Kürbis - der Alleskönner in der Küche

Kürbisse sind gar nicht so schwierig zu verarbeiten, wie viele denken. Die harte Schale lässt sich knacken und heraus kommt das leckere Fruchtfleisch, das zahlreiche Möglichkeiten für leckere Gerichte eröffnet.

Kürbisse sind ein schmackhaftes Gemüse, woraus zahlreiche Köstlichkeiten zubereitet werden können.Kürbisse sind ein schmackhaftes Gemüse, woraus zahlreiche Köstlichkeiten zubereitet werden können. (Foto by: sriba3 / Depositphotos)

Kürbisse sind nicht nur zu Halloween beliebt – auch aus der Küche sind sie kaum mehr wegzudenken.

Als schmackhaftes Gemüse, mit dem sättigende Beilagen, leckere Aufläufe, feine Suppen und noch vieles mehr kredenzt werden kann, gehört es zur Standard-Ausrüstung eines jeden Kochs.

Dennoch trauen sich gerade viele Laien nicht an den Kürbis heran, da die Verarbeitung durchaus eine kleine Herausforderung sein kann.

Arten von Kürbissen

Es gibt eine riesige Anzahl von verschiedenen Kürbissorten, die jedoch nicht alle zwingend als Speisekürbis geeignet sind.

Sie können grob in vier verschiedene Kategorien eingeteilt werden.

1. Zierkürbisse

Zierkürbisse sind in der Regel nicht zum Verzehr geeignet, denn sie sind mit Bitterstoffen versehen, die nicht gerade für einen leckeren Geschmack sorgen. Dafür sind sie umso hübscher und werden den ganzen Herbst über als Dekoration für die Wohnung und den Garten genutzt.

2. Pumpkin-Kürbisse

Ebenfalls zur Dekoration dienen die so genannten „Pumpkin“-Kürbisse. Sie können genutzt werden, um freche Grimassen hinein zu schnitzen. Der Ausdruck stammt aus dem Amerikanischen, wo diese Kürbisfratzen zu Halloween aufgestellt und mit Kerzen ausgeleuchtet werden, sodass sie im Dunkeln ein grimmiges Gesicht zeigen.

Nicht alle Kürbissorten sind zum Verzehr geeignet.Nicht alle Kürbissorten sind zum Verzehr geeignet. (Foto by: Syda_Productions / Depositphotos)

3. & 4. Speisekürbisse

Die Speisekürbisse werden in Sommer- und Winterkürbisse unterteilt:

Sommerkürbisse werden bereits geerntet, wenn sie noch nicht ganz reif sind. Daher hat die Schale noch nicht ihre volle Härte erreicht und kann meist problemlose mit gekocht werden. Zudem haben sie einen ziemlich harten Stiel.

Zu den Sommerkürbissen gehören beispielsweise:

  • Patissons
  • Delicata
  • Spaghettikürbisse
  • uvw.

Winterkürbisse verstecken sich hinter einer sehr harten Schale, die man nicht essen kann; der Stiel ist bereits rund geworden. Vorteilhaft an Winterkürbissen ist, dass sie besonders lange gelagert werden können.

Typische Vertreter der Winterkürbisse sind:

  • Butternut
  • Gelber Zentner
  • Acorn
  • uvw.

Kürbisse einkaufen und lagern

Ob ein Kürbis reif ist, können Sie beim Einkauf schnell herausfinden. Klopfen Sie mit dem Finger auf die Schale. Klingt es hohl, so haben Sie ein reifes Exemplar erwischt. Kaufen Sie besser keine Kürbisse, bei denen der Stiel fehlt oder die Druckstellen aufweisen.

Bei Sommerkürbissen achten Sie eine glänzende Schale, die sich nicht eindrücken lässt und die nicht rissig ist.

Ein Winterkürbis, der vollständig ausgereift und nicht beschädigt ist, kann mehrere Monate lang problemlos gelagert werden. Der optimale Reifegrad ist erreicht, wenn die Schale nicht mehr ohne Weiteres mit dem Fingernagel eingeritzt werden kann.

Zur Lagerung empfehlen sich kühle Räume mit höchstens zehn bis 13 Grad Celsius. Sommerkürbisse halten nicht annähernd so lange. Etwa eine Woche können Sie sie im Kühlschrank aufbewahren.

Natürlich kann man Kürbisse auch blanchieren und einfrieren und so für einige Monate haltbar machen.

Kürbisse richtig verarbeiten

Bei den meisten Kürbissorten ist die Schale nicht essbar, deshalb sollte diese vorher entfernt werden.Bei den meisten Kürbissorten ist die Schale nicht essbar, deshalb sollte diese vorher entfernt werden. (Foto by: yekophotostudio / Depositphotos)

  • Einen Sommerkürbis zu verarbeiten ist nicht besonders schwierig, denn die Schale ist ja in der Regel schön weich. An das Fruchtfleisch gelangen Sie, indem Sie die Schale mit einem normalen Kartoffelschäler entfernen.
  • Wenn der Kürbis eine geriffelte oder runzlige Schale hat, funktioniert es mit dem Kartoffelschäler nicht so gut. Sie sollten den Kürbis dann zunächst für 40 bis 60 Minuten bei etwa 200 Grad im Backofen garen. Dann lässt sich die Schale schnell entfernen.
  • Ein Kürbis mit harter Schale lässt sich natürlich nicht so einfach schälen. Sie benötigen ein scharfes Messer oder noch besser ein Küchenbeil. Zerteilen Sie den Kürbis mit dem Beil in vier Teile. Sollte das nicht klappen, weil die Schale zu hart ist, können Sie den Kürbis auch auf den Boden fallen lassen. Die Schale zerbricht dann und Sie können das Fruchtfleisch herauslösen.
  • Mit dem scharfen Messer können Sie das Fruchtfleisch von der Schale trennen.
  • Die Kerne sollten Sie mithilfe eines Löffels entfernen. Diese können Sie eventuell später rösten und als Garnierung nutzen.

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