Berliner Küche

Die Berliner Gerichte sind einfache und deftige Hausmannskost, geprägt von Einflüssen aus verschiedenen Küchenkulturen. Der Berliner mag gern gut und sich richtig satt essen, und er liebt zu jeder Zeit einen kräftigen Imbiss zwischen den Mahlzeiten.

Allgemeines

Bereits seit der Gründung der Stadt im 13. Jahrhundert verschmolzen slawische und germanische Lebensformen. Seitdem zog die Stadt Menschen aus allen Himmelsrichtungen an. Jüdische Familien, französische Hugenotten, Zuwanderer aus Schlesien, Ostpreußen und Pommern brachten ihre Kochtraditionen mit und prägten die traditionelle Berliner Küche. Fleisch, Gemüse und Kartoffeln spielen eine große Rolle. Fischgerichte mit Aal oder Karpfen und der Bismarckhering sind ebenfalls sehr beliebt. Auch in den letzten Jahrzehnten hat sich der Küchenzettel der Berliner weiterentwickelt. Mittlerweile hat sich Berlin zur Hauptstadt der Currywurst entwickelt. Auf der Hitliste für einen schnellen Imbiss stehen auch der Hackepeter und der Dönerkebab ganz vorn.

Das Eisbein

Eine gepökelte Schweinshaxe, auch Eisbein genannt, mit Erbspüree und Sauerkraut ist eines der bekanntesten bodenständigen Gerichte der Stadt. Das durchwachsene und mit einer dicken Fettschicht ummantelte Eisbein wird gepökelt und gekocht serviert. Das zarte Fleisch muss lange gegart werden, damit es fast vom Knochen fällt. Dazu gibt es Sauerkraut und ein Püree aus gelben Erbsen. Die Trockenerbsen werden eingeweicht, weich gekocht und anschließend durch ein Sieb gestrichen.

Berliner Kalbsleber

Zarte Kalbsleberscheiben werden mit einem frisch zubereiteten Kartoffelpüree serviert. Typisch berlinerisch ist die Zugabe von gebratenen Apfelscheiben und dünnen gebräunten Zwiebelscheiben.

Schnitzel Holstein

Dieser deftige Imbiss besteht aus einem gebratenen Kalbsschnitzel, das von einem Spiegelei gekrönt wird. Auf dem Teller mit dem Schnitzel wird frischer gebutterter Toast mit angerichtet, der mit verschiedenen Fischsorten üppig belegt ist. Dazu gehören Ölsardinen, Räucherlachs, Sardellenfilets und Kaviar. Das Gericht wird mit Cornichons, gehackten Kapern und Zitronen garniert.

Hoppelpoppel

Ein Resteessen, in dem alles verarbeitet werden kann, was „weg“ muss. Meist werden Bratkartoffeln und Bratenreste kräftig gewürzt und mit einer Eier-Sahne-Mischung übergossen, die man stocken lässt. Dazu passt ein grüner Salat.

Berliner Luft mit Beerensoße

Diese Creme ist ein traditionelles Desserts. Aus rohen Eiern, Zucker, Gelatine, Weißwein und Zitrone entsteht eine luftige und lockere Creme, eben die Berliner Luft. Aus einer Mischung aus Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren und Brombeeren wird eine süße Fruchtsoße bereitet, die separat zur Creme serviert wird. Typisch berlinerisch sind Königsberger Klopse, wenn dem Fleischteig einige in Salz eingelegte Sardellen zugefügt wurden. Teltower Rübchen sind eine beliebte Beilage zu Fleischgerichten. Kartoffelsuppen mit Bockwurst und Linsensuppen werden ebenfalls gern gegessen. Amerikaner, Liebesknochen, Pfannkuchen und Schweineohren gibt es zum Nachmittagskaffee.

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