Biersorte: Schwarzbier

Das Schwarzbier ist ein Bier in seiner ursprünglichsten Form, welches vermehrt Anhänger unter den Bierkennern findet, und dies besonders seit der Wiedervereinigung. Auch wenn es der Name vielleicht vermuten lässt, so handelt es sich beim Schwarzbier keineswegs um ein Starkbier.

Allgemeines

Bei dem Schwarzbier handelt es sich um ein sehr dunkles Bier, welches besonders in den neuen Bundesländern gebraut wurde. Dieser Umstand kann einem geschichtlichen Hintergrund zugeschrieben werden. Allerdings wurde zu DDR-Zeiten kaum Schwarzbier verkonsumiert, da dieses fast ausschließlich zu Exportzwecken hergestellt wurde. Hauptabnehmer war seinerzeit Ungarn. Aber selbst in den alten Bundesländern wurde in der Gegend des Niederrheins sowie in Süddeutschland Schwarzbier gebraut. Hierbei handelte es sich um dunkles Exportbier, dunkles Hefeweizen oder das Lagerbier. Die besonders kräftige, schwarze Färbung erhält das Schwarzbier durch die Verwendung von speziellen Röstmalzen. Während es früher als obergäriges Bier gebraut wurde, ging die Entwicklung immer mehr dazu hin, dass untergärige Hefen ihre Verwendung fanden. Selbstverständlich wird auch hier das Deutsche Reinheitsgebot in seinem ganzen Umfang eingehalten.

Geschichte und Besonderheiten vom Schwarzbier

Den Ursprung fand das Schwarzbier im Jahr 1543 in Brandenburg, Sachsen und Thüringen. Hier wurde es zumindest erstmalig urkundlich erwähnt. Allerdings kommt das älteste Schwarzbier aus Braunschweig und wurde dort bereits im Jahr 1390 erstmals namentlich erwähnt. Noch bis vor 100 Jahren wurde ausschließlich Schwarzbier getrunken, denn erst durch die Verwendung von modernsten Brau- und Mälztechniken war es möglich, helle Biersorten herzustellen, bei denen weniger stark geröstetes Malz genutzt werden konnte. Allerdings hatte die neue Technologie zum Nachteil, dass die Schwarzbiere fast vollständig vom Markt verdrängt wurden. Sie entwickelten sich stets mehr zu den regionalen Spezialitäten, die jedoch nicht überall erhältlich waren. Erst, als die Mauer fiel, erinnerte man sich wieder an die alte Braukunst, die in Ostdeutschland stets weiterlebte. Heute gehört sie zu den urtypischen Spezialitäten der ehemaligen DDR.

Charakteristik

Das untergärige Schwarzbier enthält eine Stammwürze von mindestens 11 Prozent und einen Alkoholgehalt von rund 5 Prozent. Das vollmundige, spritzige Bier kann in keine eindeutige Geschmackscharakteristik einsortiert werden, was möglicherweise gerade seine besondere Beliebtheit ausmacht. Als optimale Trinktemperatur gelten 8 Grad und typischerweise wird es aus speziellen Schwarzbiergläsern, die an Pokale erinnern, genossen.

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