3. Schritt – Läutern

Nun last sich bereits erahnen, dass das Gebräu schon bald ein Bier werden wird, den die ersten Ähnlichkeiten sind bereits vorhanden. Aber noch ist die Maische nicht genießbar und verfügt bisher nicht über das gewünschte Aroma, sondern benötigt weitere Verarbeitungsschritte.

3. Schritt – Läutern Beim Läutern wird die Maische gefiltert. (Foto by: aetb / Depositphotos)

Das Bier wird erkennbar

Das Maischen war ebenfalls ein ganz wichtiger Schritt, um aus dem Anfangsrohstoff Malz ein leckeres, trinkbares Bier werden zu lassen. Rein äußerlich lässt sich bereits erahnen, dass das Endprodukt Bier sein wird, welches ganz nach dem eigenen, individuellem Geschmacksempfinden gebraut wurde.

Jedoch ist es in dieser Form noch wenig schmackhaft und verfügt auch nur über wenig Aroma, sondern benötigt die nächsten Verarbeitungsprozesse. Für den folgenden Schritt wird die Maische am besten in einen Eimer oder Einkochtopf mit entsprechendem Schlauch zum Ablaufen umgefüllt.

Das Läutern

Nach der Maische kommt das Läutern. Jedoch hat dies nichts mit dem Läuten zu tun. Vielmehr ist dies der Fachbegriff, den die Brauer verwenden, wenn sie eine Flüssigkeit filtern. Denn das Malz befand sich während der kompletten Zeit in der Flüssigkeit und konnte so auf enzymischen Weg die Stärke abgeben, die dann in Zucker verwandelt wurde. Nach dem Maischen ist der verbliebene Malzrest für die Bierherstellung unbrauchbar und muss entfernt werden.

In der Fachwelt des Brauens wird das Malz nun als Treber bezeichnet. Er besteht hauptsächlich aus Getreideschalen, Ballaststoffen, Eiweiß und noch etwas Restzucker. Entsorgt werden muss Treber nicht zwingend – im Gegenteil, er lässt sich vielseitig weiterverwenden. Sehr häufig wird Treber als Futtermittel für Kühe, Schweine oder Hühner genutzt. Er ist nahrhaft und enthält viele Ballaststoffe und Proteine. Wichtig ist, ihn frisch zu verfüttern oder rasch zu trocknen, da er schnell schimmeln kann. Treber kann auch in der Küche weiterverarbeitet werden, zum Beispiel für Brot und Brötchen, Pizza- oder Nudelteig, Müsliriegel oder Kekse. Wenn keine kulinarische oder tierische Nutzung möglich ist, eignet sich Treber sehr gut für den Kompost. Er ist organisch und zersetzt sich schnell, sollte aber mit trockenem Material (Laub, Papier, Stroh) gemischt werden.

Der Einkochtopf kommt zum zweiten Einsatz

Die verbleibende, durchgefilterte Flüssigkeit, die nun als Würze bezeichnet wird, wird in der Brauerei in einer Würzepfanne aufgefangen. Im Heimbereich ist es wiederum der Einkochtopf.

Jedoch wird der Vorgang des Läuterns mehrfach durchgeführt werden müssen, denn mit jedem Filtervorgang wird die Würze die nötige Klarheit erhalten. Dies lässt sich durch einen Filterkuchen erreichen, der sich automatisch aufbauen wird. Wenn die Würze wieder in den Eimer oder Einkochtopf zurückgegeben werden muss, sollte sie durch eine Schaumkelle zurückgeführt werden, damit nicht erneut zu viel Trübstoffe aufgewirbelt werden. Der Filterkuchen, hat weiterhin die Wirkung, dass sich der endgültige Stammwürzegehalt aufbaut


Bewertung: Ø 2,0 (3 Stimmen)

User Kommentare

il-gatto-nero

Dass man den Treber wegwerfen muss falls man es nicht an Tiere verfüttern kann ist nicht richtig. Man kann mit dem Treber auch gut zum Brotbacken verwenden.

Auf Kommentar antworten

GuteKueche

Danke für den Hinweis. Da haben Sie recht, die Info haben wir nun im Artikel eingefügt. Herzliche Grüße Das Gutekueche.de-Team

Auf Kommentar antworten