Süßen Senf selber machen

Wie man Süßen Senf selber machen kann, zeigt dieses einfache Rezept. Er passt gut zu Weißwurst, schmeckt aber auch zu vielen anderen Gerichten.

Süßen Senf selber machen Foto HandmadePictures - stock.adobe.com

Bewertung: Ø 4,6 (1.819 Stimmen)

Zutaten für 6 Portionen

170 g Senfkörner, gelb und braun
100 ml Wasser
120 g Zucker, braun
1 EL Honig
60 ml Weinessig
1 Prise Salz
1 Prise Nelkenpulver

Zeit

30 min. Gesamtzeit 15 min. Zubereitungszeit 15 min. Koch & Ruhezeit

Zubereitung

  1. Für selbstgemachten süßen Senf zunächst die Senfkörner in einer Kaffeemühle mit Schlagmesser impulsweise (2-3 Sekunden) oder per Hand in einem Mörser grob mahlen.
  2. Danach das Wasser (in der Mikrowelle, Wasserkocher oder im Topf) kurz aufkochen, heißes (nicht kochendes) Wasser über die grob gemahlenen Senfkörner gießen, rund 10 Minuten ziehen und dann mitsamt dem Wasser abkühlen lassen.
  3. In der Zwischenzeit den Zucker in eine große Pfanne ohne Fett geben, die Pfanne langsam erwärmen und den Zucker - ohne Rühren - karamellisieren lassen.
  4. Anschließend den karamellisierten Zucker mit dem Honig, dem Essig, einer Prise Salz und den Nelkenpulver unter die Senfkörner rühren.
  5. Dann die Masse mit einem Pürierstab nach Belieben grob oder fein pürieren - dabei Pürierstab stoßweise einsetzen, nicht dauerhaft, sodass Senf nicht bitter wird.
  6. Den fertigen Senf entweder gleich servieren oder in saubere Schraubgläser füllen, fest verschließen und für gut 2 Tage im Kühlschrank durchziehen lassen - so schmeckt dieser noch besser und intensiver.

Tipps zum Rezept

Den Zucker gleichmäßig und dünn in einer trockenen, fettfreien Pfanne verteilen. Keineswegs umrühren, weil sich sonst die Zuckerschicht verändert, der Zucker anbrennt und bitter werden kann. Stattdessen die Pfanne auf der Herdplatte hin- und herschieben, bis er karamellisiert.

Die weißen Senfsamen schmecken mild und nur leicht scharf. Die braunen werden häufig in der indischen Küchen verwendet und sind ähnlich scharf wie die schwarzen. Letztere haben einen bitteren, scharfen Geschmack und werden beispielsweise für Dijon-Senf verarbeitet. Senf hinterlässt intensive ätherische Öle - Mühle nach Gebrauch mit Reis oder trockenem Brot ausmahlen.

Wird die Senfsaat in einer Mühle gemahlen, darauf achten, dass sie Senfsamen nicht zu heiß werden. Am besten nur trockene Senfkörner in kurzen Intervallen mahlen und Pausen einlegen. Durch zu große Wärme entstehen Bitterstoffe im Senfmehl, die den Geschmack negativ beeinträchtigen.

Kühl und dunkel gelagert ist der süße Senf etwa 6-8 Wochen haltbar. Er passt zu Weißwurst, Leberkäse, Käseplatten, gekochten Eiern und in Salatdressings, so wie für diesen Bayrischen Wurstsalat. Außerdem lässt er sich als Würzpaste auf einem rohem Schweinebraten verstreichen und verleiht ihm einen herrlichen Geschmack.

Nährwert pro Portion

kcal
232
Fett
8,19 g
Eiweiß
7,13 g
Kohlenhydrate
31,50 g
Detaillierte Nährwertinfos

ÄHNLICHE REZEPTE

Schweinekrustenbraten

SCHWEINEKRUSTENBRATEN

Ein richtiger Schweinekrustenbraten hat eine perfekte und krosse Kruste - hier das ideale Rezept für saftigen Fleischgenuss.

Fränkische Schäufele

FRÄNKISCHE SCHÄUFELE

Das perfekte fränkische Schäufele mit einer leckeren und knusprigen Kruste ist einfach zuzubereiten - hier das passende Rezept dazu.

Schupfnudeln mit Kraut und Speck

SCHUPFNUDELN MIT KRAUT UND SPECK

Schupfnudeln mit Kraut und Speck, das ist deftige Hausmannskost, die sättigt und schmeckt. Ein Rezept für kalte Tage und Lust auf Herzhaftes.

Steckerlfisch

STECKERLFISCH

Der Steckerlfisch ist ein beliebtes Gericht auf Volksfesten. Die Fische werden auf Zweige oder Bambusstäbe gesteckt und gegrillt.

Bayerische Leberknödel

BAYERISCHE LEBERKNÖDEL

Als perfekte Einlage für eine kraftvolle Rinderbrühe eignet sich unser Rezept für Bayerische Leberknödel, die nach Hüttenzauber und Gaudi schmecken.

Rahmchampignons

RAHMCHAMPIGNONS

Ob als Beilage zu deftigen Gerichten oder als vegetarische Hauptspeise, das Rezept für diese leckeren Rahmchampignons passt fast immer.

User Kommentare

il-gatto-nero

Zwischen den Punkten 1 und 2 in der Zubereitung gibt es unterschiedliche Aussagen. Im Punkt 1 werden die Senfkörner fein gemahlen, beim Punkt zwei sind die Körner „grob“ gemahlen. Beim süßen Senf sollten die Körner grob gemahlen sein. Bei den Senfkörnern würde ich nur 20% die braunen Körner verwenden, sonst wird der Senf scharf.

Auf Kommentar antworten

GuteKueche

Guten Morgen! Dankeschön für den Hinweis und die Information! Der Fehler wurde nun korrigiert. Herzliche Grüße Das Gutekueche.de-Team

Auf Kommentar antworten

kimpoldi

Ich werde das ausprbieren. Danke, auch für den Hinweis bezüglich Mindesthaltbarkeit. Fehlt mir bei solchen Rezepten sehr oft.

Auf Kommentar antworten

Mechthild2912

Das klingt ja wirklich einmal sehr interessant. Senf selbst herstellen macht mich richtig neugierig. Könnte man den Senf in einer Kaffeemühle zerkleinern? Da es sich um Ölsaaten handelt, denke ich, sind die Körner für eine Getreidemühle ungeeignet (zumindest für unsere). Ich könnte mir etwas frischen grob geriebenen Meerrettich darin auch gut vorstellen. Das Nelkenpulver klingt wirklich spannend.

Auf Kommentar antworten

GuteKueche

Ja, eine Kaffeemühle ist gut geeignet, besonders für kleine Mengen. Ergibt eher fein bis mittelfein gemahlenen Senf. Impulsweise mahlen (nicht durchgehend), damit die Körner nicht erhitzen → sonst wird der Senf bitter und verliert Schärfe. Für grobkörnigen Senf nur kurz anmahlen. Danach die Mühle gut reinigen (Geruch bleibt sonst hartnäckig). Eine Getreidemühle ist nur bedingt geeignet – abhängig vom Modell. Wie Sie schon erwähnen, sind viele Getreidemühlen nicht für ölhaltige Saaten gedacht - Gefahr des Verklebens. Daher unbedingt Herstellerangaben beachten, sonst droht Schaden an der Mühle.

Auf Kommentar antworten

Mechthild2912

Ach so, noch eine Frage. Ich schätze, dass eine Küchenmaschine viel zu groß für diese Menge ist und der Pürierstab recht wenig Kontrolle über die Konsistenz ermöglicht, denn wenn ich es richtig verstanden habe, geht es bei 6-8 Minuten rühren um die Konsistenz, die nicht vollständig glatt sein soll, oder? Das bekommt man mit einem Pürierstab nicht hin, ohne dass der Senf vollständig homogen wird.

Auf Kommentar antworten

GuteKueche

Vielen Dank auch für dieses Feedback! Stimmt, Sie haben recht, besser funktioniert das Ganze mit einem Pürierstab, die Masse kann nach Belieben grob oder fein püriert werden. Herzliche Grüße Das GuteKueche.de-Team

Auf Kommentar antworten