Pilze vom Wald in die Küche

Wenn Sie an Ihren im Wald gesammelten Pilzen viel Freude haben möchten, sollten Sie sich genauer mit der richtigen Lagerung beschäftigen. Die Zubereitung der Pilze ist eigentlich ganz einfach, denn sie bieten viele Möglichkeiten für die Verarbeitung.

Vor allem im Sommer bis in den Spätherbst haben die Pilze Saison.Vor allem im Sommer bis in den Spätherbst haben die Pilze Saison. (Foto by: BalaguR / Depositphotos)

Pilze vom Wald in die Küche

Pilze im Wald zu sammeln, ist für viele Menschen eine schöne Freizeitbeschäftigung, die gleichzeitig auch noch den schönen Vorteil hat, dass anschließend leckere Gerichte mit den Waldpilzen gekocht werden können.

Natürlich ist bei Pilzsammlerei auch auf einige Aspekte zu achten, damit Sie keine ungenießbaren oder gar giftigen Pilze einsammeln und verarbeiten.

Arten von Speisepilzen

Speisepilze lassen sich in drei verschiedene Gruppen einteilen:

Röhrlinge

Röhrlinge besitzen an der Unterseite des Pilzhutes ein Röhrengewebe. In diese Kategorie gehören fast nur genießbare, kaum ungenießbare und überhaupt keine tödlich giftigen Pilzsorten.

Dazu gehören:

  • Steinpilz
  • Herbst-Rotfußröhrling
  • Gold-Röhrling
  • Falscher Pfifferling
  • Blutroter Filzröhrling
  • Wollstieliger Raufuß
  • uvw.

Der Steinpilz gehört zu den beliebtesten Speisepilze in Deutschland.Der Steinpilz gehört zu den beliebtesten Speisepilze in Deutschland. (Foto by: dovapi / Depositphotos)

Blätter-/Lamellenpilze

Blätter- und Lamellenpilze haben an der Unterseites des Hutes kein Röhrengewebe sondern Lamellen bzw. Blätter. In dieser Gruppe befinden sich viele giftige oder wenigstens ungenießbare Pilze.

Dazu gehören:

  • Champignons
  • Fliegenpilze
  • Knollenblätterpilze (sehr giftig)
  • Parasolpilz
  • uvw.

Nichtblätterpilze

In diese Kategorie werden kurz gesagt alle Speisepilze eingeordnet, die nicht zu den zwei anderen Kategorien gezählt werden können.

Stäublinge sind Boviste - das sind Pilze mit einem kugelförmigem Fruchtkörper.Stäublinge sind Boviste - das sind Pilze mit einem kugelförmigem Fruchtkörper. (Foto by: cascoly / Depositphotos)

Dazu gehören:

  • Becherlinge
  • Boviste
  • Stäublinge
  • Erdsterne
  • Korallen
  • Zungen
  • Schleimpilze
  • uvw.

Worauf beim Pilze sammeln zu achten ist

Wenn Sie sich mit Pilzen noch nicht so gut auskennen, sollten Sie sich für Ihre ersten Ausflüge in den Wald mit einem Pilzbestimmungsbuch ausrüsten. So können Sie jeweils nachsehen, ob ein Pilz genießbar ist.

Wenn Sie einen Pilz finden, den Sie mitnehmen möchten, schneiden Sie ihn mit einem scharfen Messer vorsichtig am Ansatz ab oder Sie drehen ihn aus der Erde.

Grundsätzlich sollten Sie beim Sammeln von Pilzen immer auch an den Nachschub denken. Decken Sie eine entstehende Bodenöffnung wieder zu, damit das Pilzgeflecht weiter wachsen kann.

Nehmen Sie bei einer Fundstelle nie alle Pilze mit, sondern lassen Sie einige zurück. Ganz besonders sollten Sie kleine Exemplare zurücklassen, mit denen Sie beim Kochen ohnehin nicht so viel anfangen könnten.

Auch extrem groß gewachsene Pilze sollten Sie stehenlassen. Sie werden beim Kochen nicht mehr schmecken, können aber im Wald trotzdem noch für die weitere Verbreitung des Pilzes sorgen.

Die richtige Lagerung von Waldpilzen

Pilze haben einen hohen Wassergehalt und neigen daher dazu, bei falscher Behandlung schnell zu verderben. Legen Sie die Pilze in eine offene Schüssel oder einen Korb und lagern Sie sie kühl.

Grundsätzlich sollten Sie Pilze immer so schnell wie möglich verarbeiten und auch im Kühlschrank höchstens zwei oder drei Tage aufbewahren.

Fein geschnittene Pilze kann man trocknen und sind dadurch mehrere Monate haltbar.Fein geschnittene Pilze kann man trocknen und sind dadurch mehrere Monate haltbar. (Foto by: belchonock / Depositphotos)

Da verdorbene Pilze zu schweren Vergiftungserscheinungen führen können, sollten Sie grundsätzlich lieber Vorsicht walten lassen, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob die Pilze noch gut sind oder nicht.

Entgegen der landläufigen Meinung dürfen übrigens bereits gekochte Pilze wieder aufgewärmt werden, sofern das Pilzgericht im Kühlschrank gestanden hat. Wenn das Gericht dagegen den ganzen Tag bei Zimmertemperatur gestanden ist, sollte es nicht mehr aufgewärmt werden, da die Wärme im Zimmer den Verderb wahrscheinlich wesentlich beschleunigt hat.

Die Zubereitung von Waldpilzen

  • Putzen Sie Pilze mit möglichst wenig Wasser, da sie sich schnell vollsaugen.
  • Sie können natürlich auch die Stiele mitverwenden – trockene Ansätze schneiden Sie einfach ab.
  • Schneiden Sie außerdem beschädigte Stellen weg.
  • Selbst gesammelte Speisepilze sollten Sie stets abkochen. Höchstens Pilze aus dem Zuchtanbau können roh gegessen werden.
  • Sie können Speisepilze auch problemlos einfrieren. Sie werden dafür geputzt und anschließend in Scheiben geschnitten. Sie können Sie dann gleich vorportioniert in Plastiktüten füllen. Vermeiden Sie es allerdings, die Pilze zu „quetschen“, sie sollten möglichst locker in der Tüte liegen.

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