Indirektes Grillen: Kugelgrill

Beim indirekten Grillen liegt das Fleisch oder das Gemüse nicht direkt über der Glut, sondern daneben. Man braucht einen geschlossenen Grill, damit sich die Hitze gleichmäßig verteilen kann. Das Grillgut wird gleichmäßig von Hitze umströmt und muss kaum gewendet werden.

Durch indirektes Grillen wird das Grillgut besonders saftig und zart.Durch indirektes Grillen wird das Grillgut besonders saftig und zart. (Foto by: alexraths / Depositphotos)

Im Gegensatz zum direkten Grillen liegt das Grillgut beim indirekten Grillen nicht über der Glut, sondern daneben.

Das Prinzip ähnelt dem Garen im Heißluftbackofen, doch trägt die Hitzequelle des Grills erheblich zum Geschmackserlebnis bei. Die Hitze der Glut umströmt das Grillgut und wird vom Deckel zurückgeworfen, sodass sie sich gleichmäßig verteilen kann.

Indirektes Grillen dauert länger als direktes, dafür wird das Fleisch besonders zart und weich – optimal für große Fleischstücke oder ganzes Geflügel. Am besten eignet sich ein klassischer Kugelgrill zum indirekten Grillen.

So funktioniert indirektes Grillen im Kugelgrill

Ein Kugelgrill besteht aus zwei Halbkugeln, wobei die untere Hälfte die Grillroste sowie die Kohle aufnimmt und die obere Hälfte als Deckel fungiert.

Ein spezieller Ring regelt die Luftzufuhr. Ein Messbecher hilft beim Portionieren der Kohle und der Aschetopf fängt rieselnde Kohlereste auf. Eine Aluschale fängt das tropfende Fett auf.

Die Luftzufuhr ist insofern besonders wichtig, da dadurch die Hitze im Grill reguliert wird. Je mehr Luft hineinströmt, desto heißer brennt die Kohle im Inneren. Auf der rechten und linken Seite des unteren Grillrosts befinden sich spezielle Halter, die Zonen für die Kohle abtrennen und dafür sorgen, dass die Mitte frei bleibt. In diese Mitte kommt eine Auffangschale für das abtropfende Fett.

Über den unteren Grillrost wird ein zweites eingesetzt, auf dem dann das Grillgut platziert werden kann. Im Deckel befindet sich ein Abluftregler, der normalerweise die ganze Zeit offen steht.

Ein Anzündkamin ist ein unverzichtbarer Helfer für das optimale Erhitzen der Kohle.

Vorbereitung

Ein Kugelgrill eignet sich gut, um die indirekte Grillmethode anzuwenden.Ein Kugelgrill eignet sich gut, um die indirekte Grillmethode anzuwenden. (Foto by: stefanocarocci / Depositphotos)

Man füllt eine abgemessene Menge Kohle (ein Messbecher für jede Seite) in den Anzündkamin und legt Grillanzünder auf den unteren Grillrost.

Danach wird der Anzündkamin auf die brennenden Grillanzünder gestellt und abgewartet, bis die Kohle heiß genug ist. Die von unten nachströmende Luft erzeugt einen Sog, der die Kohle gleichmäßig von allen Seiten durchglühen lässt.

Sind die Briketts ausreichend durchgeglüht, werden sie in den beiden Kammern verteilt. Nun muss nur noch die Alu-Auffangschale zwischen die Briketts gestellt und der obere Grillrost eingesetzt werden.

Tipps für Fortgeschrittene

Für die optimale Temperatur im Inneren ist ein Thermometer unerlässlich. Jedes Anheben des Deckels verlängert die Garzeit um etwa zehn Minuten, da die Hitze entweicht und sich erst wieder im Inneren sammeln muss.

Man kann den Abluftregler im Deckel gegen Ende der Garzeit schließen, um zum Beispiel die Hähnchenhaut schön kross zu bekommen. In die Abtropfschale kann man Kräuter hineinlegen und das abtropfende Fett als Grundlage für Soßen nutzen.

Das sollte man noch wissen

Eine große Rolle spielt die Qualität der verwendeten Briketts, denn je hochwertiger diese sind, desto höher ist ihr Brennwert und desto weniger stauben sie. Die Briketts sollten optimaler Weise aus Buche sein, eine grobe Körnung aufweisen und nicht zu sehr abfärben.

Es sollte stets beachtet werden, dass unterschiedliche Fleischsorten unterschiedliche Kerntemperaturen zum Garzeitpunkt aufweisen.


Bewertung: Ø 5,0 (1 Stimme)

Das könnte Sie auch interessieren

Kistenbratl

Kistenbratl

Beim Grillen kommt das Grillgut in eine Kiste, die verschlossen wird und auf der Holzstücke angezündet werden.

weiterlesen...

User Kommentare