Geschichte des Bieres

Das Bier gehört zu den ältesten, alkoholischen Getränken der Menschheit, denn sein Ursprung reicht bereits Jahrtausende zurück. Wie das Bier eigentlich entdeckt wurde, kann so genau nicht mehr nachvollzogen werden. Ebenso gibt es unterschiedliche Aussagen über den ursprünglichen Entstehungszeitpunkt.

Bier ist eines der ältesten alkoholischen Getränke und reicht weit in die Geschichte der Menschheit zurück.Bier ist eines der ältesten alkoholischen Getränke und reicht weit in die Geschichte der Menschheit zurück. (Foto by: artjazz / Depositphotos)

Allgemeines

Das Bier zählt heute als das Nationalgetränk der Deutschen – kaum woanders werden so viele verschiedene Biersorten hergestellt wie hierzulande. Aber ebenso gehören die Niederlande zu den größten Exporteuren in der heutigen Zeit.

Interessant wäre es da doch, sich einmal auf die Spuren der Geschichte zu begeben und herauszufinden, wann eigentlich das erste Bier gebraut wurde.

Am Anfang war das Getreide

Es wird angenommen, dass etwa 6.000 vor Christi das erste Bier weltweit gebraut wurde. Dabei soll die Entdeckung eine Rolle gespielt haben, dass ein Stück altes Brot, welches im Wasser lag oder aber ein Getreidebrei, der über einige Tage stand, zu gären anfing.

Überliefert ist jedoch die Aussage, das die alten Sumerer, die zwischen Euphrat und Tigris ansässig waren, die damalige Braukunst bereits beherrschten. Durch verschiedenste Veränderungen entstanden Misch- und Dunkelbiere, die als Getränk für Könige sowie Götter dienten.

Die Weiterentwicklung

Als die Babylonier etwa 2.000 vor Christi die Sumerer unterwarfen, übernahmen sie die Kunst des Bierbrauens und kreierten etwa 20 verschiedene Sorten. Sie waren es auch, die bereits erste Markenbezeichnungen entwickelten und die strengen Gesetze über das Reinheitsgebot erließen.

So entwickelte sich das Bier in Babylon zu einem Volksgetränk. In Ägypten zählte es später sogar zu den Grundnahrungsmitteln. Jedoch war der ursprüngliche Alkoholgehalt um einiges niedriger, als es heute der Fall ist.

Der Einzug des Bieres in Europa

Die Ägypter, Griechen und Römer sorgten letztendlich dafür, dass das Bier in Mitteleuropa seinen Einzug erhielt.

Im nördlichen Europa ließen sich damit sogar auf den Feldzügen Feinde besiegen. Die alten Germanen verwendeten als weiteres Würzmittel unter anderem Eschenlaub oder Eichenrinde, um eine weitere Geschmacksrichtung zu entwickeln.

Im Jahr 786 wurde erstmals der Hopfen erwähnt, was zur Folge hatte, dass sich die Mönche in den Klostern des Bierbrauens annahmen. Für sie war die perfekte Möglichkeit geschaffen, mit dem „flüssigen Brot“, wie es damals schon genannt wurde, die Fastenzeit zu überstehen.

Bauern sorgten über Jahrhunderte hinweg dafür, dass das Bier in seinem Geschmack stets mehr verfeinert wurde. Später befassten sich Adlige und das Bürgertum mit der Herstellung des Bieres.

Der Anfang des heutigen Bierbrauens

Die Brauindustrie nach englischem Vorbild hatte etwa um 1800 ihren Anfang, als alte Hausbraurechte mit gewerblichen Brauereien zusammengelegt wurden.

Heute werden mit Gerste und Hefe nach dem strengen Gesetz des Reinheitsgebots und technisch perfektionierten Kesseln große Mengen Bier für die Allgemeinheit hergestellt.


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