Fett macht fett

Wer weiß das nicht – wer abnehmen oder die schlanke Linie halten möchte, sollte sich fettarm ernähren. Weil Fett bekanntlich fett macht. Doch stimmt das wirklich? Oder ist der Verzicht auf Fett eine verzichtbare Empfehlung?

Fettsäuren

Fett gehört neben den Kohlenhydraten und Eiweiß zu den Grundbausteinen von Lebensmitteln. Fette und Öle bestehen aus einem Grundkörper mit mehreren langkettigen Fettsäuren. Die verschiedenen Fette unterscheiden sich in den Fettsäuren. Fett verändert den Stoffwechsel und zaubert meist Hüftspeck auf unseren Körper. Ganz besonders die gesättigten Fettsäuren sind gift für den Körper. Als besonders gesund hingegen gelten ungesättigte Fettsäuren wie sie in Ölen wie Raps- oder Olivenöl vorkommen. Auch das Körperfett des Menschen ist als tierisches Fett aus den gleichen Bestandteilen aufgebaut.

Der Mythos

Macht Fett denn fett? Klar ist, der Verzehr von sehr fettreichem Essen wie Fast Food oder schwerer Hausmannskost kann auf Dauer wirklich dick machen – vor allem dann, wenn man zu viel davon isst. Denn der Energiegehalt von Fett ist mehr als doppelt so hoch im Vergleich zum Energiegehalt von Kohlenhydraten und Eiweiß. Während bei der Umwandlung dieser beiden Nahrungsbausteine noch Energie investiert werden muss, geht das Nahrungsfett nahezu unverändert in das Körperfett über.

Der Hintergrund

Wird mit der Nahrung Fett aufgenommen, so gelangt es nahezu unverändert bis in den Dünndarm. Dort wird es vom Körper in kleine Fettbläschen eingeschlossen und aufgenommen. Spannend ist, dass der Körper erkennt, wenn sich Fett im Darm befindet und deshalb den Appetit auf Fett bremst. Leider wirkt Fett an sich nicht sättigend, weshalb der Mensch dazu neigt, bei fettreicher aber ballaststoff- und kohlenhydratarmer Nahrung viel zu viel zu essen. Dadurch nimmt man bei fettreicher Nahrung sehr schnell unbewusst viel zu viele Kalorien auf – weitaus mehr, als der Körper am Tag braucht und verbraucht.

Die Wahrheit

Ob Fett wirklich fett macht, kommt auf die Menge und die Zusammensetzung sowie die Qualität des aufgenommenen Fettes an. Als Richtlinie gilt, dass nicht mehr als ein Drittel der täglichen Energiezufuhr aus Fett bestehen sollte. Ein vollständiger Verzicht auf Fett ist übrigens aus gesundheitlicher Sicht gar nicht empfehlenswert. Erstens, weil der Körper bestimmte Fettbestandteile wie beispielsweise die ungesättigten Fettsäuren wirklich benötigt und zweitens, weil auch fettlösliche Vitamine nur gemeinsam mit Fetten aufgenommen werden können.

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