Wie kocht man Romanesco?

Romanesco ist eine Blumenkohlsorte, die gern als Alternative zum weißen Blumenkohl verwendet wird. Er hat grüne Röschen, die wie kleine Tannen aussehen, und ist milder im Geschmack. Verarbeitung und Zubereitung sind genauso einfach wie beim Blumenkohl.

Romanesco überzeugt mit einem milden Geschmack sowie mit seiner frischen, grünen Farbe.Romanesco überzeugt mit einem milden Geschmack sowie mit seiner frischen, grünen Farbe. (Foto by: timolina / Depositphotos)

Was ist Romanesco?

Der Romanesco wurde als Unterart des Blumenkohls nahe Roms gezüchtet. Heute wird er auch hierzulande angebaut.

Das Besondere an dieser Kohlsorte sind die turmförmigen Röschen sowie die Blütensprossanlagen, die spiralig angeordnet sind.

Romanesco schmeckt wie eine Mischung aus Blumenkohl und Brokkoli. Das typische Kohlaroma ist jedoch dezenter. Wer Kohl nicht mag, für den ist Romanesco eine tolle Alternative.

Das kälteempfindliche Gemüse ist aus deutschen Anbau saisonal von Mai bis Oktober erhältlich. In Italien beginnt die Saison früher und hört später auf.

Wie kann man Romanesco küchenfertig vorbereiten?

Frischen Romanesco erkennt man an folgenden Merkmalen:

  • die äußeren Hüllblätter sind knackig und grün
  • die Röschen sind unbeschädigt
  • die Schnittstelle am Strunk ist frisch

Romanesco ist überlagert, wenn er dunkle oder weiche Stellen hat und welk wirkt.

Frischer Romanesco hält sich bis zu vier Tage im Kühlschrank.

Vor der Zubereitung steht das Putzen an. Das gestaltet sich schnell und einfach:

  1. Zunächst werden die dicken Blätter entfernt und dann der dicke Strunk abgeschnitten.
  2. Anschließend wird der Kopf unter fließendem Wasser gründlich abgespült.
  3. Nun kann der Romanesco im Ganzen oder in Röschen zerteilt weiterverarbeitet werden.

Romanesco als Rohkost

Junger Romanesco kann als Rohkost verwendet werden. Die zarten Röschen sind knackig und schmecken zusammen mit weiteren Zutaten wie Tomaten, Gurken, Paprika und Schinken oder Mozzarella gut im Salat. Ein Dressing lässt sich aus Essig, Öl, etwas Zitronensaft sowie ein wenig Salz und Pfeffer schnell anrühren.

Romanesco blanchieren

Auch blanchiert kann der Romanesco in den Salat. Dazu ist es nötig, die geputzten Röschen für 3 Minuten in kochendes und leicht gesalzenes Wasser zu geben und anschließend kurz in eiskaltem Wasser abzuschrecken. Mehr zum Thema Blanchieren erfahren Sie hier.

Derart vorbereiteter Romanesco eignet sich zudem perfekt zum Einfrieren für einige Monate.

Romanesco kochen

Wie lange Romanesco kochen?

Ein ganzer Kopf Romanesco benötigt, bis er gar ist, etwa 20 Minuten.

Ist er in Röschen zerteilt, reduziert sich die Kochzeit auf 7 Minuten.

Tipp: Wird dem Salzwasser etwas Zucker oder Zitronensaft zugefügt, behalten die Röschen ihre schöne grüne Farbe.

Um das Kochwasser ist es schade, deshalb sollte der Romanesco besser gleich Zutat zu Eintöpfen sein. Er harmoniert mit Möhren, Erbsen und Kohlrabi sehr gut.

Dampfgaren

Dampfgaren gilt als besonders vitaminschonend. Zu veranschlagen sind für den ganzen Kopf ebenfalls 20 Minuten und für die Röschen 7 Minuten.

Der gedämpfte Romanesco kann klassisch mit zerlassener Butter, mit gerösteten Semmelbröseln oder mit Bechamelsauce serviert werden.

Auch als Gemüsebeilage zu verschiedenen Gerichten mit Fleisch, Fisch oder Tofu passt er gut.

Der Romanesco ist kalorienarm und passt gut zu einer leichten Küche.Der Romanesco ist kalorienarm und passt gut zu einer leichten Küche. (Foto by: HeikeRau / Depositphotos)

Romanesco in der Pfanne braten

In etwas Öl pfannengerührter Romanesco benötigt 3 bis 5 Minuten, bis er gar ist. Eine leichte Bräune verstärkt das Aroma.

Gebratener Romanesco schmeckt ausgezeichnet mit Schinken und geriebenem Parmesan.

Der Romanesco kann außerdem Zutat zu einer gemischten Gemüsepfanne sein.

Romanesco in der Fritteuse zubereiten

Das Ausbacken vorab blanchierter Röschen, die mit einem Backteig ummantelt werden, dauert 4 bis 5 Minuten. Das Frittieren ist auch in einem hohen Topf, der mit ausreichend Frittieröl gefüllt ist, möglich.

Romanesco im Ofen zubereiten

Auch im Backofen lässt sich der Romanesco zubereiten. Besonders beliebt sind Aufläufe. Neben den vorgegarten Röschen können Nudeln oder Kartoffeln mit in die Auflaufform. Als Soße eignet sich eine Sahnesoße. Am besten funktioniert das Überbacken mit geriebenem Käse. Bei 200 Grad ist der Auflauf nach 30 Minuten fertig und der Käse schön gebräunt.

Als Belag für Pizza oder Quiche lässt sich der Romanesco ebenfalls verwenden.

Die Röschen können aber auch direkt unter Zugabe von etwas Öl im Ofen geröstet oder in kleinen Päckchen aus Backpapier gegart werden. Das dauert etwa eine Viertelstunde bei 180 Grad.

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