Rösten
Braten, Dünsten oder Grillen sind nur einige bekannte Grundzubereitungsarten beim Kochen. Daneben bietet das Rösten vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Nicht nur Kaffebohnen und Nüsse entfalten dabei herrliche Aromen. Diese Garmethode peppt nahezu jedes Gericht auf und regt zudem den Appetit an.

Das Verfahren
Bei diesem Verfahren werden zumeist pflanzliche Lebensmittel, wie Kaffee- oder Kakaobohnen, Samen und Nüsse, ohne die Zugabe von Fett in einer Pfanne oder auf dem Rost bei bis zu 300 °C stark erhitzt.
Dabei bekommen die Lebensmittel eine dunkle Färbung und entfalten, je nach Röstgrad, sogenannte Röstaromen und Bitterstoffe, welche appetitanregend wirken.
Einsatzmöglichkeiten
Gebrannte Mandeln und Nüsse sind besonders zur Weihnachtszeit beliebt. Diese können aber auch leicht gesalzen im Backofen geröstet werden und sind eine herrliche Alternative zu Chips.
In Salaten und für Suppen sehr beliebt sind geröstete Kürbis-, Sonnenblumen- sowie Pinienkerne. Letztere lassen sich mit Basilikum, Parmesan, Olivenöl und Knoblauch zu einem feinen Pesto verarbeiten.
Verschiedene geröstete und kleingehackte Nüsse passen außerdem hervorragend als Kruste für Fisch und Fleisch.
Nicht nur bei deftigen Gerichten kann das Rösten zum Einsatz kommen. Bei gebackenen Süßspeisen und Kuchen schmecken geröstete Mandeln, Hasel- und Walnüsse sowie Kokosraspeln ausgezeichnet. Einfach ausprobieren und beim nächsten Kuchen die verwendeten Nüsse kurz anrösten statt sie roh zum Teig zu geben.

Brot und Gemüse können ebenfalls geröstet werden und dadurch aus einem etwas langweiligen Rezept eine echte Geschmacksbombe zaubern. So kann man ganz einfach eigene Croutons zubereiten. Etwas größere Baguettestücke in etwas Olivenöl angeröstet und mit Salz und Pfeffer gewürzt, bieten die perfekte Grundlage für einen italienischen Brotsalat.
Gemüsesuppen schmecken ebenfalls besonders intensiv, wenn das Gemüse zuvor kurz angeröstet wurde.
Der Begriff Rösten wird regional auch für Grillen und Braten verwendet. Brät man zum Beispiel Fleisch oder Fisch bei hohen Temperaturen in der Pfanne kurz an, so entstehen ebenfalls Röstaromen, die den Geschmack abrunden. Dieser Vorgang sollte schnell von Statten gehen, da das Fleisch und besonders der Fisch sonst trocken werden können. Nach diesem kurzen Anbraten können sie noch einige Zeit im Ofen bei 100 °C -120 °C und ggf. in Alufolie fertiggegart werden.
Was ist zu beachten

- Das Rösten von Nüssen und Samen geschieht ohne Fett.
- Bei Gemüse und Brot können einige Tropfen Öl in die Pfanne gegeben werden.
- Am besten eignet sich eine beschichtete Pfanne.
- Die gerösteten Lebensmittel sollten dabei bei mittlerer Hitze mit einem Pfannenwender aus Holz ein paar Mal umgerührt werden, damit sie gleichmäßig braun werden. Achtung: Gehobelte Mandeln brauchen nicht lange, bis sie fertig sind, deshalb werden sie nur kurz in der heißen Pfanne geschwenkt.
- Die Pfanne sollte genug Platz bieten, um ein gleichmäßiges Rösten zu gewährleisten.
- Werden große Mengen benötigt, können diese gleichmäßig verteilt auf einem Blech bei 180 °C (Ober-/Unterhitze) im Ofen zubereitet werden.
- Kaffeebohnen können ebenfalls selbst geröstet werden. Dafür eignen sich spezielle Kaffeeröster.
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