Ballaststoffe

Nicht nur die Verdauung sondern auch viele andere körperliche Vorgänge sind abhängig von Nährstoffen, die der menschliche Körper gar nicht mal wirklich verdaut: die Ballaststoffe. Eine ballaststoffreiche Ernährung tut nicht nur dem Darm gut, sondern dem gesamten Körper!

Ballaststoffreiche Kost

Eigentlich sind Ballaststoffe gar keine für den menschlichen Darm verdaulichen Nährstoffe. Man könnte nun meinen, sie wären deshalb auch nicht wichtig. Denn im Grunde sind sie nicht anderes als eine Art Füllstoff im Darm. Aber weit gefehlt: Studien zu Folge sinkt durch ballaststoffreiche Kost das Risiko für das Erleiden zahlreicher Krankheiten wie Herzerkrankungen, Altersdiabetes, Arteriosklerose oder gar Krebs. Blutzucker- und Cholesterinspiegel werden ebenfalls sehr positiv beeinflusst. Ballaststoffe sind auch für die jenigen sehr wichtig, die ein paar Kilos verlieren möchten. Denn eine gute Verdauung ist eine unabdingbare Voraussetzung und legt für den Körper unnötigen Ballast ab.

Was sind Ballaststoffe?

Ballaststoffe kommen nur in pflanzlichen Nahrungsmitteln vor. Anders als tierische Zellen haben pflanzliche Zellen nicht nur eine sie umgebende Zellmembran, sondern auch eine sogenannte Zellwand. Sie übernimmt eine schützende und vor allem stützende Funktion der Zelle. In ihrer Gesamtheit ermöglichen die Zellwände die Festigkeit in Pflanzen, welche ja keine Knochen enthalten. Ballaststoffe finden sich demnach in den meisten pflanzlichen Lebensmitteln wie beispielsweise im Obst oder Gemüse. Durch Kochen werden die Zellwände aufgeweicht, was die Verdaulichkeit deutlich erhöht.

Was macht der Körper mit den Ballaststoffen?

Die menschliche Verdauung kann die unter anderem aus Zellulose oder Pektin bestehenden Zellwände nicht so einfach verdauen. Sie gelangen nach dem Kauen unverändert bis in den Darm, wo sie aufquellen und so für eine Füllung des Darms sorgen. Sie sorgen damit für ein Sättigungsgefühl und binden im Darm Wasser, was den Stuhl weicher macht. Außerdem fangen sie sozusagen Schadstoffe im Darm auf und sorgen für die Ausscheidung. Weil Ballaststoffe mit pflanzlicher Kost aufgenommen werden, bringen sie meist auch viele gesunde Vitamine und Mineralstoffe mit, was ihre gesundheitsfördernde Wirkung noch unterstützt.

Zu viel, zu wenig – Ernährung mit Ballaststoffen?

Weil die meisten Menschen durchschnittlich viel zu wenige Ballaststoffe aufnehmen, sind Verdauungsprobleme wie Verstopfung weit verbreitet. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine Mindestmenge von 30 Gramm pro Tag. Wer sich an die allgemeine Empfehlung hält und täglich 5 Portionen Obst und Gemüse isst, der hat schon die Hälfte dieser Menge geschafft. Vor allem dann, wenn er die ballaststoffreiche Schale mit verzehrt. Für den Rest sollte man auf Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte setzen. Wichtig ist, dass man genügend trinkt, weil die Ballaststoffe recht viel Wasser im Darm binden. Etwa zwei Liter pro Tag sollten es mindestens sein.

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