Herbstgetränke: Federweißer und Federroter

Der Herbst beginnt mit dem prickelndsten Auftakt, den man sich nur wünschen kann – die Rede ist vom Federweißen und Federrotem, typischen Herbstgetränken, die jedoch lediglich für eine kurze Zeit erhältlich sind.

Federweißer und Federroter sind beliebte Getränke im Herbst, die auch unter "Neuer Wein" bekannt sind.Federweißer und Federroter sind beliebte Getränke im Herbst, die auch unter "Neuer Wein" bekannt sind. (Foto by: mdworschak / Depositphotos)

Was ist unter Federweißer zu verstehen?

Bei dem Getränk handelt es sich um den ersten jungen Traubenmost, der süffig, spritzig und süß ist. Der Federweiße schmeckt wie eine Traubenlimonade, gärt jedoch weiter und besitzt einen Alkoholgehalt von rund 4 Prozent.

Durch die aromatische Süße wird der Alkohol jedoch kaschiert, so dass bereits so mancher Genießer sich nach dem einen oder anderen Glas mehr über die berauschende Wirkung wunderte. Würde der Federweiße durchgären, würde er sich mit der Zeit möglicherweise in einen trockenen Weißwein verwandeln.

Das saisonale Getränk ist nur kurz im Handel erhältlich, nämlich direkt nach der Weinlese der Weinbauern. Dies ist in der Regel um den 20. September der Fall und wird bereits eine Woche vor dem Verkaufsstart groß angekündigt.

Im Durchschnitt ist eine Flasche Federweißer für 2,00 Euro bis 2,50 Euro erhältlich.

Woher hat der Federweiße seinen Namen?

Während des Gärungsprozesses wird der Zucker, der in den Trauben erhalten ist, durch die beigefügte Hefe in Alkohol und Kohlensäure umgewandelt. Dadurch wirbeln die kleinen Hefeteilchen auf und haben den Anschein von Tausenden kleinen Federn. Während des Vorgangs verwandelt sich die Farbe des Mostes in milchig-trüb.

Dieser beiden Tatsachen verdankt der Federweiße seinen eingängigen Namen. In einigen Regionen ist er allerdings auch unter anderen Namen, wie Sauser oder Rauscher, bekannt. Diese Namensgebung ist auf die Kohlensäure sowie auf das Rauschen im Kopf zurückzuführen.

Federweißer gehört in den Kühlschrank

Nach dem Kauf sollte der Federweißer probiert werden, um den Geschmack festzustellen. Ist er genau richtig, dann sollte er sofort im Kühlschrank gelagert werden, da so der Gärungsprozess gestoppt wird. Darüber hinaus ist so die geöffnete Flasche rund 10 Tage haltbar.

Wenn er noch zu süß ist, dann ist eine Lagerung bei Zimmertemperatur empfehlenswert. Nach etwa sechs Stunden sollte eine weitere Geschmacksprobe stattfinden, denn der Zucker wird sich in Alkohol verwandeln und den Federweißen trockener werden lassen. Sollte er jedoch zu trocken sein, kann er problemlos mit Traubensaft wieder gesüßt werden.

Jedoch sollten die Flaschen aufrecht transportiert und gelagert werden. Durch den Gärungsprozess muss die Kohlensäure entweichen können, so dass die Flaschen nicht absolut luftdicht verschlossen sind. Andernfalls würden sie förmlich explodieren.

Federrote – das Gegenstück zum Federweißen

Federroter wird aus rotem Traubenmost hergestellt.Federroter wird aus rotem Traubenmost hergestellt. (Foto by: fotovincek / Depositphotos)

Ein weiteres Herbstgetränk, das als Gegenstück zum Federweißen bezeichnet werden kann und seit Ende der 90er Jahre populär ist, ist der Federrote, der auch als Roter Sauser bekannt ist.

Dieser wird auf dem gleichen Weg hergestellt, verfügt jedoch über einen fruchtigen Geschmack. Manche lieben ihn, wenn er noch als Traubensaft serviert wird. Die anderen wiederum wollen den Geschmack vom Most, wo er schon leicht zu gären anfängt.

Ein individuellern Geschmack weißt er auf jedenfall auf und verleitet in den eigenen vier Wänden zu experimentieren. Man versucht verschiedene Mix-Getränke mit Federrote zu mischen und erhält so manches tolle Getränk. Gesund ist er allemal da er einen hohen Vitamingehalt aufweist. Nur zuviel davon sollte man nicht erwischen.


Bewertung: Ø 5,0 (1 Stimme)

Das könnte Sie auch interessieren

User Kommentare