5. Schritt - Abfüllen des Sudes

Nach dem Gärprozess handelt es sich um ein sogenanntes Jungbier, welches noch eine Nachgärung durchlaufen muss, um den endgültigen, vollen Biergeschmack zu entfalten. Dieser Prozess setzt jedoch erst nach dem Abfüllen in die geeigneten Behältnisse ein.

Das Abfüllen

Der eigentliche Hauptgärprozess ist nun abgeschlossen, so dass jetzt das Jungbier, welches durch den Gärungsprozess entstanden ist, abgefüllt werden kann. Während in einer Brauerei als nächstes der Schritt des Filterns erfolgt, kann in diesem Fall das Bier direkt in die entsprechenden Behältnisse umgefüllt werden. Der Grund ist darin zu sehen, dass mithilfe des Bierkits ein Hopfenkonzentrat und kein frischer Hopfen verwendet wurde. Es ist daher kaum zu erwarten, dass sich viele Rückstände oder Schwebeteilchen nach dem Gärprozess im Bier befinden werden. Auch die verwendete Hefe hinterlässt kaum Rückstände, so dass umgehend das Abfüllen durchgeführt werden kann. Hierzu sind entweder ein Bierfass oder Bierflaschen geeignet. Für das Abfüllen lässt sich der Hahn am Gärbehälter nutzen. Häufig wird jedoch ein Abfüllrohr in den Bierkits mitgeliefert. Um die Bierflaschen zu verschließen, ist in den Bierkits neben den Korken auch das perfekte Verschlusssystem enthalten. Darüber hinaus ist eine entsprechende Gebrauchsanweisung für das Verschließen der Behältnisse inbegriffen.

Nach dem Gären ist vor dem Gären

Wurde das Bier in die gewünschten Behältnisse abgefüllt, erfolgt der Prozess der Nachgärung. Hierbei bildet sich die Kohlensäure, die sich für die Bildung des Bierschaums verantwortlich zeichnet. Aber ebenso ist die Nachgärung für den endgültigen Alkoholgehalt verantwortlich, denn der Zucker setzt sich nun erst endgültig um. Dieser Vorgang kann zweifelsohne einen Zeitraum von vier Wochen beanspruchen. Wurde das Bier in Flaschen abgefüllt, lässt sich der Fortgang perfekt kontrollieren. Denn ist die Nachgärung abgeschlossen, muss beim Öffnen der Flasche das typische Erkennungszeichen „Plöpp“ zu hören sein. Ist dies nicht der Fall, dann ist die Nachgärungsphase noch nicht beendet. Sicherlich lässt sich auch dieses Bier bereits genießen, jedoch dürfte es noch ein deutlich süßeres Aroma vorweisen. Weiterhin ist noch nicht genügend Kohlensäure vorhanden.

Der Nachgärungsprozess ist beendet

Es schadet nicht, dem Bier selbst nach dem Nachgärungsprozess noch einige Zeit zu geben, bevor es verkonsumiert wird. Denn dies trägt zur vollen Geschmacksentfaltung bei. Das Bier sollte in jedem Fall kühl und dunkel gelagert werden, was einen wichtigen Faktor für die Haltbarkeit darstellt. Allerdings ist jede weitere Reifezeit auch eine Frage des individuellen Geschmacks.

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