Weinland Uruguay - Wein aus Uruguay

Uruguay ist noch ein Neuling, wenn es um den Weinanbau auf dem amerikanischen Kontinent geht. Anders als in Argentinien waren es nicht die Spanier und Portugiesen, die als Eroberer den Wein ins Land brachten, in Uruguay fing alles ganz klein an.

Auch in Uruguay importierten die Spanier Ende des 18. Jahrhunderts den Weinbau.Auch in Uruguay importierten die Spanier Ende des 18. Jahrhunderts den Weinbau. (Foto by: Toniflap / Depositphotos)

Die Geschichte des Weins in Uruguay

Uruguay ist ein Spätentwickler, wenn es um Wein geht. Das Land wurde bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts von Indianern bewohnt, die allerdings nach der Eroberung durch die Spanier fast vollständig ausgerottet wurden.

In anderen südamerikanischen Ländern pflanzten die Konquistadoren Reben aus der Heimat an. Auf diese Weise legten sie den Grundstock für den Weinanbau, was ein Land wie zum Beispiel Argentinien heute zu einer Weinnation macht.

Warum die Spanier in Uruguay keinen Wein pflanzten, bleibt bis heute nur Spekulation. Vielleicht war ihnen das Land von der Fläche her zu klein, vielleicht kamen sie aber auch mit den Böden oder mit dem Klima nicht zurecht.

Erst im späten 17. Jahrhundert begann man damit, in Uruguay Wein anzubauen, wenn auch nur mit bescheidenen Mitteln und mit einen eher mäßigen Erfolg. Das änderte sich, als der spanische Einwanderer Pascal Harriagne 1870 ins Land kam. Der Mann aus dem spanischen Baskenland verstand sich sowohl auf den Anbau, als auch auf die Produktion von Wein. Er war es, der nahe der Hauptstadt Montevideo, das erste kommerzielle Weingut aufgebaute.

Aber erst im 19. Jahrhundert wurde Weinbau in einem relativ großen Stil betrieben, wenn auch nur in einer Region rund um Montevideo.

Im 20. Jahrhundert bekam der Weinanbau in Uruguay neue Impulse und zwar durch Einwanderer aus Italien, die eigene Rebsorten mitbrachten und so den Wein um einige Facetten erweiterten.

Der Wein aus Uruguay heute

Wenn es um die Anbaufläche und auch um die Produktionsmenge pro Jahr geht, dann kann man Uruguay mit Neuseeland vergleichen. Es kommen nicht allzu viele Weine aus dem kleinen, südamerikanischen Land, aber diese Weine haben mittlerweile unter Weinkennern einen sehr guten Ruf.

Damit sie ihre Weine besser im Ausland verkaufen konnten, führten die Winzer in Uruguay ein Qualitätssystem nach spanischem Vorbild ein. Diese Innovation war es, die dem Wein schließlich zu seinem internationalen Durchbruch verhalf.

Heute werden in Uruguay gängige und beliebte Rebsorten, vor allem aus Spanien und Frankreich angebaut. Es gibt keinen Schwerpunkt, denn sowohl rote als auch helle Trauben werden zu gleichen Teilen angepflanzt.

Die bekanntesten Anbauregionen

Offiziell gibt es in Uruguay fünf große Anbaugebiete für Wein. Wie viele kleine Flächen es gibt, auf denen nur für den privaten Gebrauch angebaut wird, ist nicht bekannt.

Das größte Anbaugebiet entstand 1992 auf einer Gesamtfläche von 11.000 Hektar, im Mündungsgebiet des Rio de la Plata.

Bekannt sind aber nach wie vor die Weine, die aus den Anbaugebieten rund um die Hauptstadt Montevideo kommen.

Auch aus Canelones und San José kommen mittlerweile Spitzenweine, die überall auf der Welt gerne getrunken werden.

Auf die Anbauflächen am Rio Negro wird heute mehr und mehr das Augenmerk der großen Weinproduzenten in Uruguay gelegt, denn hier herrscht ein mediterranes und feuchtes Klima, das besonders für Wermut und schwere Rotweine geeignet ist.

Zu den kleineren Anbaugebieten gehören Colonia, Soriano, Paysandú, Florida und Durzno. Sie sorgen für einen guten, trockenen Weißwein, denn diese Anbauflächen liegen rund 600 m über dem Meeresspiegel, auf einer Hochebene mitten in der Pampa, an der Grenze zum Nachbarland Argentinien.

Die besten Rebsorten

Sehr beliebt ist bei den Winzern in Uruguay die einheimische Traube Vino Seco, ein gelungener Verschnitt aus weißen und roten Trauben, die zu einem süßen Erfrischungsgetränk verarbeitet werden.

Aber auch die Klassiker wie Cabernet, Sauvignon Blanc, Barbera, Pinot Blanc und Sémillion werden im großen Stil angebaut.

Die Italiener haben einst den Trebbiano mitgebracht, der heute noch angebaut wird und auch die russische Rebsorte Isabella ist bekannt und beliebt.


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