Was sind E-Nummern?

Wer kennt sie nicht – auf dem Etikett eines Lebensmittel tauchen sie klein und unauffällig in der Liste der Zutaten auf: die E-Nummern. Dem Laien sagt diese Nummer alleine erst mal gar nicht, außer der Tatsache, dass diesem Lebensmittel Zusatzstoffe zugesetzt wurden.

Viele Lebensmittel enthalten Zusatzstoffe, die dann mit den E-Nummern gekennzeichnet sind.Viele Lebensmittel enthalten Zusatzstoffe, die dann mit den E-Nummern gekennzeichnet sind. (Foto by: erierika / Depositphotos)

Zusatzstoff

Die meisten Nahrungsmittel, bei denen es sich nicht mehr um natürliche, sprich unverarbeitete Lebensmittel wie Obst, Gemüse oder Mehl handelt, enthalten Zusatzstoffe. Sie werden vor allem eingesetzt, um das Produkt haltbarer zu machen. Aber auch als Geschmacksträger oder Farbstoffe kommen verschiedenste Zusatzstoffe zum Einsatz.

Damit ein Stoff Zusatzstoff werden darf, muss er von einer europäischen Behörde zugelassen werden – und erhält dafür die E-Nummer. In der EU zur Kennzeichnung werden diese E-Nummern für die Zusatzstoffe verwendet. Diese Zusatzstoffe beeinflussen Lebensmittel in Ihren Eigenschaften und Wirkungen.

Ein E für Europa

Die E-Nummer heißt eigentlich Europa-Nummer und stellt einen Code für einen bestimmten, von der Zulassungsbehörde genehmigten Zusatzstoff dar.

Im Rahmen des Zulassungsverfahrens prüft die Behörde den Zusatzstoff auf seine gesundheitliche Unbedenklichkeit soweit nach aktuellem Stand der Wissenschaft möglich. Kommen neue Erkenntnisse hinzu, können Zusatzstoffe auch später wieder verboten werden.

Beim Einkauf sollte stets ein Blick auf die Zutatenliste der Lebensmittel geworfen werden.Beim Einkauf sollte stets ein Blick auf die Zutatenliste der Lebensmittel geworfen werden. (Foto by: monkeybusiness / Depositphotos)

Weiterhin prüft die Behörde auf technologische Notwendigkeit, sprich, ob der Stoff als solcher überhaupt einen echten Nutzen im Nahrungsmittel bringt. Auch die Frage, ob die jeweilige Anwendung nicht zur Täuschung der Verbraucher führt – man denke an Farbstoffe! – und die Festlegung der EU-weit verbindlichen Reinheitsanforderungen sind Teil des Zulassungsverfahrens.

Die Gruppen der E-Nummern

Die Ziffer hinter dem E ist also ein Code, keine Bewertung. Die Codes werden nach der technologischen Funktion der Zusatzstoffe vergeben:

  • so werden unter den E-Nummern E100 bis E199 die Farbstoffe geführt
  • unter E200 bis E299 die Konservierungsstoffe
  • unter E300 bis E399 die Antioxidantien

Weil aber nicht alle Stoffe eine einzige Funktion haben, wird diese allgemeine Regel auf häufig durchbrochen. Die Milchsäure – E270 – beispielsweise zählt demnach zu den Konservierungsstoffen, obwohl sie auch häufig als Antioxidans zugesetzt wird. Einige Zusatzstoffe lassen sich gar nicht in die Gruppen einfügen und erhalten dennoch Nummern daraus.

Welche Zusatzstoffe gibt es?

Die Konservierungsmittel dürften zu den bekanntesten Zusatzstoffen zählen.

Auch Emulgatoren (vor allem E4xx-Nummern) – Stoffe, die fettig mit wässrig verbinden – und Süßungsmittel (vorzugsweise E9xx-Nummern) wie Zuckeraustauschstoffe kommen häufig zum Einsatz.

Einen besonders schlechten Ruf haben die Geschmacksverstärker (vor allem E6xx-Nummern) und die Farbstoffe (E1xx-Nummern). Aber auch die von vielen Hobbyköchen in der Küche selbst eingesetzten Backtriebmittel (E3xx-, E4xx- und E5xx-Nummern) und Geliermittel (vor allem E4xx- und E14xx-Nummern) zählen zu den Zusatzstoffen. Derzeit sind in Europa über 300 Zusatzstoffe zum Einsatz in Lebensmitteln zugelassen.


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