Wein degustieren: Vorbereitungen, Tipps und Anleitung

Wenn sie etwas vom Wein degustieren hören, möchten Sie sicherlich wissen, was sich dahinter verbirgt. Einen Wein zu degustieren bedeutet, ihn zu probieren und sein Aroma und seinen Duft ganz in sich aufzunehmen. Es handelt sich dabei um eine spezielle Technik, bei der es um sehen, schmecken und riechen geht.

Vor der Weindegustation sollten einige Vorbereitungen getroffen werden.Vor der Weindegustation sollten einige Vorbereitungen getroffen werden. (Foto by: shippee / Depositphotos)

Die Vorbereitungen für das Degustieren

Damit die Weinverkostung richtig funktionieren kann, müssen einige Vorbereitungen getroffen werden.

Gläser

Zunächst benötigen Sie Gläser. Sie werden mit dem Wein etwa zu einem Fünftel bis zu einem Viertel gefüllt. Dies sollte ungefähr 5 cl entsprechen. Achten Sie unbedingt darauf, dass das Glas nicht zu klein ist, da sich der Duft sonst nicht frei entfalten kann und verfälscht würde. Bevor Sie jedoch mit der Probe beginnen, schnuppern Sie am Glas und überprüfen Sie, ob es wirklich geruchsfrei ist. Ist dies nicht der Fall, sollten Sie es zunächst „vinieren“. Hierfür geben sie ein bisschen des Weins hinein, der anschließend probiert werden soll, und schwenken das Glas kurz damit aus.

Etwas zum Essen anbieten

Natürlich möchten die meisten Gäste bei einer Weinverkostung auch etwas essen. Allerdings sollten sie hier nichts auffahren, das einen starken Eigengeschmack hat. beschränken Sie sich am besten auf etwas stilles Mineralwasser und frisches Weißbrot. Gerade Käse und Weintrauben, die man häufig sieht, haben nichts bei einer Weinprobe verloren, denn sie verfälschen den Geschmack und den Duft des Weines aufgrund ihres Eigengeschmacks stark.

Sektkühler

Sie sollten außerdem einen Sektkühler bereitstellen. Bei einer Weinverkostung möchten die Teilnehmer nicht stets alles austrinken. Die Reste können dann in den Sektkühler gespuckt beziehungsweise das Glas hinein geschüttet werden.

Wenn Sie keinen Sektkühler zur Hand haben, können sie auch jedes andere Gesäß dafür verwenden; es sollte allerdings nicht durchsichtig sein.

Nichts verraten

Sorgen Sie dafür, dass ihre Gäste nicht sehen können, welche Weine sie gerade probieren. Ansonsten könnten sie sich durch ihr Wissen über den entsprechenden Wein beeinflussen lassen. Wenn Sie nichts zur Hand haben, mit dem Sie die Etiketten abdecken können, sollten sie den Wein in eine neutrale Flasche oder einen Dekanter umfüllen.

Die vier Prüfungen

An der Farbe des Weines kann man dessen Qualität erkennen.An der Farbe des Weines kann man dessen Qualität erkennen. (Foto by: IgorTishenko / Depositphotos)

Sie können einen Wein verschiedenen Prüfungen unterziehen.

Sehen

Die erste Prüfung erfolgt mit dem Auge. Halten Sie das Glas ein wenig schief vor einen weißen Hintergrund, beispielsweise eine weiße Wand. Neigen Sie das Glas leicht, sodass Sie die Farbe und die Klarheit im Glas sehen können.

Das Licht ist optimal, wenn es hell ist aber nicht blendet.

Einen Qualitätswein erkennen Sie vor allem daran, dass seine Farben geradezu leuchten. Ist ein Wein trüb, spricht dies für gewöhnlich nicht für seine Qualität.

Riechen

Nun können sie den Wein auf seinen Geruch überprüfen. Schwenken sie dazu das Glas leicht hin und her, sodass sich das volle Aroma entfalten kann. Sie werden jetzt, wenn sie daran riechen, sämtliche Düfte in sich aufnehmen können.

Ein Wein kann durch verschiedene Methoden degustiert werden, unter anderem durch riechen.Ein Wein kann durch verschiedene Methoden degustiert werden, unter anderem durch riechen. (Foto by: IgorTishenko / Depositphotos)

Durch das Schwenken haben sich nun auch Schlieren an den Glaswänden gebildet. Einen alkoholreichen Wein erkennen Sie daran, dass die Schlieren schwer und breit sind.

Verkosten

Jetzt dürfen Sie einen ersten Schluck nehmen. Überprüfen Sie, ob Sie die gerochenen Düfte nun auch schmecken. Gerade Anfänger in der Weinverkostung sollten anfänglich sehr gegensätzliche Weine probieren, damit die Unterschiede deutlicher werden.

Kauen

Schließlich folgt noch das so genannte „Kauen“. Dabei wird der Wein im gesamten Mundraum verteilt, sodass die Zunge sämtliche Geschmacksnuancen aufnehmen kann.


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