Koreanische Küche - abwechslungsreich und würzig

Neben dem asiatischen Klassiker Reis hat sich die asiatische Küche vor allem aus der traditionellen Landwirtschaft der koreanischen Insel entwickelt. Eine Besonderheit ist, dass koloniale Einflüsse nur sehr selten zu finden. Die koreanische Küche überzeugt mit einer Geschmacksvielfalt und gesunden Gerichten.

Bei Bibimbap handelt es sich um ein traditonelles koreanisches Gericht mit Gemüse, Reis und Ei.Bei Bibimbap handelt es sich um ein traditonelles koreanisches Gericht mit Gemüse, Reis und Ei. (Foto by: kopachinsky / Depositphotos)

Die koreanische Küche

Die koreanische Küche ist eine historisch gewachsene Vermischung aus zeremoniellen und rituellen Gerichten in Verbindung mit einem starken Blick auf Fermentierung und Haltbarmachung von Produkten.

Meeresfrüchte und Fisch spielen seit jeher eine wichtige Rolle, in den vergangenen Jahrhunderten ist aber auch Fleisch in allen Bevölkerungsschichten sehr beliebt.

Neben Reis spielt vor allem Tofu eine wichtige Rolle in der Küche und wird nicht selten - anders als in Europa, wo es eine Alternative ist - ergänzend zu Fleisch oder Fisch gegessen.

Dazu passt, dass ein nicht unerheblicher Anteil der kulinarischen Entwicklung von Korea in den letzten Jahrhunderten durch japanische und chinesische Einflüsse dominiert wurde.

Tischetikette hat einen wichtigen Stellenwert in Korea

Viele Eigenarten der südkoreanischen Tischkultur lassen sich in dieser oder in einer ähnlichen Form auch im Rest von Asien finden und haben sich in der Regel gegenseitig beeinflusst.

Es gibt jedoch vereinzelte Unterschiede, die gerade bei einem Essen in einer koreanischen Runde beachtet werden sollten, wenn man nicht als unhöflich betrachtet werden möchte - oder eher, wenn man sich mühelos einbringen möchte, denn die Toleranz gegenüber Ausländern am Tisch ist auch in Korea sehr groß.

Neben Klassikern, die man so auch in den westlichen Tischsitten findet - kein Essen mit der Hand anfassen, kein Schnäuzen am Esstisch, kein "Cherry-Picking", also das Suchen nach den kostbarsten Stücken in einer gemeinsamen Schüssel - dominiert in der koreanischen Küche der Respekt gegenüber Älteren. Diese beginnen und beenden das Essen und leiten im Zweifel auch das Tischgespräch. Bei einem Geschäftsessen gilt dieses Prinzip für den nominell Ranghöchsten in der Runde, wobei gerade beim Kontakt mit westlichen Kunden auf solche Dinge in der Regel verzichtet wird.

Die wichtigsten Unterschiede bestehen beim Konsum von Suppen. Das Anheben der Schüsseln an den Mund ist im Gegensatz zu anderen Küchen verpönt. Auch ist das Schmatzen nur bis zu einem gewissen Rahmen toleriert.

Besonders wichtig ist es aber, dass die eigene Portion Reis in jedem Fall aufgegessen wird - diese galt früher als kostbar und die Tradition hat sich daher bis heute gehalten.

Als Banchan werden Gemüsebeilage bezeichnet, die zu gekochtem Reis serviert werden.Als Banchan werden Gemüsebeilage bezeichnet, die zu gekochtem Reis serviert werden. (Foto by: PantherMediaSeller / Depositphotos)

Was ist typische koreanisches Essen? - Die Klassiker der koreanischen Küche

Viele der koreanischen Klassiker haben inzwischen auch den Weg in westliche Restaurants gefunden. Das koreanische Barbeque ist beispielsweise ein Erlebnis, das heute auch in vielen westlichen Metropolen angeboten wird und eine gute Gelegenheit ist, mit anderen Menschen zusammen zu kommen.

1. Bibimbap

Ursprünglich ein Resteessen ist Bibmbap heute das, was man wohl einen Eintopf ohne Flüssigkeit nennt. Fisch, Fleisch, Meeresfrüchte, Tofu, Gemüse und manchmal Reis werden in einer Schüssel serviert.

Hier geht´s zum Rezept: Bibimbap

2. Kimchi

Der fermentierte Kohl in einer Marinade aus Chili, Knoblauch und Essig ist das Nationalgericht Koreas und eine Beilage zu quasi jeder Speise.

Er wird auch in verschiedenen Varianten sowie als Geschmacksrichtung von Chips und anderen Snacks angeboten.

Hier geht´s zum Rezept: Kimchi

3. Banchan

Was Mezze für die griechische und türkische Küche oder Antipasti für die italienische Küche ist, das ist Banchan für die koreanische Küche. Verschiedene Vorspeisen, die als Hauptspeise serviert werden - auch hier ist Kimchi natürlich Pflicht.

4. Japchae

Die Nudeln aus Süßkartoffeln sind das koreanische Äquivalent zu Ramen oder Reisnudeln und werden in der Regel mit Rindfleisch und eingelegtem Gemüse serviert.

Hier geht´s zum Rezept: Japchae

5. Samgyetang

Der Eintopf aus Huhn, Ginseng und der chinesischen Dattel ist ein Traditionsgericht und wird auch besonders oft an hohen Feiertagen in Korea gegessen.

Hier geht´s zum Rezept: Samgyetang

6. Gogi gui

Eingangs bereits als "koreanisches Bbq" beschrieben, hat sich gerade dieses Gericht im Westen durchgesetzt. Mit einer Mischung aus mariniertem Fleisch, vielen Beilagen und der Möglichkeit, die Speisen direkt am eigenen Tisch zu grillen, hat sich dieses Essen zu einem "Erlebnis" entwickelt.

7. Dakkochi

Dakkochi ist das wohl beste Beispiel für koreanisches Street Food, das man auch in Deutschland immer häufiger findet. In einer süß-scharfen Marinade werden Hühnerspieße direkt über der Kohle gegrillt und meistens in einem sehr weichen Brot serviert.

Hier geht´s zum Rezept: Dakkochi

8. Pajeon

Der koreanische Pfannkuchen wird traditionell herzhaft und nicht süß serviert. In ihm finden sich in der Regel Fleisch und Kimchi und eine Auswahl an Gemüse sowie eine scharfe Sauce.

9. Galbi

Galbi ist eine koreanisch zubereitete Form der beliebten Rippchen und wird in einer scharfen Marinade serviert. Exemplarisch ist auch hier, dass das Gericht besonders zart am Tisch serviert wird und einfach vom Knochen gezogen werden kann.

10. Bossam

Bossam ist ein koreanisches Imbissgericht und wird oft gereicht, wenn dabei getrunken wird. Die Schweinefleischscheiben werden in Knoblauch und Ingwer mariniert und mit scharfen Beilagen serviert.


Bewertung: Ø 3,0 (5 Stimmen)

Das könnte Sie auch interessieren

User Kommentare