Biersorte: Kölsch

Das Kölsch ist besonders in der Region das beliebteste Bier, während es von den Biertrinkern anderer Regionen eher belächelt wird. Zugegebenermaßen muten die Trinkgewohnheiten der Kölner etwas ungewöhnlich an, was jedoch auf die Leichtigkeit des Getränks zurückzuführen ist.

Allgemeines

Bei dem Kölsch handelt es sich um ein helles sowie obergäriges Bier.Bei dem Kölsch handelt es sich um ein helles sowie obergäriges Bier (Foto by: rclassenlayouts / Depositphotos)

Das Kölsch wird ausschließlich in Gläsern mit einem Fassungsvermögen von 0.2 Liter serviert, die Bierform ist schlank mit einem Griff.

Und dies hat seinen ganz bestimmten Grund: direkt nach dem Ausschank beginnt das Kölsch bereits, sein Aroma zu verflüchtigen. Damit jedoch ein gleichbleibender Geschmack möglich ist, werden lediglich kleine Mengen ausgeschenkt.

Kölsch wird selbst heute noch in Holzfässern gelagert und auch das Zapfen ist für die heutige Zeit als ungewöhnlich zu bezeichnen. Denn hierbei kommt ein Zapfhahn ohne Druckgas zum Einsatz.

Geschichte des Kölsch

Das ursprüngliche Kölsch ist auf eine Biertradition aus dem Jahr 873 zurückzuführen, in denen die Stadt zu einem der Bierbrauzentren gehörte. Vor allem Hausbrauereien waren zu damaliger Zeit in einer überdimensionalen Anzahl zu finden.

Jedoch unterschied sich das Brauen damals sehr deutlich von dem Brauen nach dem deutschen Reinheitsgebot. So wurden weder Hopfen noch Hefe verwendet, das Bier gelang oder eben auch nicht.

Im 16. Jahrhundert fand die Hefe, welche für die alkoholische Gärung verantwortlich ist, seine erstmalige Verwendung. Aber noch immer war das Gelingen nicht garantiert.

In der heutigen Form existiert das Kölsch erst seit etwa 100 Jahren, als die Eismaschine erfunden wurde, welches sich für die Brauerei verwenden ließ, und die ersten Aktienbrauereien die ursprünglichen Haubrauereien vom Kölsch-Markt verdrängten. Das Kölsch erhielt eine hochwertige Qualität, welche gleichbleibend war.

Charakteristik des Kölsch

  • Bei dem Kölsch handelt es sich um ein helles sowie obergäriges Bier mit einer Stammwürze von circa 11,3 Prozent sowie einem Alkoholgehalt von knapp 5 Prozent.
  • Untypisch für die obergärige Hefe ist, dass das Bier mit einer niedrigen Temperatur gebraut wird.
  • Der Geschmack des Kölsch ist als frisch, aber dennoch leicht herb zu bezeichnen.
  • Mittlerweile wird unter einem alten sowie einem neuen Kölsch unterschieden. Das alte Kölsch war dunkel, verfügte über kaum Schaum und besaß lediglich eine kurze Haltbarkeit. Dafür war der Alkoholgehalt höher als bei der heutigen Variante. Das neue Kölsch ist hell in der Farbe, der Schaum hält sich wesentlich länger und auch die Haltbarkeit kann als lang bezeichnet werden.

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