Heilfasten: Wissenswertes und Tipps

Das Heilfasten, also der vollständige Verzicht auf feste Nahrung für 4 bis 10 Tage, erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Viele Heilfastenkuren sind sogar direkt mit einer Wanderung verbunden. Doch weil der Körper beim Fasten in einem Ausnahmezustand ist, gelten hier besondere Regeln.

Heilfasten wirkt sich positiv auf die Gesundheit und das Wohlbefinden aus.Heilfasten wirkt sich positiv auf die Gesundheit und das Wohlbefinden aus. (Foto by: belchonock / Depositphotos)

Befreiung von Balast

Beim Heilfasten verzichten die Teilnehmer für einige Tage – im Schnitt etwa eine Woche – auf feste und gehaltvolle Nahrung aller Art.

Zum Einstieg wird häufig sogar ein Abführmittel verwendet, um den Darm komplett zu entleeren.

Je nach Art des Heilfastens kommen dann nur noch Wasser, Tee und klare Gemüsesuppen auf den Tisch beziehungsweise in den Becher.

Zu einem Gruppenerlebnis werden Heilfastenkuren, die das Fasten zusätzlich mit dem Wandern verbinden. Beim Fasten wird der Körper von überflüssigem Balast befreit, man tut sich dabei etwas Gutes. Es entsteht tiefe Zufriedenheit und neue Energie.

Der Körper beim Fasten

Der plötzliche komplette Verzicht auf die Energiezufuhr wie sie beim Heilfasten geschieht, bringt den Körper in einen Ausnahmezustand.

Er nutzt Notfallprogramme, die sicherstellen, dass vor allem das Gehirn aber auch die inneren Organe mit ausreichend Nährstoffen wie Zucker und Aminosäuren versorgt werden. Denn selbst im Ruhezustand verbraucht der menschliche Körper ständig Energie: zum Denken aber auch zum Erhalt der Lebensfunktionen wie Atmung und Blutkreislauf.

Weil beim Fasten keine Kohlenhydrate in den Körper gelangen, aus welchen sich der Zucker schnell und einfach gewinnen lässt, muss der Körper ihn aus den eigenen Reserven freisetzen oder – sobald auch die leer sind – selber herstellen.

Beim Heilfasten wird vollständig auf feste Nahrung verzichtet - Gemüsebrühen, Tee und Wasser sind erlaubt.Beim Heilfasten wird vollständig auf feste Nahrung verzichtet - Gemüsebrühen, Tee und Wasser sind erlaubt. (Foto by: studioM / Depositphotos)

Der Mangel droht

Den Glucosebedarf kann der Körper also noch selber decken. Anders sieht es mit Wasser, Mineralstoffen, Elektrolyten und den wasserlöslichen Vitaminen aus. Auch viele essentielle Aminosäuren und Spurenelemente können nur bedingt gespeichert werden, so dass nach einer Woche fasten ein echter Mangel droht.

Viele Fastenkuren setzen deshalb nach 2 Tagen nur Wasser und Tee auf klare Gemüsesuppen, um die Versorgung mit Elektrolyten und Vitaminen zu gewährleisten.

Sport beim Fasten?

Wer möchte, sollte während des Fastens auf Sportarten, wie beispielsweise ruhiges Wandern, setzen.Wer möchte, sollte während des Fastens auf Sportarten, wie beispielsweise ruhiges Wandern, setzen. (Foto by: Rawpixel / Depositphotos)

Der völlige Verzicht auf Nahrung bringt den Körper in einen Ausnahmezustand und senkt direkt die körperliche aber auch geistige Leistungsfähigkeit. Studien belegen, dass die Konzentrations- und Gedächtnisleistung deutlich abnehmen.

Zur Erhaltung greift der Körper auf die Muskulatur als Energiereserve zurück – Muskelmasse geht verloren. Um das zu verhindern, würde Sport sicherlich helfen. Andererseits hat der Körper schon genug damit zu tun, die zum Überleben wichtige Energie bereitzustellen.

Nicht jeder, der Heilfasten macht, kann deshalb überhaupt noch nebenbei Sport machen. Wer das möchte, sollte Sportarten wie ruhiges Wandern oder Radfahren wählen.


Bewertung: Ø 5,0 (1 Stimme)

Das könnte Sie auch interessieren

Was sind E-Nummern?

Was sind E-Nummern?

Wer kennt sie nicht – auf dem Etikett eines Lebensmittel tauchen sie klein und unauffällig in der Liste der Zutaten auf: die E-Nummern.

weiterlesen...

User Kommentare