Mineralstoffe

Mineralstoffe und Spurenelemente – auf diese anorganischen, biologischen Bausteine kann der menschliche Körper auf gar keinen Fall verzichten. Viele davon müssen im Körper in einem in engen Grenzen liegendem Gleichgewicht vorkommen: Überdosierung oder Mangel können schwere körperliche Folgen haben!

Mineralstoffe sind, so wie auch Vitamine, für unseren Körper lebensnotwendig.Mineralstoffe sind, so wie auch Vitamine, für unseren Körper lebensnotwendig. (Foto by: ra2studio / Depositphotos)

Nährstoffe

Häufig wird in der Literatur über Ernährung eine Unterscheidung in Mineralstoffe und Spurenelemente getroffen.

Letztere haben ihren Namen daher, weil sie auch in der Natur eher selten – in Spuren – vorkommen. Der Körper benötigt sie meist, weil sie als Baustein in verschiedenen Enzymen oder anderen Stoffwechselprodukten lebenswichtige Aufgaben übernehmen.

Unser Körper ist nicht in der Lage sie selbst herzustellen. Sowohl die Minderversorgung als auch ein übermäßiger Konsum können den Körper krank machen. In unterschiedlichen chemischen Verbindungen lassen sich die Mineralstoffe finden.

Lebenselixier Kochsalz

Das Kochsalz hat in den Jahren zunehmend einen schlechten Ruf bekommen, weil es die Entwicklung und Ausprägung eines Bluthochdrucks verstärken kann.

Richtig ist, dass manche Patienten auf eine langfristige Reduktion der Kochsalzaufnahme direkt mit einer Blutdrucksenkung reagieren.

Allerdings sollte man auf Kochsalz keinesfalls ganz verzichten. Die enthalten Ionen – Natrium und Chlorid – spielen eine wichtige Rolle für den Elektrolythaushalt und die Zellfunktionen des Körpers. Weil Kochsalz aber in den meisten Lebensmitteln sogar im Übermaß zugesetzt wird, kommt eine Unterversorgung so gut wie nie vor.

Die Mineralstoffe: Magnesium, Calcium und Kalium

Zu den magnesiumreichen Lebensmitteln zählen unter anderem Nüsse, Bananen und Spinat.Zu den magnesiumreichen Lebensmitteln zählen unter anderem Nüsse, Bananen und Spinat. (Foto by: bit245 / Depositphotos)

Die wichtigste Funktion des Magnesium kennt wohl jeder: die Notwendigkeit für die Muskelaktivität. Eine Unterversorgung führt zu Krämpfen. Aber auch der Zell- und Knochenaufbau, der Energiestoffwechsel und die Reizübertragung leiden bei Magnesiummangel.

Ein Kaliummangel dagegen nimmt großen Einfluss auf die Herztätigkeit. Gleiches gilt aber auch für eine Kaliumüberdosierung – es besteht sogar Lebensgefahr. Dafür reicht aber eine Aufnahme mit der Nahrung nicht aus.

Auch die Aufgaben des Calciums kennt jedes Kind: Knochen und Zähne sind unmittelbar auf eine gute Calciumversorgung angewiesen.

Spurenelemente – selten, aber unverzichtbar

Damit der tägliche Nährstoffbedarf gedeckt ist, sollte auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung geachtet werden.Damit der tägliche Nährstoffbedarf gedeckt ist, sollte auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung geachtet werden. (Foto by: bit245 / Depositphotos)

Eisen

Das bekannteste und regelmäßig im Blutbild untersuchte Spurenelement ist das Eisen. Es wird in seiner Ionenform aus der Nahrung aufgenommen und spielt eine entscheidende Rolle für die Funktion der roten Blutkörperchen. Eine Unterversorgung führ zu Blutarmut – Anämie – welche sich durch Müdigkeit und Blässe zeigt.

Jod

Für die Bildung der Schilddrüsenhormone unverzichtbar ist das Jod. Weil viele Gebiete in Deutschland Jodmangel-Gebiete sind, wird häufig Kochsalz mit Jod angereichert. Es gibt aber Stimmen, die hier die Gefahr von Folgeerkrankungen durch Überversorgung sehen.

Weitere Spurenelemente

Für das Immunsystem und den Stoffwechsel ganz wichtig sind außerdem die Spurenelemente Zink und Selen. Gemeinsam mit dem Mineralstoff Calcium sorgt Fluor für starke Knochen und gesunde, feste Zähne. Auch Fluor findet sich oft in Kochsalz.


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