weinländern in Europa und heute auch zu den größten Weinproduzenten weltweit. Auf einer Anbaufläche von über 900.000 Hektar werden jedes Jahr 58 Millionen Hektoliter Wein produziert. Das Klima und die Bodenbeschaffenheit garantieren Weine in Spitzenqualität.

La dolce Vita - das ist Italien und dazu gehört natürlich ein italienischer Wein.La dolce Vita - das ist Italien und dazu gehört natürlich ein italienischer Wein. (Foto by: Miiisha / Depositphotos)

Die Geschichte des italienischen Weins

Nachdem das antike Griechenland an Bedeutung verloren hatte, waren es die Römer, die im Weinanbau und auch in der Weinherstellung das Sagen hatten. Sie verstanden sich wie kein anderes Volk auf die Kunst Wein zu machen.

Der bekannteste Wein der Antike war der Falerner, ein Weißwein, dessen Trauben in der Nähe von Neapel angebaut wurden. Dieser Wein war im ganzen römischen Reich ein Begriff für Qualität.

Nach dem Zusammenbruch des römischen Weltreichs ging es auch mit der Weinproduktion mehr und mehr bergab. Im Mittelalter wurde so gut wie gar kein Wein mehr angebaut und erst als die Kirche in Italien das Sagen hatte, kam es zu einer neuen Blütezeit für den Weinanbau. Aber Italien blieb wie andere europäische Weinländer auch, nicht von Katastrophen verschont.

Die gemeine Reblaus und auch Krankheiten, die die Reben befielen, sorgten dafür, dass ganze Ernten vernichtet wurden. Die italienischen Weinbauern hatten keine andere Wahl, als mit Rebstöcken des wilden amerikanischen Weins wieder von vorne anzufangen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Italien schließlich zu einem Weinland, das berühmt ist für seinen wunderbaren und facettenreichen Rotwein, für spritzige Schaumweine und ausgezeichnete Weißweine.

Das Weinland Italien heute

Von den Etruskern haben die Italiener vor 3000 Jahren die Kunst des Weinbaus erlernt und pflegen diese Tradition bis zum heutigen Tag. Die Böden, aber vor allen Dingen das mediterrane Klima sorgen dafür, dass aus Italien die vielleicht besten Weine der Welt kommen.

Die Trauben wachsen in den Anbaugebieten des Piemonts ebenso gut wie im Golf von Neapel. Dort sorgt der fruchtbare Lavaboden an den Hängen des Vesuvs und des Ätnas für Spitzenweine. Aber auch in der Lombardei, in der Toskana und auch in der Emilia Romagna wachsen die Trauben für unnachahmliche Weine. Hunderte von Herstellern sorgen Jahr für Jahr dafür, dass der italienische Wein mit dem Wein aus Frankreich konkurrieren kann.

Die besten Anbaugebiete

Die Italiener behaupten gerne, in ihrem Land wächst überall ein Weinstock, der einen fantastischen Wein hervorbringt, aber es gibt natürlich Weinregionen und Anbaugebiete, die besonders bekannt und beliebt sind.

Würde man auf einer italienischen Landkarte alle die Regionen mit kleinen Fähnchen versehen, in denen Wein wächst, dann wäre diese Karte mit Fähnchen übersät.

Im Aostatal wächst ein ebenso hervorragender Wein wie in Ligurien. In Trient wird Spitzenwein produziert, aber auch in Venetien. Kalabrien steht Sizilien in nichts nach und selbst aus Südtirol kommen sehr gute Rotweine. Friaul ist eine Anbauregion, aber auch Umbrien.

In diesem Zusammenhang sollte man außerdem Apulien nicht vergessen und auch in den Abruzzen wachsen die Trauben für einen köstlichen Wein. Sardinien und Kampanien reihen sich ebenfalls in die besten Weinanbaugebiete in Italien ein.

Die beliebtesten Rebsorten

Wer nach einem typischen italienischen Wein gefragt wird, der wird wahrscheinlich einen Soave, einen Chianti oder den weltberühmten Prosecco nennen.

In Italien gibt es eine unendliche Vielfalt an Trauben für wunderbare Weiß- und Rotweine. Anders als in Frankreich haben in Italien die Weißweine einen ebenso hohen Stellenwert wie die Rotweine.

Bekannte Rebsorten für Weißweine sind unter anderen Picolit, Pinot Bianco und Pinot Gris. Aber auch Sauvignon Blanc, Verduzzo und Nosila genießen nicht nur in Italien einen sehr guten Ruf. Bei den Rotweinen ist es ähnlich, denn auch hier gibt es eine unglaubliche Vielfalt an Rebsorten.

Bekannt sind vor allem Barbera, Brunello und auch Corvina. Aber auch Dolcetto, Negro Amaro, Raboso und Spanna sind weltberühmt. Das gilt auch für Schiara und eine der ältesten Rebsorten, die Vespolina.


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