Nahrungsmittel richtig einfrieren

Eine Kühltruhe zu besitzen ist eine feine Sache, denn sie erleichtert die Vorratshaltung ungemein. Auch ein Gefrierschrank erfüllt seinen Zweck, nur ist der Stauraum entsprechend kleiner. Beim Einfrieren selbst und bei der Lagerung sowie beim Auftauen gibt es je nach Lebensmittel einiges zu beachten.

Richtig gelagert ist tiefgekühltes Gemüse ist 6-12 Monate haltbar.Richtig gelagert ist tiefgekühltes Gemüse ist 6-12 Monate haltbar. (Foto by: Shebeko / Depositphotos)

Es versteht sich von selbst, dass Nahrungsmittel, egal welcher Art, luftdicht verschlossen eingefroren werden müssen, denn sonst kommt es schnell zu Gefrierbrand und die Lebensmittel werden ungenießbar.

Zum Einfrieren können entweder Gefrierdosen verwendet werden oder Gefrierbeutel verschiedener Größe. Sehr praktisch sind Gefrierbeutel mit Zipp-Verschluss.

Wer zum Beispiel Fleisch längere Zeit lagern möchte, sollte sich ein Gerät zulegen, mit dem das Fleisch vakuumverpackt werden kann. Im Vakupack hält Fleisch wesentlich länger, als wenn es auf herkömmliche Art eingefroren wird.

Nicht alle Gemüsesorten eignen sich zum Einfrieren im Rohzustand. Roh eingefroren werden können unter anderem:

  • Erbsen
  • dicke Bohnen
  • Rosenkohl
  • Blumenkohl (in Röschen zerteilt)
  • Brokkoli
  • uvw.

Rohes Gemüse kann in große Beutel gegeben und dann nach Bedarf entnommen werden.

Gemüsesorten, die vorher blanchiert werden müssen, werden portionsweise eingefroren. Eine spätere Teilung ist nämlich nicht mehr möglich. Zu den Gemüsen, die vorher blanchiert werden müssen, gehören zum Beispiel:

  • grüne Bohnen
  • gelbe Bohnen
  • Weißkohl
  • Grünkohl
  • Mangold
  • Spinat
  • Rotkohl
  • uvw.

Zum Einfrieren von Lebensmitteln können Gefrierbeutel oder Gefrierdosen verwendet werden.Zum Einfrieren von Lebensmitteln können Gefrierbeutel oder Gefrierdosen verwendet werden. (Foto by: BravissimoS / Depositphotos)

Beerenobst oder sonstiges Obst wird ebenfalls portionsweise eingefroren, nachdem es für die weitere Verarbeitung entsprechend vorbereitet wurde.

Erdbeeren werden am besten vorher auf einem Backblech oder ähnlichem ausgebreitet und vorgefroren, bevor sie in Beutel gefüllt werden. Sie werden sonst nämlich leicht matschig. Kräuter werden gehackt entweder in großen Beuteln oder portionsweise in Eiswürfelbehältern eingefroren.

Die Vorratshaltung in der Tiefkühltruhe ist eine gute Lösung für eigene Ernten aus dem Garten, aber auch für diejenigen, die im Supermarkt jeweils aktuelle Angebote auf Vorrat kaufen und dadurch Geld sparen möchten.

Da viele Gemüsesorten bekanntlich im Winter sehr teuer sind, empfiehlt es sich, hier rechtzeitig einen ausreichenden Vorrat anzulegen.

Zu den eher teuren Sorten zählt zum Beispiel Paprika. Deshalb können diese, wenn sie gerade günstig angeboten werden, in großen Mengen gekauft und entweder geputzt und halbiert (für gefüllte Paprika) oder in Streifen geschnitten eingefroren werden.

Lagern von Tiefgekühltem

Bei der Vorratshaltung von Tiefgekühltem sollte bedacht werden, dass nicht alles gleich lange haltbar ist.

Vor allem Brot, Butter und Wurstaufschnitt sind nur begrenzt haltbar. Bei einem Überschuss an Wurstaufschnitt, Rohwurst oder Kochschinken ist es durchaus empfehlenswert, einen Teil davon einzufrieren. Allerdings sollte dieser Vorrat innerhalb von 2 Monaten verbraucht werden.

Dasselbe gilt für Käse. Wurst und Käse eignen sich nach dem Auftauen weniger als Brotbelag, aber umso besser als Belag für Pizza oder als Zutat in Aufläufen und Nudelsaucen.

Butter ist maximal 6 Monate haltbar, danach wird sie ranzig.

Brot sollte höchstens 2 bis 3 Monate aufbewahrt werden. Spätestens, wenn es weiße Stellen bekommt, schmeckt es nicht mehr und sollte entsorgt werden.

Gefrorene Beeren sollten nach dem Auftauen so schnell wie möglich weiterverarbeitet werden.Gefrorene Beeren sollten nach dem Auftauen so schnell wie möglich weiterverarbeitet werden. (Foto by: Shebeko / Depositphotos)

Obst, Gemüse, sowie Kräuter sind bis zu einem Jahr haltbar. Danach verlieren diese Lebensmittel an Geschmack, bei den Kräutern gehen die ätherischen Öle verloren.

Hackfleisch und Würstchen sollten maximal 3 Monate eingefroren werden, also hiervon nicht zu große Mengen kaufen.

Anders sieht es beim Fleisch aus. Je magerer es ist, vor allem Braten oder Geflügelfleisch, ist bis zu einem Jahr haltbar. Fette Fleischsorten sind nur begrenzt haltbar und sollten höchstens ein halbes Jahr aufbewahrt werden.

Während Fisch im Urzustand oder als Filets nur 4 Monate tiefgekühlt werden kann, sieht es bei Fischstäbchen, Fischfrikadellen und ähnlichem anders aus. Diese Nahrungsmittel können bis zu einem Jahr gelagert werden.

Eis und Torten sind ebenfalls bis zu einem Jahr lagerfähig. Sollte Eis vorher schlecht sein, ist dies sehr gut an der gummiartigen Konsistenz an der Oberfläche zu erkennen.

Auftauen, aber richtig

Je nach Nahrungsmittel ist vor der Weiterverwendung ein vorheriges Auftauen notwendig oder nicht.

Vor allem Fleisch und Fisch müssen langsam und schonend aufgetaut werden. Am besten werden Fleisch und Fisch im Kühlschrank aufgetaut. Ein Gitter unter dem Gefriergut sorgt dafür, dass es nicht im Auftauwasser liegt.

Beeren und Obst müssen nur aufgetaut werden, wenn ein vorheriges Abtropfen notwendig ist, beispielsweise beim Backen.

Für Kompott und Marmeladen kann das Gefriergut direkt weiter verwendet werden. Gemüse wird am besten im gefrorenen Zustand ins Kochwasser gegeben, damit es nicht matschig wird.


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