Fette und Öle

Als die Bösen unter den Hauptnährstoffen gelten Fette und Öle im Allgemeinen. Dabei besteht der menschliche Körper aber nicht nur zu einem gewissen Anteil aus Fetten, sondern benötigt auch ständig essentielle Fettsäuren. Fette sind also gar nicht so schlecht wie ihr Ruf!

Energielieferant

Der menschliche Körper enthält auch bei Idealgewicht mindestens 15 bis 20 Prozent Fett. Es ist nicht nur in allen Zellmembranen erhalten, sondern schützt auch die inneren Organe wie eine weiche Hülle vor Schäden. Das direkt unter der Haut liegende Fettgewebe ist außerdem wichtig für den Wärmehaushalt des Körpers und stellt zugleich eine wichtige Energiereserve für magere Zeiten dar. Für die Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen ist der gleichzeitige Verzehr von Fetten oder Ölen besonders wichtig, weil sie nur dann im Darm resorbiert werden können. Fette und Öle sind in der menschlichen Ernährung unersetzbar und lebenswichtig und ein wichtiger Energielieferant.

Was sind Fette und Öle?

Fette und Öle sind im Wesentlichen gleich zusammengesetzt. Ein Fettmolekül besteht aus einem Anteil Glycerol und drei Fettsäuren, die daran gebunden sind. Die unterschiedlichen Fette und Öle unterscheiden sich nur in den Fettsäuren. Je nach deren Länge und Aufbau sind die resultierenden Stoffe entweder fest wie Streichfette oder flüssig wie Öle. Zusätzlich unterscheidet man in Abhängigkeit vom Aufbau bei den Fettsäuren noch die gesättigten und die ungesättigten Fettsäuren. Letztere gibt es als einfach oder mehrfach gesättigte Fettsäuren. Letztere kommen vor allem in pflanzlichen Produkten wie Nüssen, Oliven oder in Fischöl vor, während sie der menschliche Körper überhaupt nicht bilden kann.

Was macht der Körper mit den Fetten und Ölen?

Mit der Nahrung aufgenommene Fette passieren den Magen und werden dann im Darm in Form kleinster Fettbläschen in den Körper aufgenommen. In die Bläschen eingeschlossen gelangen so auch fettlösliche Vitamine und andere Stoffe wie Cholesterin ins Blut. Das Fett wird im Körper abgebaut und in Energie überführt. Nicht benötigte Fette werden in den Körperfettreserven abgelegt und so für einen späteren Zeitpunkt gespeichert. Die ungesättigten Fettsäuren übernehmen im Körper viele wichtige Funktionen. Der regelmäßige Verzehr begünstigt die Konzentrationsfähigkeit und schützt die Blutgefäße vor Verkalkungen.

Zu viel, zu wenig – Ernährung mit Fetten und Ölen?

Im Durchschnitt benötigt ein Erwachsener pro Tag etwa 70 Gramm Fett. In Summe ist das eine Menge von einem kleinen Stück Butter, einem Löffel Öl zum Kochen und den Fettmengen, die man im Schnitt mit Wurst, Milchprodukten, Fischrezepte, Nüssen und Eiern aufnimmt. Beim regelmäßigen Genuss von Fertigprodukten, frittierten und süßen aber auch fettigen Backwaren nehmen viele Menschen aber deutlich mehr Fett auf. Im Schnitt liegt der täglich Verzehr bei 140 Gramm Fett.

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