Granatapfel

Der Granatapfel ist eine seit Jahrtausenden kultivierte Frucht, die in ihrer Herkunftsregion mythologische Bedeutung erlangt hat, etwa als Symbol der Fruchtbarkeit und Macht. Die leuchtend roten Granatapfelkerne sind nicht nur dekorativ, sondern außerdem reich an Kalium, Kalzium, Eisen und Vitamin C.

Der Granatapfel ist reich an Eisen, Kalzium, Kalium, Vitamin C und beinhaltet bioaktive Substanzen.Der Granatapfel ist reich an Eisen, Kalzium, Kalium, Vitamin C und beinhaltet bioaktive Substanzen. (Foto by: Nitrub / Depositphotos)

Herkunft

Der Granatapfel ist in einem großen Gebiet heimisch, welches von Vorderasien (Türkei, Syrien, Iran) über Zentralasien (Usbekistan, Tadschikistan) bis nach Pakistan und Afghanistan reicht.

Rund um das Mittelmeer von Spanien bis Ägypten hat der Anbau eine ebenso lange Tradition wie in Indien.

Heute wächst der Granatapfel und auch in den tropischen und subtropischen Regionen Südostasiens und Lateinamerikas.

Saison

Granatäpfel reifen in der Zeit zwischen Juli und Dezember, die Hauptsaison beginnt im September. Die in Deutschland erhältlichen Granatäpfel stammen meist aus dem Mittelmeerraum, insbesondere aus Spanien und der Türkei.

Geschmack

Granatäpfel schmecken süß-säuerlich und erfrischend, der fruchtige Geschmack ist am ehesten vergleichbar mit Johannisbeeren.

Verwendung in der Küche

Die Zubereitung von Granatäpfeln ist verglichen mit manch anderen Früchten mit etwas Aufwand verbunden, doch die Mühe lohnt sich. Zum Schutz der Kleidung empfiehlt sich eine Schürze, denn der Saft verursacht Flecken, die nur schwer zu entfernen sind.

  • Öffnen lassen sich die Früchte mit einem Messer oder indem sie per Hand auseinander gebrochen werden.
  • Innen befinden sich viele kleine Kerne aus transparent-rotem Fruchtfleisch. Durch leichtes Klopfen auf der harten Schale lassen sie sich einfacher herauslösen, entweder mit einem Löffel oder mit den Fingern.
  • Optisch und geschmacklich verfeinern die Kerne Obst- und Blattsalate, süße Cremes, Torten, Eis oder auch eine Käseplatte.
  • Eine Sauce oder ein Gelee aus Granatäpfeln passt gut zu Wild und Geflügel.
  • Oder man presst den Saft aus den halbierten Früchten. Das geht problemlos wie bei Zitrusfrüchten mit Hilfe einer Zitronenpresse. Der Saft schmeckt entweder pur oder gemischt mit kalter Buttermilch oder Joghurt als erfrischendes Mixgetränk.
  • Granatapfelsirup ist auch unter dem Namen Grenadine bekannt und gibt Cocktails Farbe und fruchtigen Geschmack.
  • Ein Klassiker ist Tequila Sunrise mit Tequila, Orangen- und Zitronensaft.
  • Eine israelische Spezialität ist Granatapfelwein, der sich z.B. gut als Dessertwein eignet.
  • Zusammen mit Minze und ein paar Granatapfelkernen wird auch ein einfaches Glas Sekt oder Prosecco zu einem edlen Aperitif.

Aufbewahrung/Haltbarkeit

Bei Zimmertemperatur sind Granatäpfel etwa zwei bis drei Wochen haltbar. Bei sehr feuchter und kühler Lagerung bei Temperaturen von ein bis fünf Grad halten sich die Früchte sogar ein paar Monate lang, da die Kerne durch die ledrige Schale vor dem Austrocknen geschützt werden.


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