Weinland Österreich - österreichische Weine

Österreich gehört zu den Ländern in Europa, in denen der Anbau von Wein eine sehr lange Tradition hat. Das ideale Klima aus heißen Sommern und kalten Wintern, begünstigt das Wachstum vieler Spitzenweine und ähnlich wie in Deutschland spielen Weißweine die Hauptrolle.

Vor allem die kleinen idyllischen Weinkeller am Fuße der Weinberge sind in Österreich sehr typisch. (Foto by: phb.cz / Depositphotos)

Die Geschichte des österreichischen Weins

In Österreich waren es ausnahmsweise mal nicht die Römer, die den Wein ins Land brachten, sondern die Kelten. Traubenkerne, die bei Ausgrabungen im Burgenland gefunden wurden, lassen darauf schließen, dass bereits im Jahre 700 vor Christus die ersten Weinreben gepflanzt wurden.

Die Römer aber waren es, die den Wein in Österreich flächendeckend anbauen ließen. Besonders entlang der Donau gab es große Anbauflächen, aber auch in Tirol, Salzburg und in Kärnten wurden Trauben angebaut. Die Römer beließen es aber nicht nur bei dem Anbau, sie waren auch darauf bedacht, qualitativ hochwertige Weine herzustellen.

Von den Klöstern wurde diese Tradition fortgesetzt und im 16. Jahrhundert erlebte der Weinanbau in Österreich eine erste große Blütezeit. Kaiser Maximilian I. galt als Weinkenner und er war es, der den österreichischen Winzern freie Hand beim Anbau der Rebsorten gab. Während seiner Regentschaft gab es auf österreichischem Boden die erste Trockenbeerenauslese. Aber der Wein bekam eine Konkurrenz, gegen die er sich nur sehr schwer behaupten konnte und das war das Bier.

Erst unter Kaiserin Maria Theresia begann man in Österreich im 18. Jahrhundert wieder damit, Reben in großem Stil anzubauen. Ihr Sohn und Nachfolger Kaiser Joseph II. erlaubte den Winzern, ihren Wein im eigenen Haus zu verkaufen und das war die Geburtsstunde des „Heurigen". Nach dem Zweiten Weltkrieg begann Österreich, mit einer Umstrukturierung der Anbauflächen und auch mit modernen Geräten, zu einem geachteten Weinland aufzusteigen.

Der österreichische Wein heute

Obwohl Österreich einige sehr gute Weine zu bieten hat, ist es bis heute nicht gelungen, an die Spitze der Wein exportierenden Länder vorzustoßen. Das liegt allerdings nicht an der Qualität des Weines, sondern vielmehr an den Mengen.

Österreich produziert zwar einen sehr guten Wein, aber davon zu wenig, um in der Welt mitreden zu können. Außerhalb der Alpenregion sind österreichische Weine zu wenig bekannt.

Auf Grund der geringen Anbaufläche ist es auch nicht möglich, ständig neue Spitzenweine zu kreieren, wie das in Frankreich oder Italien der Fall ist.

Die Anbaugebiete

Während in Italien bis auf wenige Ausnahmen praktisch im ganzen Land Wein angebaut wird, beschränkt sich die Anbaufläche in Österreich auf nur einige wenige Regionen.

Das größte unter den österreichischen Weinanbaugebieten ist Niederösterreich. Besonders in der Wachau, im Kremstal, im Donauland und im traditionellen Weinviertel werden zum Teil hochklassige Weine angebaut.

Aber auch die Weine aus der Steiermark und aus dem Burgenland sind über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt.

Vor allem der Wein vom Neusiedlersee und auch die Weine aus dem südlichen Burgenland werden nicht nur von Kennern geschätzt. Eine kleine Rolle spielt der Weinanbau rund um die Hauptstadt Wien.

Die bekanntesten Rebsorten

Neben den trockenen und aromatischen Weißweinen, haben sich in den letzten Jahren auch immer mehr sehr gute Rotweine etablieren können.

Zu den bekanntesten Rebsorten der österreichischen Weißweine gehört mit Sicherheit der Grüne Veltliner, aber auch Muscat-Ottonel und Neuburger sind bekannt und beliebt.

In den letzten Jahren konnten sich auch Pinot-Blanc und Welschriesling immer mehr durchsetzen. Bei den roten Trauben sind Blaufränkisch und Portugieser sehr beliebt, aber vor allem der Blaue Zweigelt gehört zu den Rebsorten, die für einen Spitzenrotwein sorgen.


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