Biersorte: Lager

Das Lagerbier ist nicht mehr überall in Deutschland populär, was zur Folge haben dürfte, dass nicht jedem Verbraucher klar ist, woher der Ausdruck Lager eigentlich stammt. Aber in einigen Regionen hat diese Biersorte noch heute eine überaus große Anhängerschaft.

Das untergärige Lagerbier (=Exportbier) ist neben Pils und Weißbier der beliebteste deutsche Bierstil.Das untergärige Lagerbier (=Exportbier) ist neben Pils und Weißbier der beliebteste deutsche Bierstil. (Foto by: bhofack2 / Depositphotos)

Allgemeines

Das Lagerbier gehört in der heutigen Zeit nicht mehr unbedingt zu den Sorten, welches eine breite Masse anspricht. Vielmehr hat es seine Stammanhängerschaft, was seinen festen Platz in der derzeitigen Bierlandschaft nach wie vor berechtigt.

Vor allem in den Regionen Bayern, Ruhrpott und Baden-Württemberg gehört es zu den bevorzugten Sorten, die bei keinem Essen fehlen dürfen.

Wie das Lager zu seinem Namen kam

Im 19. Jahrhundert wurden alle untergärigen Biere als Lagerbier bezeichnet, die über eine Stammwürze von bis zu 14 Prozent verfügten. Ebenfalls ist der Alkoholgehalt mit bis zu 5,6 Prozent als etwas höher einzustufen.

Dabei zeichnet sich der Geschmack durch ein leichtes und süffiges Aroma aus, da hier auf ein besonders ausgewogenes Verhältnis der Hopfensorten geachtet wurde.

Der Name Lager wurde daher vergeben, weil durch die stärkere Einbrauung eine längere Haltbarkeit erreicht werden sollte. Dies war besonders dann wichtig, wenn das Bier dem Export in ferne Länder zugeführt werden musste und schon aus diesem Grund eine längere Lagerzeit für den weiten Transportweg benötigt wurde.

Eine weitere, möglicherweise bekanntere Bezeichnung für das Lagerbier dürfte „Exportbier“ sein.

Herstellung und Aussehen

Grundsätzlich wird unter helles sowie dunkles Lager unterschieden, wobei vor allem die hellen Sorten weiter verbreitet sind.

Das Aussehen ist kristallen mit einer hellen, gelblichen Farbgebung. Aus diesem Grund wird es vielfach als „Helles“ bezeichnet.

Für den Brauprozess werden, wie es bei allen untergärigen Bieren Gültigkeit hat, besonders niedrige Temperaturen benötigt. Schon daher ist es kaum verwunderlich, dass sich die meisten Brauereien im Alpengebiet mit der Herstellung von Lager beschäftigten, denn dort konnten sie sich das natürliche Eis der Bergwelt zu Nutze machen.

Über die Sommermonate wurde das Lager in Felsstollen eingelagert und erhielt so seinen charakteristischen Geschmack. Ab dem Herbst war es dann trinkfähig und wurde bis ins Frühjahr hinein verköstigt.

Optimale Trinkvoraussetzungen

Sehr häufig wird das Lager als Schankbier ausgegeben, so dass es in den bevorzugten Gebieten in Gaststätten sowie in Kneipen zu finden ist.

Typischerweise wird diese Biersorte aus einem Becherglas oder einem Bierseidel mit Griff getrunken.

Die beste Trinktemperatur, damit sich das volle Aroma entfalten kann, aber dennoch die Frische des Bieres bestehen bleibt, ist an allen anderen Biersorten angelehnt, denn sie liegt bei etwa 8 Grad.


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