Frische oder doch getrocknete Kräuter?

Kräuter sind so vielfältig verwendbar: frisch, getrocknet, tiefgefroren oder in Öl bzw. Salz eingelegt. Tiefkühlen lassen sich so gut wie alle Kräuter. Kräuter die getrocknet werden, bewahrt man am besten dunkel und kühl in verschlossenen Gläsern auf.

Gewürze und Kräuter verleihen einer Speise das gewisse Etwas.Gewürze und Kräuter verleihen einer Speise das gewisse Etwas. (Foto by: bit245 / Depositphotos)

Aua: Das falsche Gewürz!

Dass falsche Gewürze genauso wehtun können wie falsche Töne, ist eine alte Weisheit. Wer die Kunst des Würzens beherrscht, kann aus Hausmannskost Feinschmeckergerichte zaubern und einen Salat, eine Sauce oder einen Braten immer wieder neu verwandeln.

Die richtige Dosis

Aber wie würzt man eigentlich richtig? Die richtige Dosis ist bei allen Kräutern und Gewürzen entscheidend. Natürlich hängt die Menge vom persönlichen Geschmack und vom jeweiligen Gericht ab.

Grundsätzlich rechnet man bei frischen zerkleinerten Kräutern pro Portion einen halben bis einen gestrichenen Teelöffel, je nach Intensität des Krautes.

Von getrockneten Kräutern nimmt man nur die Hälfte oder auch nur das Quantum, das man zwischen zwei Fingerspitzen halten kann, die berühmte „Prise“ nämlich.

Pro Portion der Speise wird eine Prise des verwendeten Gewürzes gerechnet.Pro Portion der Speise wird eine Prise des verwendeten Gewürzes gerechnet. (Foto by: DmitryPoch / Depositphotos)

Diese spielt bei der Verwendung von Gewürzen eine große Rolle. Man rechnet pro Portion höchstens eine Prise eines bestimmten Gewürzes. Natürlich gibt es auch Ausnahmen.

Per se kann man aber sagen: Beim Würzen ist ein Zuwenig immer besser als ein Zuviel, denn der Eigengeschmack der Speisen sollte nicht übertönt, sondern nur unterstützt werden. Die Gewürze werden in der Regel an das fertige Gericht gegeben, aber auch hier gibt es Ausnahmen.

Pfeffer und Salz -Gott erhalts

Natürlich denkt man bei Gewürzen zunächst an Pfeffer und Salz. Aber es gibt noch eine Menge Gewürzsorten, die in einem Haushalt nicht fehlen sollten, zum Beispiel Muskatnuss für Eierspeisen, Fleisch, Nudeln, Reisgerichte, Pasteten und Saucen.

Paprika für Fleisch, Gemüse, Käse und vieles mehr.

Auch Currypulver, Lorbeerblätter, Kümmel und Nelken sollten nicht fehlen. Gern finden auch die Kräuter der Provence Verwendung.

Die richtige Lagerung

Einige Gewürze sind lichtempfindlich. Deshalb wählt man sie am besten unzerkleinert aus oder in möglichst kleinen Mengen, die rasch verbraucht werden.

Man sollte Gewürze kaufen, die in lichtundurchlässigen Behältern oder getönten Gläsern angeboten werden und die annähernd luftdicht verschlossen sind. Papiertüten sind ein No-Go, ausgenommen Beutelchen aus Stanniol oder Wachspapier. Gewürze aus solchen Beuteln müssen aber nach dem Öffnen in gut verschließbare Gefäße umgefüllt werden.

Das Aroma getrockneter Kräuter wird noch verstärkt, wenn man sie zuvor mit den Fingern etwas zerreibt.

Frische Kräuter verwenden

Kräuter können sowohl frisch als auch getrocknet verwendet werden.Kräuter können sowohl frisch als auch getrocknet verwendet werden. (Foto by: viperagp / Depositphotos)

An frischen Kräutern wird die Küche gut ergänzt durch Petersilie, Schnittlauch, Basilikum, Majoran, Oregano und Estragon. Eine gute Suppe wird durch Liebstöckel, das auch Maggiekraut genannt wird, abgerundet. Frische Kräuter sollte man vor dem Verwenden stets kalt abbrausen, gut abtropfen lassen, auf einem Küchentuch ausschlagen und erst - unmittelbar ehe sie an das fertige Gericht gegeben werden - zerkleinern.

Fazit

Wo kein Salz ist… Ob geribbelt, gehackt, pulverisiert oder fein geschnitten, Gewürze sind aus unserer Küche nicht wegzudenken. Doch mit einem hat der Volksmund recht, wenn er sagt: Wo kein Salz ist, können Gewürze nicht helfen.


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