Bekömmlichkeiten als Vorrat

Schon seit jeher versuchen die Menschen, Nahrungsmittel für den späteren Verbrauch haltbar zu machen und durch diese Vorratshaltung eine regelmäßige Nahrungszufuhr sicherzustellen. Im Laufe der Jahrhunderte hat es viele Ansätze gegeben, die heute zum Teil in Vergessenheit geraten sind, obwohl man sie immer noch anwenden könnte.

Das Pökeln ist lange bekannt

In den Zeiten, als die Möglichkeiten zur Kühlung für Lebensmittel noch schwer umzusetzen waren, mussten vor allem Fisch und Fleisch durch andere Methoden haltbar gemacht werden. Zu diesen Methoden zählen auch das Pökeln von Fisch oder Fleisch. Wer auf die Jagd ging, fing so viel Wild wie möglich. Dadurch gab es zu bestimmten Zeiten ein Überangebot, das später erst verzehrt werden sollte. Salz war zwar zu diesen Zeiten ein kostbares Gut, doch durch das Einlegen in die trockenen Kristalle konnte man gewährleisten, dass das Fleisch oder der Fisch noch Monate später genießbar waren.

Das Trocknen geht auch heut noch unkompliziert

Auch beim Trocknungsverfahren wird der Nahrung Wasser entzogen, die sonst zu Schimmelbildung führt und die Nahrung verderblich macht. In Stücke geschnittenes Obst kann bis heute in einem langsamen Trocknungsprozess im Backofen gedörrt werden. Es lässt sich danach als Trockenobst verzehren oder kann bei Bedarf durch das Einlegen in Wasser wieder genießbar gemacht werden.

Einkochen und Einmachen sind nach wie vor modern

Obst und Gemüse in einer Zuckerlösung, in Essig oder einer Salzlake ist lange haltbar. Dabei kommt es neben den genannten Flüssigkeiten auch darauf an, dass in den Gläsern durch den Vorgang des abgedichteten Kochprozesses ein Vakuum entsteht. Das kann leicht im Backofen oder in einem Einmachtopf realisiert werden. Nur dann kann Schimmelbildung vermieden werden. Das Einkochen und Einlegen in speziellen Gläsern mit Gummidichtung, eignet sich beispielsweise für Gurken, Kürbis und viele Obstsorten wie Pflaumen und Kirschen. Konfitüren und Gelees aus Früchten, die mit Zucker und Gelatine verarbeitet werden, bewahrt man in Schraubdeckelgläsern auf. Aprikosen gehören zu den beliebten Obstsorten, die eingekocht werden können.

Räuchern ist etwas für Profis

Auch durch den Vorgang des Räucherns wird Fleisch und Fisch ein Teil der natürlichen Feuchtigkeit entzogen. Während des Räucherprozesses hängen die Nahrungsmittel im Rauchfang eines Kamins oder werden in einen speziellen Räucherofen gelegt. Dafür eignen sich aber nur Nahrungsmittel, die eine zusätzliche Nuance durch den rauchigen Geschmack vertragen können. Schinken, Mettwürstchen, Räucheraal oder Forelle werden durch diese Behandlung sehr schmackhaft konserviert.

Tiefgefrieren geht ganz schnell

Fast alle Obst und Gemüsesorten, jede Art von Fleisch und meist auch Fisch sind geeignet, um im Tiefgefrierer konserviert zu werden. Bei der industriellen Methode werden zu Anfang besonders tiefe Temperaturen erzielt. Diese Schockfrostung gilt als schonendes Verfahren, um den Geschmack möglichst wenig zu beeinträchtigen. Einmal aufgetaute Lebensmittel dürfen jedoch nicht wieder eingefroren werden. Kartoffeln beispielsweise verändern durch das Einfrieren ihren Geschmack, weil sich die Stärke in Zucker umwandelt.

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