4. Schritt - Beginn der Gärung im Garbehälter

Nachdem alle Zutaten vermischt und aufgelöst sind, ist die eigentliche Arbeit des Hobbybrauers getan, denn jetzt beginnt der Gärprozess. Auch wenn der Hobbybrauer mit einem Bierkit arbeitet, so dauert der Gärprozess genauso lang wie bei jedem anderen Bier.

Während der Gärung kann eine Probe zur Verkostung entnommen werden.Während der Gärung kann eine Probe zur Verkostung entnommen werden. (Foto by: Kzenon / Depositphotos)

Die Dauer des Gärungsprozesses

Vielfach besteht die Annahme, dass das Bierbrauen wesentlich schneller geht, wenn mit einem Bierkit gearbeitet wird. Dem ist aber bei weitem nicht so, denn der Gärprozess nimmt genau so viel Zeit in Anspruch wie bei jedem anderen Bier, welches in einem Profiverfahren gebraut wird.

In der Regel ist von etwa anderthalb Wochen auszugehen, bevor das Bier abgefüllt werden kann. Je nachdem, mit welchem Gärbehälter gearbeitet wird, ist der Decke entweder nur lose auf den Deckel aufzulegen oder aber fest zu verschließen. Ersteres ist nur dann anbefohlen, wenn sich in der Mitte kein Gärverschluss befindet, durch den das CO2, welches sich während des Gärprozesses bildet, entweichen kann.

Vorbereitung

Um den Biersud von möglichen Verunreinigungen freizuhalten, muss ein Gärbehälter mit Gärverschluss gewählt werden.

Nun muss noch das Gärröhrchen angebracht werden, welches vorab mit etwa 1/3 Wasser zu füllen ist. Das Wasser sorgt dafür, dass zwar das CO2 entweichen, aber keine Umgebungsluft zurück in den Gärbehälter gelangen kann, welches zu Bakterien führen könnte.

Das Röhrchen wird mit der beigefügten Gummidichtung in das Loch des Deckels eingesetzt und schließt somit den Sud absolut luftdicht ab.

Der Gärprozess kann beginnen

Der Gärbehälter ist nun an einem gesonderten Ort aufzubewahren. Bei obergäriger Trockenhefe sollte die Umgebungstemperatur 20 Grad betragen, bei untergäriger Hefe dürfen 13 Grad nicht überschritten werden.

Während des Hauptgärungsprozesses wird sich bei einer obergärigen Hefe Schaum an der Oberfläche bilden, der gegen Ende stets weiter absackt. Dieser kann mehr oder weniger dick ausfallen. Sobald Kohlensäurebläschen an der Oberfläche erscheinen, ist der Hauptgärungsprozess in vollem Gang.

Natürlich kann auch eine Probe zur Verkostung entnommen werden. Diese muss zunehmend nach weniger Zucker, aber mehr Alkohol schmecken, wenn die Hauptgärung eingesetzt hat.

Gärungsende

Die Gärung ist dann abgeschlossen, wenn der Schaum weitestgehend entfernt ist und fast keine Gasbläschen mehr erkennbar sind. Die Bierwürzespindel gibt endgültigen Aufschluss über den Beendigungszeitpunkt.

Ebenfalls kann ein Refraktometer verwendet werden, hier sollte das Verhältnis zwischen Zucker- und Alkoholgehalt bei etwa 6 bis 7 Prozent betragen.


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