Warum ist Dampfgaren so gesund?

Vor einigen Jahren noch vor allem von Fitnessgurus und Ernährungsexperten empfohlen, hat das Dampfgaren inzwischen auch aufgrund des außergewöhnlichen Geschmackserlebnisses die heimischen Küchen erobert. Lecker und besonders gesund ist schon eine seltene Kombination! Aber warum ist Dampfgaren so gesund?

Nicht nur Gemüse kann im Dampfgarer zubereitet werden, auch Fisch, Fleisch, Nudeln oder Kartoffeln.Nicht nur Gemüse kann im Dampfgarer zubereitet werden, auch Fisch, Fleisch, Nudeln oder Kartoffeln. (Foto by: ekramar / Depositphotos)

Das Dampfgaren stellt eine besondere Form des Garens dar und hat in den letzten Jahren die heimische Küche erobert.

Die im asiatischen Raum seit Jahrtausenden angewendete Garmethode zeichnet sich nicht nur dadurch aus, dass man Gemüse damit knackiger und farbenfroher zubereiten kann als mit jeder anderen Zubereitungsart. Besonders der gesundheitliche Aspekt macht das Dampfgaren zu so einer besonderen und empfehlenswerten Art des Garens.

Garen mit Dampf

Das Dampfgaren basiert auf dem Prinzip, dass Wasserdampf zum Garen eingesetzt wird, ohne dass das Gargut dabei mit dem kochenden Wasser in Berührung kommt. Dabei ist es egal, welche Arten von Dampfgarern benutzt wird.

In jedem Fall wird Wasser auf 100 Grad Celsius erhitzt, so dass heißer Wasserdampf entsteht. Die kleinen Wassertropfen im Wasserdampf gehen in die Luft über und gelangen so mit dem Luftstrom zum Gargut. Die kleinen Tröpfchen transportieren dabei eine intensive, durchdringende Hitze mit sich, die in Form von Wärmeenergie in die Speisen übertritt. Anders als bei trockener Luft wird so eine Wärme übertragen, die besonders tief in das Gargut eintritt.

Dampfgaren ist eine beliebte Methode, um gesund zu kochen.Dampfgaren ist eine beliebte Methode, um gesund zu kochen. (Foto by: Lenets_Tatsiana / Depositphotos)

Was passiert im Gargut?

Der Wasserdampf streicht über die Lebensmittel, wobei die Tröpfchen hängenbleiben und dabei die Hitze übertragen. Wärme und Feuchtigkeit dringen tief in das Gargut ein und entfalten dort ihre Wirkung.

Besonders beim Gemüse ist das Dampfgaren besonders empfehlenswert. Der Wasserdampf sorgt dafür, dass die pflanzlichen zellularen Strukturen durch den nach und nach tief eindringenden Wasserdampf stark aufquellen. Dadurch können viele Vitamine, die der menschliche Körper sonst nur schwer aus den pflanzlichen Strukturen herauslösen kann, viel leichter vom Körper aufgenommen werden. Das Gemüse wird also besser verdaulich.

Auf der anderen Seite ist das Garen mit Wasserdampf aber auch so schonend für die hitzeempfindlichen Stoffe in den Lebensmitteln, dass in gedämpftem Gemüse deutlich mehr Vitamine enthalten sind als in Gekochtem.

Außerdem werden anders als beim Kochen auch keine wertvollen Pflanzenstoffe wie Mineralien, Spurenelemente und Vitamine in das Kochwasser ausgeschwemmt.

Das Plus an Vitaminen

Beim Dampfgaren bleiben Vitamine und Mineralstoffe der zubereiteten Speise erhalten.Beim Dampfgaren bleiben Vitamine und Mineralstoffe der zubereiteten Speise erhalten. (Foto by: nito103 / Depositphotos)

Diese besonders schonende Zubereitung macht das Dampfgaren zu einer sehr gesunden Art der Zubereitung. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass verschiedene Vitamine während des Dampfgarens besonders gut erhalten bleiben. Dazu gehört vor allem Vitamin C. Wird Paprika gedämpft und nicht gekocht, so enthält das fertig gegarte Gemüse doppelt so viel Vitamin C im Vergleich zum Gemüse, das gekocht wurde.

Durch das Dampfgaren wird aber auch die Verfügbarkeit für den Körper verbessert. Besonders die Vitamine A und E können aus dampfgegarten Gemüse besonders leicht und schnell aufgenommen werden. Aber auch beim Fisch und beim Fleisch konnten diese Vorzüge des Dampfgarens nachgewiesen werden.

Salz- und fettarm würzen

Nicht nur hinsichtlich des Vitamingehaltes und der Aufnahmeverfügbarkeit während der Verdauung, ist das Dampfgaren eine sehr gesunde Garmethode.

Weil der Eigengeschmack der Lebensmittel besonders gut erhalten bleiben, müssen dampfgegarte Speisen weniger stark gewürzt werden und bestechen dennoch mit einem intensiven Geschmack.

Weil keine Gefahr des Anbrennens besteht, wird kaum Fett gebraucht.

Auch hinsichtlich der Gewürze und vor allem beim Salz kann an Menge gespart werden. Natürlich können die Speisen bei schwacher Würzung ganz natürlich genossen werden - Aromastoffe und Geschmacksverstärker sind völlig unnötig.


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