Lavendel

Riesige Lavendelfelder prägen die Landschaft der Provence und verströmen in den Sommermonaten ihren intensiven Geruch in der ganzen Umgebung. Lavendel sieht nicht nur schön aus, auch in der Küche und als Heilpflanze ist er vielseitig einsetzbar.

Lavendel wirkt beruhigend bei nervösen Unruhezuständen, Einschlafstörungen und Kreislaufbeschwerden.Lavendel wirkt beruhigend bei nervösen Unruhezuständen, Einschlafstörungen und Kreislaufbeschwerden. (Foto by: jag_cz / Depositphotos)

Herkunft & Saison

Ursprünglich stammt der Lavendel aus den küstennahen Gebieten der Mittelmeerregion, insbesondere in Frankreich, Italien, Kroatien und Griechenland.

Heute wächst er im gesamten südlichen Europa und auch in unseren Breiten gedeiht er, vor allen in Weinbaugebieten mit mildem Klima. Er benötigt sonnige und trockene Standorte und sandige Böden. Die Blüten können im Juli und August geerntet werden.

Geschmack & Wirkung

Lavendel hat einen sehr charakteristischen, blumigen, würzigen bis leicht bitteren Geschmack, der ein wenig mit Rosmarin vergleichbar ist.

Er wird aufgrund seiner beruhigenden Wirkung gerne als Heilpflanze verwendet, z.B. bei Schlafstörungen und Unruhezuständen, bei Blähungen und nervösen Magenbeschwerden.

Man kann einen Tee aus getrockneten Blüten zubereiten oder Lavendelöl als Badezusatz oder Raumduft verwenden. Der intensive Geruch soll außerdem Insekten wie Motten und Mücken abhalten.

Verwendung in der Küche

  • Lavendel wird vor allem in der mediterranen Küche verwendet. Neben anderen Kräutern wie Rosmarin, Thymian, Oregano und Majoran ist er ein typischer Bestandteil der Mischung "Kräuter der Provence".
  • Er passt zu Eintopfgerichten wie Ratatouille , zu Suppen und Saucen, aber auch zu Salate.
  • Er harmoniert außerdem gut mit mediterranen Fischgerichten sowie Fleisch, besonders mit Lamm und Geflügel.
  • Eine besondere Note erhalten relativ geschmacksneutrale Süßspeisen wie Panna Cotta.
  • Außerdem verfeinert er Speisen mit Schokolade, etwa Mousse au chocolat oder auch Torten.
  • Für Gebäck wie Kuchen und Plätzchen ist er ebenfalls geeignet.
  • Lavendelöl wird entweder direkt aus den Blüten gewonnen oder es wird aus einer anderen Ölsorte mit Lavendelblüten angesetzt. Es eignet sich für Salatdressings oder zum Anbraten von Fleisch.
  • Getrocknete Lavendelblüten mit Salz vermischt ergeben ein aromatisches Gewürzsalz.
  • Auf die gleiche Weise lässt sich Lavendelzucker herstellen, der ähnlich wie Vanillezucker verwendet werden kann. Ein feines Aroma hat Honig aus Lavendelblüten.
  • Generell sollte Lavendel in der Küche eher sparsam dosiert werden, da er sonst leicht andere Geschmacksnuancen überdecken kann.

Haltbarkeit & Aufbewahrung

Frische Lavendelstängel bindet man am besten zu kleinen Bündeln zusammen und hängt sie mit den Blüten nach unten an einem trockenen, luftigen Ort auf. Sie dürfen nicht direktem Sonnenlicht ausgesetzt werden, da sie sonst ihr Aroma verlieren.

Sind sie vollkommen getrocknet, bewahrt man sie vor Feuchtigkeit und Licht geschützt auf, z.B. in dunklen Schraubgläsern. Dann sind sie mehrere Monate bis etwa ein Jahr haltbar.


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