Wildschweinkeule Obelix

Die Wildschweinkeule Obelix ist ein wahrer Festtagsbraten und sie gelingt nach diesem Rezept garantiert. Also unbedingt einmal ausprobieren!

Wildschweinkeule Obelix Foto Gutekueche.de

Bewertung: Ø 4,4 (972 Stimmen)

Zutaten für 6 Portionen

3 kg Wildschweinkeule, mit Knochen
2 EL Butterschmalz
200 ml Weißwein (zum Beispiel Grauburgunder oder Weißburgunder)
300 ml Gemüsebrühe
1 Prise Salz
1 Prise Pfeffer, gemahlen
1 EL Preiselbeeren, aus dem Glas

Zutaten für die Marinade

4 zw Thymian, frisch
4 zw Rosmarin, frisch
4 zw Salbei, frisch
6 Stk Knoblauchzehen
20 Stk Wacholderbeeren
12 Stk Pimentkörner
12 Stk Gewürznelken
1 EL Pfefferkörner, schwarz
2 TL Meersalz, grob
2 EL Orangenabrieb
2 TL Honig, flüssig
100 ml Olivenöl

Benötigte Küchenutensilien

Pürierstab - Stabmixer Mörser Knoblauchpresse Schüssel Bräter Küchenpapier Vakuumbeutel

Zeit

965 min. Gesamtzeit 40 min. Zubereitungszeit 925 min. Koch & Ruhezeit

Zubereitung

Bitte beachten: Die Keule benötigt mindestens 12 Stunden Marinier-Zeit.

  1. Am Vortag zuerst die Keule parieren, das heißt von Sehnen, Fett und der Silberhaut befreien. Dann mit kaltem Wasser abspülen und mit Küchenpapier trocken tupfen.
  2. Für die Marinade Thymian, Rosmarin und Salbei waschen, trocken schütteln und fein hacken. Knoblauch schälen und durch eine Knoblauchpresse drücken. Die Wacholderbeeren, Pimentkörner, Gewürznelken, Pfefferkörner und Meersalz in einen Mörser geben und grob zerdrücken.
  3. Dann die Kräuter (Thymian, Rosmarin und Salbei), den Knoblauch sowie die Gewürze aus dem Mörser in einer Schüssel füllen und mit dem Orangenabrieb, dem Honig und Olivenöl vermischen.
  4. Nun die Keule in einen Vakuumierbeutel - oder verschließbaren Gefrierbeutel - legen, mit der Marinade übergießen und einschweißen bzw. verschließen. Das Fleisch im Beutel mit den Händen etwas durchmassieren und mindestens 12 Stunden im Kühlschrank marinieren.
  5. Die Keule am nächsten Tag aus dem Beutel nehmen, dabei die Marinade abtropfen lassen und überschüssige Marinade mit den Händen oder einem großen Löffel abstreifen - dabei die Marinade auffangen. Den Backofen auf 150 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  6. Das Butterschmalz in einem Bräter erhitzen und die Keule darin von allen Seiten in etwa 10 Minuten kräftig anbraten.
  7. Anschließend den Bratensatz mit Weißwein und Brühe ablöschen, die aufgefangene Marinade in den Bräter gießen und die Wildschweinkeule zugedeckt im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene etwa 3 Stunden lang schmoren lassen - zwischendurch das Fleisch immer wieder mit dem Bratensud begießen.
  8. Nach dem Ende der Garzeit die Keule aus dem Bräter nehmen und im ausgeschalteten Ofen 15 Minuten ruhen lassen. Währenddessen den Sud abgießen, in einen Topf füllen, mit einem Schneidstab durchpürieren und mit Salz, Pfeffer sowie Preiselbeeren abschmecken.
  9. Zuletzt die Wildschweinkeule Obelix auf ein stabiles Schneidebrett legen, mit einem scharfen, langen Messer (Tranchier- oder Ausbeinmesser) dicht am Knochen entlang schneiden und das Fleisch vorsichtig davon ablösen. Das ausgelöste Fleischstück mit der Schnittfläche nach unten auf das Brett legen und quer zur Faser in etwa 0,5–1 cm dicke Scheiben schneiden. So bleibt das Fleisch zart und lässt sich gut essen. Die Sauce dazu separat servieren.

Tipps zum Rezept

An Beilagen passen Klöße Rezepte, Röstkartoffeln, Spätzle sowie Rotkohl, Spitzkohl und Rahmwirsing dazu. Auch kleine, goldbraun geröstete Kartoffeln (Drillinge oder junge Kartoffeln) können dazu gereicht werden.

Wildschwein schmeckt einfach super und besitzt, wenn es aus nachhaltiger Jagd stammt, Bio-Qualität. Es ist fettarm, reich an Eiweiß und Eisen und weitestgehend unbelastet. Wild(schwein) entweder direkt beim Jäger oder bei einem vertrauenswürdigen Wildhändler kaufen. Denn vielfach kommen Tiere aus Drückjagden in den Handel, deren Fleisch aufgrund des Stressfaktors einen hohen Adrenalingehalt aufweist, was nicht besonders lecker ist. Das Fleisch soll von dunkler Farbe sein, sich nicht zu weich anfühlen und neutral riechen. Lecker und zart ist das Fleisch von Frischlingen (bis 12 Monate alt) oder sogenannten Überläufern (13. bis 24. Monate alt).

Frisches Fleisch vom Wildschwein ist in der Saison von Juni-Januar erhältlich. Das Fleisch von Jungtieren steht sogar ganzjährig zur Verfügung. Tiefgekühltes Fleisch kann ebenfalls unbedenklich verarbeitet werden und sollte rechtzeitig vor der Zubereitung langsam im Kühlschrank auftauen.

Nährwert pro Portion

kcal
806
Fett
38,14 g
Eiweiß
98,94 g
Kohlenhydrate
12,87 g
Detaillierte Nährwertinfos

Wein & Getränketipp

Besonders gut eignen sich gehaltvolle, eher trockene Weißweine wie Chardonnay (vor allem im Holzfass ausgebaut), Grauburgunder oder ein reifer Weißburgunder. Auch ein würziger Grüner Veltliner passt sehr gut. Ideal sind auch dunkle Rotweine wie ein Cabernet Sauvignon, Merlot oder ein trockener Spätburgunder, deren Tannine die reichhaltige Textur des Wildes ausbalancieren. Wer Bier bevorzugt, wählt ein kräftiges dunkles Bier wie Bock oder Doppelbock, das die Röstaromen und Gewürze der Sauce unterstützt. Alkoholfreie Begleiter wie ein kräftiger Traubensaft, ein granatapfelbasierter Saft oder ein leicht säuerlicher Schwarzer Johannisbeer- oder Cranberry-Saft bringen Frische und einen fruchtigen Kontrast zum intensiven Wildgeschmack.

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User Kommentare

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Gutekueche_Admin

Vielen Dank für das Feedback. Gerne kann man je nach Geschmack die Menge anpassen. Gutes Gelingen!

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Gutekueche_Admin

Halla Andamane! Vielen Dank für dein Feedback zum Rezept. Wir haben das Rezept nun dementsprechend angepasst. Liebe Grüße

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il-gatto-nero

Ich mache das auch gerne, dass ich Fleisch zum marinieren samt der Marinade in Vakuumbeutel einschweiße. So ist das Fleisch auch komplett von der Marinade umgeben und man braucht etwas weniger von der Flüssigkeit als wenn das Fleisch in einer Schüssel liegt.

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Gutekueche_Admin

Vielen Dank für die Nachricht und den Hinweis. Bitte entschuldigen Sie den Fehler, dieser wurde nun korrigiert. Gutes Gelingen!

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TheGrey

Das Rezept werde ich ausprobieren, habe aber eine Frage: Das Schmoren im Bräter mit geschlossenem Deckel oder offen?

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GuteKueche

Hallo TheGrey! Im Rezept ist das Schmoren mit geschlossenem Deckel vorgesehen. So bleibt die Feuchtigkeit im Bräter und das Gericht wird besonders zart. Gutes Gelingen wünscht Gutekueche

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