Kugelgrill

Wer regelmäßig grillt und einen eigenen Garten sein eigen nennt, kann etwas mehr Geld in die Hand nehmen und in einen Kugelgrill investieren. Damit ist es möglich, nicht nur direkt zu grillen wie beim normalen Holzkohlegrill, sondern auch indirekt.

Ein Kugelgrill ist ein Grill mit Deckel, dessen Garraumform einer Kugel bzw. einem Kessel ähnelt.Ein Kugelgrill ist ein Grill mit Deckel, dessen Garraumform einer Kugel bzw. einem Kessel ähnelt. (Foto by: aruba2000 / Depositphotos)

Der Kugelgrill ist eine spezielle Form des Holzkohlegrills. Er kombiniert einige Vorteile des Holzkohlegrills mit den Vorzügen anderer Grillarten. Mit einem Kugelgrill ist nämlich sowohl direktes als auch indirektes Grillen möglich. Fleisch, Fisch und Gemüse lassen sich so besonders schonend und gesund garen und dennoch weisen sie den besonderen aromatischen Geruch von Grillgut eines Holzkohlegrills auf.

Funktionalität des Kugelgrills

Im Wesentlichen funktioniert der Kugelgrill so wie ein „normaler“ Holzkohlegrill auch. Brennmaterial wie Holzkohle oder Grillbriketts wird mithilfe von Grillanzünder entzündet und brennt dann unter ausreichend Luftzufuhr solange vor sich hin, bis sich ausreichend tiefrote Glut gebildet hat.

Sobald alle Flammen erlöscht sind und die Glut bereit ist, kann es losgehen mit dem Grillen. Es ist aber immer darauf zu achten, dass sich keine neuen Flammen bilden, was vor allem dann passieren kann, wenn Fett in die Glut tropft. Weil es dadurch auch zur Entwicklung von gesundheitsschädlichen Stoffen kommen, sollten am besten Alu-Grillschalen verwendet werden, in welchen sich das Fett sammelt.

Liegt das Grillgut auf dem Grill und ist der Deckel geschlossen, so gart das Grillgut nicht nur von unten, sondern von allen Seiten. Dadurch wird es schneller gar und bleibt saftiger.

Vorteile

Auf der Seite der Vorteile ist gar nicht allzu viel aufzuführen. Der Holzkohlegrill hat eine sehr lange Tradition und gehört für viele zum Sommer einfach dazu. Das unvergleichliche Aroma des Grillgutes, das auf einem Holzkohlegrill zubereitet wurde, ist halt einfach durch nichts zu ersetzen.

Nachteile

Auf der Seite der Nachteile ist hier die Entwicklung von gesundheitsschädlichen Stoffen zu erwähnen, die im Verdacht stehen, krebserregend zu wirken. Hintergrund ist die Tatsache, dass Fett aus dem Grillgut auf die glühend heiße Grillkohle tropft, was sich durch den Einsatz von Alu-Grillschalen weitestgehend vermeiden lässt.

Weitere Nachteile sind die langen Vorheizzeiten der Holzkohlegrill sowie die zum Teil störende Rauchentwicklung. Deshalb ist das Grillen mit Holzkohle oder Grillbriketts auch auf vielen Balkonen von Mietshäusern nicht erlaubt. Aber auch da, wo es erlaubt ist, sollten rechtzeitig die Nachbarn vorgewarnt werden.

Außerdem sollte gerade auf einem kleinen Balkon unbedingt äußerst vorsichtig mit dem Feuer und der heißen Glut umgegangen werden.

Mit einem Kugelgrill ist nämlich sowohl direktes als auch indirektes Grillen möglich.Mit einem Kugelgrill ist nämlich sowohl direktes als auch indirektes Grillen möglich. (Foto by: belchonock / Depositphotos)

Beim Kauf zu beachten!

Für Auswahl und Kauf eines Kugelgrills gelten in etwa die gleichen Anforderungen wir für einen offenen Holzkohlegrill. Da die Kugelgrills meist etwas größer und unhandlicher sind und stets im Garten stehenbleiben, sollte man unbedingt darauf achten, dass sie wetterfest sind und nicht rosten. Edelstahl ist hier klar zu bevorzugen, wenn auch teurer. Außerdem sollte man auf eine gute Stabilität achten und darauf, dass der Grillrost aus Edelstahl sich leicht reinigen lässt. Heutzutage sind die Grillroste meist spülmaschinengeeignet.

So grillt man richtig mit dem Kugelgrill

Um einen optimalen Durchzug zu gewährleisten, wird am besten ohne Deckel vorgeheizt. Nur so kann das Feuer seine Wirkung entfalten und das Brennmaterial durchglühen.

Ist der Kugelgrill bereit, was wie beim Holzkohlegrill mind. 15 Minuten, oft aber auch bis zu 45 Minuten dauern kann, so wird das Grillgut aufgelegt und der Deckel geschlossen.

Fleisch und Bratwürste gehören dabei mittig auf den Rost, während Fisch, Gemüse und Käse eher außen gegrillt werden. Aufgrund der indirekten Hitze ist das Grillgut schneller gar als beim offenen Holzkohlegrill.


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