Stevia, das gesunde Süßkraut

Sie süßt 30-mal besser als konventioneller Rübenzucker, enthält aber 300-mal weniger Kalorien als die süßkraftentsprechende Menge normalen Haushaltszuckers: Stevia. Seit Jahrhunderten bekannt, wurde sie bereits von den südamerikanischen Ureinwohnern als Süßungsmittel und Heilkraut verwendet. Jetzt ist sie auch bei uns „im Kommen“ - die süße Pflanze mit den wunderbaren Eigenschaften.

Rein äußerlich hat die Steviapflanze Ähnlichkeit mit der Pfefferminze.Rein äußerlich hat die Steviapflanze Ähnlichkeit mit der Pfefferminze. (Foto by: jochenschneider / Depositphotos)

Stevia - die Tropenpflanze

Stevia rebaudiana, auch als Zuckerkraut bekannt, ist eine buschig wachsende Pflanze von circa 70 bis 100 Zentimetern Wuchshöhe.

Ihre ursprüngliche Heimat ist Südamerika, wo sie speziell in Paraguay bereits seit Jahrhunderten genutzt wird.

Die Stevia-Pflanze ist aufgrund ihrer subtropischen Herkunft sehr wärmeliebend und nicht winterhart. Als Kulturpflanze wächst sie zwar auch in unseren Breiten, wird hier aber gewöhnlich als einjähriges Gewächs kultiviert.

Charakteristisch für die Stevia-Pflanze ist ihre geringe Keimrate, die auch bei optimalem Saatgut nur bei circa 12 bis 15 Prozent liegt. Grundsätzlich keimen Stevia-Samen nur innerhalb von sechs Monaten nach ihrer Gewinnung. Samen, die älter als ein halbes Jahr sind, keimen nicht mehr.

Optisch ist die Stevia-Pflanze an ihren zwei bis drei Zentimeter langen Laubblättern zu erkennen, die gegenständig an der Sprossachse wachsen. Die Blütenkörbchen der Stevia sind weiß und zu sogenannten Trugdolden zusammengefasst.

Die Inhaltsstoffe von Stevia

Stevia wird von der indianischen Bevölkerung Paraguays und Brasiliens bereits seit Jahrhunderten verwendet. Aufgrund ihres durchdringend süßen Geschmacks kam sie von jeher als Genussmittel und Heilpflanze zum Einsatz.

Moderne Analyseverfahren haben in den Blättern der Stevia rebaudiana mehr als 100 pflanzliche Wirkstoffe festgestellt. Für den süßen Geschmack des Stevia-Krautes sind acht verschiedene Glycoside verantwortlich. Die wichtigsten davon sind:

  • Steviosid
  • Rebaudiosid A
  • Rebaudiosid C
  • Dulcosid

Stevia in der Küche

Steviosid-Pulver eignet sich hervorragend zum Kochen und Backen.Steviosid-Pulver eignet sich hervorragend zum Kochen und Backen. (Foto by: HandmadePicture / Depositphotos)

Stevia kann selbst angebaut werden. Die Blätter der Pflanze lassen sich hervorragend trocknen und entfalten in Tees oder Limonaden ihren süßen Geschmack.

Stevia kann aber auch als fertiges Präparat gekauft werden. Hier unterscheidet der Handel verschiedene Darreichungsformen, die sich hervorragend für unterschiedlichste Küchenzwecke nutzen lassen. So ist Stevia beispielsweise als getrocknetes Blattwerk erhältlich, in dem noch alle Öle und Pflanzenstoffe enthalten sind. Dieses Blatt-Granulat ist allerdings zum Kochen und Backen weniger gut geeignet, da es sich nicht auflöst und sichtbar als grünbrauner Bestandteil im Gargut erhalten bleibt.

Hervorragend wasserlöslich und somit bestens zum Kochen und Backen geeignet ist das weiße Steviosid-Pulver, das aus dem Blattextrakt der Stevia-Pflanze gewonnen wird. Stevia ist darüber hinaus auch als Flüssig-Süße und als Süßstoff-Tablette erhältlich.

Warum Stevia?

Stevia wirkt sogar positiv auf Blutzucker und Blutdruck und ist für Diabetiker geeignet.Stevia wirkt sogar positiv auf Blutzucker und Blutdruck und ist für Diabetiker geeignet. (Foto by: paloma.palomadelosrios@gmail.com / Depositphotos)

Stevia süßt bis zu 300-mal besser als die äquivalente Menge an Zucker oder Süßstoff, ohne jedoch deren bekannten Nachteile zu zeigen.

Studien bestätigen Stevia stattdessen, dass der natürliche Süßstoff senkend auf Blutzucker und Blutdruck wirkt, die Gefäße erweitert und schädliche Mikroorganismen reduziert. Anders als Zucker hemmt Stevia also die Bildung von Zahnbelag und beugt somit der Entstehung von Karies vor. Zudem ist Stevia auch für Diabetiker geeignet.


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