Welches Glas zu welchem Bier?

Für viele Verbraucher mag Bierglas gleich Bierglas sein. Dies ist allerdings ein Irrglaube, wie der echte Bierkenner weiß. Jede Biersorte benötigt sein ganz spezielles Bierglas, damit sich das volle Aroma entfalten kann und die Krone das gewünschte Aussehen erhalten wird.

Nur in einem Glas kann Bier sein volles Aroma entfalten - und was wäre ein Bier ohne Schaumkrone.Nur in einem Glas kann Bier sein volles Aroma entfalten - und was wäre ein Bier ohne Schaumkrone. (Foto by: Valentyn_Volkov / Depositphotos)

Allgemeines

Zuerst einmal sei gesagt, dass Bier grundsätzlich aus einem Glas genossen werden sollte. Gegenüber den anderen Trinkmethoden hat dies den Vorteil, dass eine bessere Kontrolle über die Schaumkronenbildung möglich ist und außerdem sieht der Biergenießer, was er trinkt.

Theoretisch bedeutet dies, dass aus jedem sauberen Glas Bier getrunken werden könnte. Praktisch wurden die spezialisierten Biergläser dazu entwickelt, dem Bier bei der Aromaentfaltung zu helfen und zur Bildung der perfekten Schaumkrone.

Wer nicht über den entsprechenden Platz verfügt, kann auf den altbekannten Willibecher oder dem, noch recht jungen Teku-Glas zurückgreifen. Mittlerweile wird es sogar zugelassen, besonders außergewöhnliche Biersorten, aus einem Weinglas zu trinken (naja).

Die bekanntesten Biergläser

Natürlich gibt es einige bekannte Biergläser, die sehr beliebt sind:

Zu den bekanntesten Gläsern gehört die Pilstulpe, da die Bierart Pils am meisten getrunken wird. Hierbei handelt es sich um ein schmales, aber hohes Glas in Form einer Tulpe. Vielfach werden alternativ die Pokale für das Pils genutzt, die etwas kleiner, aber dafür bauchiger geformt sind.

Zu den klassischen Varianten gehört der Bierseidel, bei dem es sich um einen Krug aus dickem Glas mit Griff handelt. Sein Vorteil ist darin zu sehen, dass es sich besonders gut anstoßen lässt.

Der Steinkrug kann ohne weiteres als der Urvater aller Biergläser und der Vorreiter des Bierseidels bezeichnet werden. Jedoch hat der Steinkrug fast keine Verwendung mehr. In der Regel sind sie lediglich zu Repräsentationszwecken zu finden, hier gibt es Variationen mit und ohne Deckel.

Sonderformen der Biergläser

Jedem dürften vom Oktoberfest die Maßkruge bekannt sein, die bereits leer ein Gewicht von einem Kilo vorweisen. Umso mehr weiß man die Leistung der Damen zu würdigen, die während des Festes bis zu 10 Maß gleichzeitig transportieren können.

Ebenfalls gehört das bayrische Weißbier zu den beliebten Biervarianten, welches aus einem hohen, geschwungenen Glas getrunken wird. Das Fassungsvermögen beträgt eine komplette Flasche von einem halben Liter, wobei es auf ein schräges Einschenken kommt, da Weißbier zur extremen Schaumbildung neigt.

Für die typische Berliner Weiße (mit oder ohne Schuss) eignen sich die Pokale, die bereits als eine flache Schale anzusehen sind. Hierbei spielt die Schaumbildung kaum eine Rolle.

Zu guter Letzt soll die Kölschstange nicht unerwähnt bleiben, bei dem es sich um ein schmales Glas in Zylinderform handelt und welches perfekt für ein zügiges Nachzapfen ist.


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